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Test
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13.10.2015

DW 9002 und 9002XF Double Bass Drum Pedale Test

Doppelfußmaschinen

Über kurz oder lang

DW 9002 und DW 9002XF heißen unsere bonedo Test-Kandidaten. Wenn sich Trommler über Pedale unterhalten, kann man sicher sein, dass irgendwann der Name DW fällt. Das liegt nicht nur daran,  dass die kalifornische Firma Anfang der Achtzigerjahre maßgeblich an der Entwicklung der modernen Ketten-Fußmaschine beteiligt war, sondern auch an der überwältigenden Modellvielfalt, die man mittlerweile im Programm hat.

Sieht man mal von den kürzlich vorgestellten DW MDD Modellen ab, handelt es sich bei den 9000ern um die Top-Serie des Herstellers, konstruiert für Trommler, die in Sachen Verarbeitungsqualität, Schnelligkeit und Einstellungsmöglichkeiten die Vollbedienung wünschen. Nun erweitert man die beliebte Modellreihe um Versionen mit verlängerten Trittplatten. Nicht nur Freunde der sogenannten Heel-Toe-Technik sollen damit angesprochen werden, auch Trommler mit großen Füßen und dem Wunsch nach mehr Auflagefläche dürften sich über die Alternative freuen. Wir haben beide Modelle ausgiebig für euch getestet. 

Details

Der einzige Unterschied zwischen 9002 und 9002XF liegt in der Länge der Trittplatten

„Oh, der Vertrieb hat zweimal das gleiche Pedal geschickt!“ schießt es mir beim Auspacken der Kartons durch den Kopf. Man muß schon zweimal hinsehen, bis einem die Buchstaben-Kombination XF auf einer der beiden Papphüllen auffällt. Tatsächlich ist das Xtended Footboard der einzige Unterschied zwischen unseren beiden Doppelpedalen. Dieser Unterschied beträgt knappe drei Zentimeter und bezieht sich nur auf die Länge der Trittplatten, in der Breite sind beide Modelle identisch. Der Lieferumfang fällt reichhaltig aus. In verstärkten Taschen finde ich neben einem Multischlüssel eine Bedienungsanleitung, optional montierbare Fußstopper, per Vierkantschlüssel fixierbare Beater-Gewichte sowie Nylon-Bandzüge. Bei der Bauweise setzt DW auf seine bekannte Zweisäulenkonstruktion beim Hauptpedal, das Slave-Pedal profitiert von einer eleganten, einsäuligen Auslegung. Floating Rotor nennt DW seine schwimmend gelagerten, ineinander laufenden Antriebsachsen, welche besonders reibungs- und spielfrei arbeiten sollen. Auf den Achsen sitzen gegossene Aluminium-Umlenkrollen/Cams, deren Abrollcharakteristik sich per Stimmschlüssel von linear auf exzentrisch stufenlos verändern lässt. Auf den Innenseiten der Säulen kugelgelagert aufgehängte Federn helfen, die Gesamtbreite der Pedale zu begrenzen. Bei der Einstellung des Trittplattenwinkels geht DW einen unkonventionellen Weg, hierfür muß man das Ketten- beziehungsweise das Zugbandende auf der Cam verschieben, auch dies geschieht via Stimmschlüssel.

Aufgrund der Tatsache, dass die Federn nicht außen liegen, gestaltet sich auch die Veränderung des Beater-Winkels anders als bei gewöhnlichen Fußmaschinen. Der obere Teil der Federn wird nämlich von einer kugelgelagerten Buchse gehalten, welche wiederum in einer Ausfräsung auf der Unterseite der Cam befestigt ist. Über den Inbusteil des Multischlüssels wird die Verbindung gelöst, und die Buchse lässt sich in der Ausfräsung verschieben, was wiederum den Schlägelwinkel verändert. Möglich wird diese Operation durch ein entsprechendes Loch in der Säule, durch welches der Inbusschlüssel geführt wird. Bei den Beatern selbst greift DW auf seine bekannten Zweiwege-Versionen mit Filz- und Plastikseite zurück. Für komfortables und Spannreifen-schonendes Befestigen unserer Testkandidaten sorgt eine gummierte Drei-Punkt-Klemmung, die sich dem Spannreifen mittels beweglicher Lagerung anpassen soll. Ihre Bedienung erfolgt bequem von der Seite. Für verlustfreie Kraftübertragung der Slave-Pedale ist eine qualitativ hochwertige Welle zuständig, welche nur minimales Spiel in den Gelenken aufweist. 

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