Hersteller_Casio DP_Digitalpiano DP_Kompakt DP_Arranger
Test
3
21.03.2019

Casio CDP-S350 Test

Digitalpiano mit Begleitautomatik

Kompaktes Digitalpiano To Go

Dem jüngst erschienenen CDP-S100 stellt Casio mit dem CDP-S350 einen größeren Bruder zur Seite, der ebenfalls über eine besonders schlanke Bauweise, eine neue skalierte Hammermechanik sowie eingebaute Lautsprecher verfügt. Im Gegensatz zum Casio CDP-S100, wurde das CDP-S350 um einige Features erweitert, zu denen vorrangig eine Begleitautomatik mit 200 Rhythmen sowie 700 vielseitig einsetzbare Klänge gehören. Damit richtet sich das CDP-S350 nicht nur an reine Pianisten, sondern auch an Quereinsteiger, die sowohl die Vorzüge eines Digitalpianos in Kombination mit Arranger-Funktionalität zu schätzen wissen. Ein besonderes Highlight des CDP-S350 ist die Möglichkeit, das Piano mit 6 AA-Batterien mobil zu betreiben.

Die neuen Modelle der CDP-Serie zeigen eindrucksvoll, wie schlank und leicht ein Digitalpiano sein kann - trotz vollgewichteter Tastatur. Die schlanke und transportable Bauweise hört übrigens auf den Namen „Slimline Design“ - der Name ist hier Programm! Unser Testkandidat ist kaum tiefer als die integrierte Tastatur und wiegt gerade einmal 10,9 kg. Damit ist das Casio CDP-S350 ein sehr interessantes Einsteigermodell und gehört zum geforderten Preis sicherlich zu den günstigsten Digitalpianos mit Begleitautomatik, die es derzeit auf dem Markt gibt. Wir haben uns das CDP-S350 genau angesehen.

Details

Erster Eindruck

Raus aus dem Karton und los geht’s: Was oftmals etwas umständlich und sperrig verpackt ist, das wirkt beim CDP-S350 erfreulich überschaubar. Tatsächlich kommt das Digitalpiano in einem schmalen Karton und lässt das oftmals überdimensionierte Verpackungsdesign vollkommen überflüssig erscheinen. Ist das Digitalpiano dann ausgepackt, präsentiert sich das CDP-S350 in seinem recht schlichten, aber eleganten Erscheinungsbild. Das Gehäuse ist vollständig aus Kunststoff gefertigt, macht aber dennoch einen soliden Eindruck. Die leicht abgerundeten Kanten und das durchweg schwarze Gehäuse gefallen mir sehr gut.

Gerade einmal 23 cm tief und 9 cm hoch ist das Gehäuse: Das CDP-S350 lässt sich leicht transportieren und eignet sich dank des geringen Gewichts von gerade einmal 10,9 kg auch für den mobilen Einsatz. Neben dem Piano selbst befinden sich im Lieferumfang ein Netzteil, ein einfaches Haltepedal sowie eine aufsteckbare Notenablage. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung ähnelt eher einem Beipackzettel, und tatsächlich handelt es sich um eine Art „Quick Start“-Guide. Ich bin mir aber sicher, dass das beim CDP-S350 auch vollkommen ausreichen wird, denn oftmals erklärt sich die Bedienung ja fast von alleine.

Wer das Piano optisch aufwerten möchte, der kann mit dem CS-46 P einen optional erhältlichen Unterbau erwerben. Dieser kostet ca. 99 € und lässt das Piano für den Heimgebrauch deutlich schicker aussehen. Ebenso kann man eine optional erhältliche Dreifach-Pedaleinheit (SP-34) dazu kaufen, die sich vor allem für den Klavierbetrieb lohnt. 

Tastatur

Scaled Hammer Action Keyboard II heißt die im CDP-S350 verbaute Tastatur und tatsächlich handelt es sich dabei um eine brandneue Tastatur, die Casio jüngst in der neuen CDP-S-Serie verwendet. Skaliert bedeutet übrigens, dass die Tasten im Bassbereich etwas schwergängiger sind als im Diskant - so wie es bei einem echten Flügel der Fall ist. Schön ist die angeraute Oberfläche der Tasten, welche haptisch einer echten Holztastatur nachempfunden wurde und dadurch sehr „griffig“ ist.

Wer - so wie ich - schnell schwitzende Hände hat, der wird sich hier definitiv über die angenehme Oberfläche der Tasten freuen. Über einen Druckpunkt verfügt die neue Tastatur zwar noch nicht, aber bedenkt man den günstigen Preis des Pianos, dann geht das in Ordnung. Schließlich findet man in dieser Preisklasse nirgends Digitalpianos mit Druckpunkt! 

Bedienung

Das CDP-S350 verfügt über ein etwas größeres Bedienfeld als das CDP-S100, was vor allem dem größeren Funktionsumfang des Digitalpianos geschuldet ist. Herzstück des Bedienpanels ist das orange-leuchtende Display, das jede Menge Informationen zu den eingestellten Klängen und Rhythmen liefert. Des Weiteren dienen 24 gummierte Taster zur Auswahl der Sounds, Rhythmen sowie der Bedienung der Begleitautomatik.

Der Drehencoder sowie ein weiterer kleiner Taster direkt neben dem Display, ermöglicht das Auswählen und Durchsteppen der Klänge. Besonders praktisch sind die Registrierungen, mit denen alle Einstellungen bzgl. Klang und Rhythmus abgespeichert werden können. So lassen sich schnell verschiedene Setups nacheinander abrufen, die beim CDP-S350 in jeweils acht Bänken mit jeweils vier Speicherplätzen angeordnet sind.       

Klangerzeugung

Das CDP-S350 bietet mit insgesamt 700 Sounds eine geballte Ladung an unterschiedlichen Klängen. Die Auswahl beschränkt sich dabei nicht nur auf Pianosounds, sondern deckt, ähnlich wie bei typischen Entertainer-Keyboards, auch sämtliche Instrumentenkategorien wie z. B. Gitarren, Streicher, Bläser und Synth-Sounds ab. Mit seinen 64 Stimmen verfügt das Piano dabei durchaus über eine ordentliche Polyphonie und lässt auch das Layern oder Splitten zweier Sounds zu. Daneben befinden sich im CDP-S350 auch eine Metronom-Funktion sowie mehrere Reverb- und Chorus-Effekte. 

Anschlüsse

Die Anschlüsse des CDP-S350 liegen auf der Rückseite des Pianos. Zwischen den beiden Lautsprechern befinden sich hier nebeneinanderliegend die Anschlüsse für das Netzteil, den Kopfhörer sowie den Audio-In. Letztere sind übrigens im Mini-Klinkenformat ausgeführt. Über den Audio-In lässt sich beispielsweise ein Smartphone an das Piano anschließen - etwa zum Abspielen eines Songs. Weiter geht es mit Anschlussmöglichkeiten für das optional erhältliche Dreifachpedal sowie eine gewöhnliche Anschlussbuchse für das mitgelieferte Haltepedal.

Etwas weiter außen befinden sich dann zwei USB-Buchsen, mit welchen sowohl ein Speichermedium aufgesteckt werden kann, als auch eine Verbindung mit dem Computer oder eine Smartphone/Tablet hergestellt wird. Letzteres ist vor allem in Verwendung mit der Chordana Play App interessant. Eine MIDI-In/Out-Kombination findet man beim CDP-S350 übrigens nicht, was dank der USB-Verbindung auch nicht notwendig ist.

Chordana Play App

Zusätzlich zum CDP-S350 bietet Casio mit der frei erhältlichen Chordana Play App eine interessante Software an, mit der das Piano dann über iOS- und Android-Geräte bedient wird. Die grafisch ansprechende App bietet darüber hinaus auch Features wie z. B. das Anhören und Erlernen integrierter Musikstücke. Neben der internen Bibliothek, die 60 klassische Musikstücke umfasst, bietet der Player innerhalb der Chordana Play App auch einen Score-Modus, mit dem die Stücke spielerisch erlernt werden.

Ein schönes Feature, was sicherlich nicht nur für Anfänger interessant ist. Einziger Nachteil: Für die Verbindung der Geräte mit dem CDP-S350 benötigt man einen entsprechenden USB-Adapter, um die Verbindung mit dem Piano herzustellen (wie z. B. den Apple Lightning USB Kamera-Adapter). 


Integrierte Lautsprecher

Das CDP-S350 verfügt über das gleiche Lautsprechersystem wie der kleine Bruder CDP-100. Mit einer Leistung von 2 x 8 Watt können die beiden Breitbandlautsprecher eine ordentliche Lautstärke erreichen. Die Lautsprecher befinden sich auf der Rückseite und strahlen hauptsächlich nach hinten ab, jedoch erlauben ein paar kleine Öffnungen oberhalb der Tastatur das Durchdringen des Klangs zur Frontseite.

Für das kompakte Piano ist der Klang sehr klar und direkt, was bei der sehr kompakten Bauweise wirklich gut gelungen ist. Besonders im mobilen Einsatz profitiert man von den verbauten Lautsprechern, denn dank Batteriebetrieb kann man das Casio CDP-S350 überall dort betreiben, wo Steckdosen Mangelware sind.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare