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Test
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25.07.2018

DV Mark DV Little Guitar F1 Test

E-Gitarre

Kurz und klein

Mit der DV Mark Little Guitar F1 wird der italienische Hersteller dem Wunsch vieler Gitarristen gerecht, ihrem Hobby auch auf Reisen zu frönen und ihr Instrument im Flugzeug oder im Auto auch bei wenig Platz dabei zu haben. Weiß man, dass es einige Airlines gibt, die das Leben des reisenden Gitarristen - vorsichtig ausgedrückt - nicht gerade leicht machen, erfreut es umso mehr, dass DV Mark hier Innovationsfreude beweist und Lösungen anbietet.

Selbstverständlich gibt es einige Gitarrenmodelle mit kurzer Mensur oder in Kindergrößen, doch das Besondere an der F1 ist der Umstand, dass alle Hardwarekomponenten, beginnend mit dem Tremolo über die Pickups bis hin zur Halsmensur, denen einer vollen 4/4 Gitarre entsprechen. Einsparungen wurden vor allem beim Korpus vorgenommen. Wie sich das letztendlich in Klang und Handling bemerkbar macht und wie sich die Gitarre als Travelling-Lösung schlägt, erfahrt ihr hier.

Details

Korpus

Der Korpus präsentiert sich mit sehr schlanken Maßen, zum Beispiel lediglich runde 21 cm vom Tremoloende bis zum 22. Bund, 21.5 cm an der breitesten Korpusstelle sowie einer Korpusdicke von 4,3 cm, wohingegen die Gesamtlänge der Gitarre 78,5 cm beträgt.

Bei der Farbe fiel die Wahl bei unserer Testgitarre auf Caribbean Green, das sehr an die alten amerikanischen Cadillacs der 50er Jahre erinnert. Insgesamt bringt das Instrument schlanke 2,35 kg auf die Waage, nicht zuletzt, weil das Korpusholz mit Linde als etwas leichtere Variante gewählt wurde. Die Korpusform erscheint als Doublecut-Modell, wobei der obere Cutaway deutlich länger ausfällt. Das ist auch durchaus sinnvoll, da sich dadurch ohnehin keine sinnvolle Einsparung hinsichtlich der Dimensionen ergibt, der Korpus aber mehr an Masse gewinnt

Das chromfarbene Tremolo trägt die Bezeichnung VS 50II und stammt aus dem Hause Wilkinson. Der Metallblock des Tremolos bildet auch gleichzeitig den Abschluss des Gitarren-Bodys. Von dort laufen die Saiten über den Humbucker und die beiden Singlecoils in Richtung Kopfplatte. Die Stimmstabilität ist hier sehr gut gewährleistet und der steckbare Tremoloarm lässt sich problemlos in der gewünschten Position arretieren.

Die Gurtpins sind bei diesem Modell oberhalb des Tremolos an der Zarge und an der Spitze des oberen Horns angebracht. Die Klinkenbuchse befindet sich an der unteren Zarge. Konstruktionsbedingt ist das Instrument sehr kopflastig und in Ermangelung einer gewissen Korpusgröße lässt es sich auch etwas weniger komfortabel im Sitzen spielen, daher wäre meine Empfehlung für solche Fälle, einen Gurt auszuprobieren.

An der Rückseite zeigen sich schwarze Kunststoffabdeckungen, die zum einen zum Elektrikfach und zum anderen zu den Tremolofedern führen. Der Hals ist mit vier mattschwarz lackierten Schrauben am Korpus arretiert.

Hals

Für den Hals wurde eine mattlackierte Ahornvariante mit einem aufgeleimten Ahorngriffbrett gewählt. Das Halsprofil entpuppt sich als sehr komfortable C-Form mit einer angenehmen Halsdicke, die erstaunlich üppig ausfällt und hinsichtlich Stärke und Bespielbarkeit einen tolles Maß findet. Schwarze Punkteinlagen garnieren das Griffbrett, das mit 22 Dunlop 6155 Bünden versehen ist. Wie eingangs erwähnt, finden wir hier ganz gewöhnliche Halsdimensionen mit einer Mensur von 648 mm, einer Sattelbreite von 42 mm und einem Griffbrettradius von 12". Die Bünde sind gut abgerichtet und poliert, sodass keine Deadspots oder scharfe Kanten das Spielgefühl stören. Der Halsstab lässt sich in Höhe des Griffbrettendes einstellen und der dafür erforderliche Metallstift liegt dem Instrument bei.

Die Kopfplatte fällt, wie zu erwarten, relativ kompakt aus und beherbergt die sechs chromfarbenen Locking-Tuner, die die Stimmstabilität noch zusätzlich unterstützen.

Auch wenn die Gitarre in punkto Saitenlage und Tremolo für den 009 - 042er Satz sehr gut eingestellt wurde, so hätte man der Bundreinheit ab Werk ruhig etwas mehr Beachtung schenken können, was man aber leicht korrigieren kann.

Elektrik

Die F1 ist mit hauseigenen DV Mark Pickups ausgestattet. Für die HSS-Bestückung fiel die Wahl auf zwei DV Mark Custom Singlecoils in Hals- und Mittelposition und einen DV Mark Custom Alnico Humbucker für den Steg. Zum Umschalten der einzelnen Pickup-Positionen steht ein Fünfwege-Schalter bereit und ein verchromtes Volume- und ein Tone-Poti erlauben Lautstärke- und Klangregelung.

Zum Lieferumfang gehören der Steck-Vibratoarm, eine zusätzliche Tremolofeder, Inbusschlüssel und der Metallstab zum Einstellen des Halses.

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