Test
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31.05.2019

Praxis

Idealerweise werden die Heads per DMX gefahren. Da die beiden AKD-Heads auf das Profisegment abzielen, wird das die häufigste Bedienart sein. Sie lassen sich in verschiedenen DMX-Channel-Modi in das Universum einbinden, der THREE Z mit 18 oder 21 DMX-Kanälen, der 4 Z mit 16, 18 oder 22 Kanälen. Ebenso möglich ist die Musiksteuerung oder der Ablauf werkseitig integrierter Programme.

Beide Heads können manuell konfiguriert und editiert werden. Als winziges Manko erweisen sich insbesondere beim THREE Z die unkomfortabel zu erreichenden Bedientaster. Das Bedienfeld ist – wie erwähnt – versenkt verbaut. Die Taster lassen sich bei diesem Gerät nur schwer erreichen. Nicht so beim 4Z, die Touch-Taster sind leicht zu erreichen und reagieren unverzüglich.

Die manuelle Menüführung gehört hier nicht zu den einfachsten in der Welt der Moving-Heads. Es lassen sich nur relativ wenige Funktionen per Display abrufen. Hauptsächlich bezieht sich das auf die individuellen Voreinstellungen, mit denen die Geräte für das vorhandene Setup und die eigenen Lichtshow kompatibel gemacht werden.

Das Display selbst wiederum ist bei ADJ Focus Spot 4Z und ADJ Focus Spot THREE Z Pearl sehr gut skaliert und ablesbar. Es handelt sich um unterschiedliche Varianten, die sich jeweils durch gute Kontraste und sinnvolle Hintergrundbeleuchtung auszeichnen.

Gewünscht hätte ich mir, dass auch die Taster beleuchtet wären, damit man in üblich dunkler Arbeitsumgebung nicht nur auf dem Display sieht, was man tut, sondern auch ohne Taschenlampe erkennen kann, wo man etwas tut.

Zoom, Gobos, Prismen und Lichteffizienz

Der Zoom ist bei den beiden Modellen motorisiert und lässt sich beim 4Z zwischen 11 und 22 Grad variieren. Beim Focus Spot THREE von ADJ erreicht er einen Abstrahlwinkel zwischen 12 und 17 Grad und ist demnach ein wenig enger und fokussierter gehalten. Ihre besonderen Qualitäten spielen die beiden beim Einsatz der Gobos und Prismen aus.

Die Gobos sind drehbar und teils wechselbar. Ferner lassen sich die Prismen in ihrer Drehrichtung mitsamt den Drehintervallen penibel genau beeinflussen. Komplettiert wird diese 16 Bit Effizienz durch anwählbare Dimmerkurven, wobei hier mit Standard, Stage, TV, Architektur, Theater und Stage 2 sechs verschiedene angeboten werden.

Ein besonderes Lob erhalten der ADJ Focus Spot 4Z und der ADJ Focus Spot THREE Z Pearl für die wirklich rasanten Motoren. Die Pan- und Tilt-Bewegungen werden schnellstens und äußerst präzise ausgeführt. Die PAN- und TILT-Geschwindigkeit kann in 255 Einzelschritten gewählt werden.

Die Lichtleistung ist wie erwartet stark und durchsetzungsfähig. Die Farben sind homogen, wobei die Farbmischung über ein Farbrad erfolgt. Zur Auswahl stehen für die Lichtshow 8 Farben plus Weiß mit der entsprechenden Mischbarkeit bei homogenen Übergangen. 

Geräuschentwicklung

Die Kühlung per Lüfter funktioniert effizient und meldet sich auch schnell zu Wort. Die beiden Spots sind dann erwartungsgemäß vernehmbar. Bei geräuschsensiblen Veranstaltungen könnte die Lautstärke störend wirken. Mittelgroßen und großen Events gerade im Musikbereich in größeren Locations wird das Geräusch der Kühlung vermutlich kaum auffallen.

Die PAN- und TILT-Bewegungen hingegen sind erstaunlich leise. Die Motoren arbeiten präzise und geräuscharm, auch sind keinerlei Anschlagsgeräusche beim Erreichen der jeweiligen Stopppunkte zu hören.

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