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Test
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30.07.2015

Casio Trackformer XW-DJ1 Test

DJ-Controller für iOS, Mac und PC

Das Scratch-Imperium schlägt zurück?

Casio schickt einen brandneuen DJ-Controller für iOS, Mac und PC ins Rennen, der mit einem  unkonventionellen Design sowie einem außergewöhnlichem Bedienkonzept aufwartet und auf den Namen Trackformer XW-DJ1 hört. Genau wie beim Groove Center Pendant XW-PD1 hat sich der Hersteller was die Formgebung angeht am Star Wars Millennium Falken orientiert. Umgeben von Funktionstastern prangt in der Mitte prangt ein großes Jogwheel – recht ungewöhnlich, wie ich finde. Doch allein schon der Look suggeriert, dass der Hersteller sich hauptsächlich an die Zielgruppe der Scratch-Nerds und Turntablelists richtet. Vorgemappt ist das Gerät für Algoriddim djay2 (iOS und Mac), Deckadance (Windows) sowie Traktor Pro 2 (OSX und Windows). Lasst uns also herausfinden, was man mit diesem „Raumschiff“ so alles anstellen kann.

Details

Erwartungsvoll öffne ich den Karton, dem ich zunächst den 34 x 23 x 7 Zentimeter großen Trackformer entnehme, gefolgt von einem 12V-Netzteil, den obligatorischen Sicherheits- und Garantiebelegen sowie ein ausführlich verfasstes und mit zahlreichen Abbildungen versehendes Handbuch. An beide Seiten des Gerätes lässt sich die inkludierte gummierte iPhone-Halterung, die auf mich einen stabilen Eindruck macht, befestigen. iOS-Geräte werden mit dem ebenfalls beiliegenden Mini-DIN/Lightning-Kabel am Trackformer angeschlossen.

Erster Eindruck

Obwohl das Gerät, vom Jogwheel mal abgesehen, komplett aus Kunststoff gefertigt ist, kommt es mit einem ordentlichen Gewicht von 1,1 kg daher. Das Chassis ist sauber verarbeitet und wirkt langlebig. Vier große Gummifüße auf der Unterseite des Gerätes sorgen auch bei glatten Unterlagen für den notwendigen Halt. Besonders gut gefällt mir das angenehm leichte und dennoch stabile 7-Inch-Jogwheel aus Aluminiumblech, denn es ist griffig und verfügt über eine solide Aufhängung. Sämtliche Tasten wirken widerstandsfähig, haben aber für meinen Geschmack einen etwas zu großen Druckwiderstand. Die Drehreglerkappen sind in meinen Augen weniger anwenderfreundlich, da sie etwas zu glatt und rutschig geraten sind. Einen Arbeitsweg von jeweils 45 Millimetern legen die beiden Cross/FX-Fader an den Tag. Sie wirken einigermaßen robust, erscheinen mir allerdings für schnellere Scratch-Manöver zu schwergängig. Insgesamt hinterlässt der Trackformer einen akzeptablen Ersteindruck im Trockenlauf.

Anschlüsse

Das Anschlussfeld wurde gegenüber der Fadersektion platziert. Dort treffe ich auf die Netzteilbuchse, eine USB-Buchse zur Computerverbindung und die Mini-DIN-Buchse für das mitgelieferte iOS-Kabel. Der integrierte Lautsprecher lässt sich per Schalter (de-) aktivieren. Das Master-Signal kann auch über ein Cinch-Pärchen abgegriffen werden, wohingegen für den Kopfhörer die obligatorische Miniklinkenbuchse in stereo vorgesehen ist.

Features

Seltsamerweise wird beim Trackformer nicht ganz klar, wo vorne und hinten ist. Denn egal wie ich das Gerät aufstelle, ein Teil der Beschriftung steht immer auf dem Kopf. Diese janusartige Doppelgesichtigkeit ist vom Hersteller so gewollt, aber ehrlich gesagt etwas gewöhnungsbedürftig. Der Mittelpunkt des Gerätes ist natürlich die versenkt im Gehäuse platzierte 7-Inch „Scratch-Scheibe“. Um dieses Jogwheel herum wurden die Transport- und Cue-Tasten angeordnet. Eine Hälfte der Buttons ist Deck A gewidmet, die andere Deck B. An der Frontseite des Trackformers (wenn man diese so bezeichnen will) finde ich die Loop- und FX-Buttons. Außerdem residieren dort je ein mittengerastertes Filter pro Deck und je ein Drehknopf für die Ausgangs- und Kopfhörerlautstärke. Und wo sind bitte die Linefader? Fehlanzeige – unser Testkandidat besitzt gar keine.

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