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DAP-Audio IMIX-7.3 Test

Praxis

Ab ins Rack

Dann wollen wir den DAP-Audio IMIX-7.3 mal ins Rack stecken und ein bisschen rumspielen. Plattenspieler „dranklemmen“ und los geht’s. Wichtig ist dabei, dass wir einen der ersten beiden Channel benutzen, nur hier haben wir die notwendige Vorstufe dafür. Nicht vergessen, den Eingangs-Switch auf Phono zu stellen. Das Erden mit dem dafür vorgesehenen Kabel geht schnell von der Hand, weil die Schraube dafür eine wirkliche griffige Größe hat.
Nicht ganz so optimal ist der Umstand, dass der Power-Schalter auf der Rückseite ist. Die Welt geht davon nicht unter, aber es gibt bestimmt die ein oder andere Situation, bei der es vorteilhaft ist, wenn man das An- und Ausschalten von vorne erledigen kann. Da dieser Aspekt bei sehr vielen Mischern auffällt, wollen wir das jetzt nicht heißer kochen als es gegessen wird. Ist als Kritikpunkt aufgeführt, aber nicht von großer Relevanz für die Gesamtwertung.
Dass es an einigen Stellen etwas eng wird, haben wir ja in den Details schon herausgestellt, aber wo wir bei dem Thema Haptik sind, muss noch etwas zu den Kanal-Fadern gesagt werden. Diese sind nämlich eine Spur zu leichtgängig. Eine Prise mehr Widerstand beim Bewegen hätte hier gut getan. Was bei den beiden DAP-Audio Core Club und Core Mix etwas zu viel war, ist hier zu wenig. Manchmal macht es tatsächlich das Mittelmaß, was zufrieden stellt.
Dass wir vorne noch mal einen zusätzlichen Eingang haben, macht das Leben und vor allem die Arbeit doch manches mal leichter. In Zeiten, wo jeder DJ und Entertainer die Gäste und Zuschauer kennt, die noch mal schnell ihren Lieblingshit hören wollen, diesen aber nur auf ihrem Handy haben, ist so ein Anschluss perfekt – wenn man ein dafür passendes Kabel in der Ausrüstung parat hat.

Fotostrecke: 3 Bilder Gut verstaut im Rack – hier zwischen ein paar Tonerzeugern versteckt

Klangliche Eigenschaften

Der Sound des DAP-Audio IMIX-7.3 ist gut, störende Geräusche wie Brummen oder Rauschen sind beim Test nicht aufgefallen. Die Equalizer verrichten ihre Arbeit auf unspektakuläre Art, der Kopfhörerausgang war klar und laut ohne zu zerren. Aufpassen muss man mit der Kontrolle für die Ration zwischen PFL- und Master-Signal, bei zu grober Bedienung wird es hier schnell sehr laut, besonders wenn die Master kräftig aufgedreht sind. Wer seine Hörorgane schonen will, muss mit diesem Regler wirklich aufpassen! Der AUX-Input an der Vorderseite kann wie bereits erwähnt auf das anliegende Signal umgeschaltet werden, dadurch sind auch Mobiltelefone und MP3-Player druckvoll genug. Mikrofone müssen großzügig aufgedreht werden, damit sich die Stimme auch wirklich durchsetzt, letztendlich hat es aber immer ausgereicht. Auch hier gibt es klanglich nichts auszusetzen. Wirklich gut gelungen ist die Talkover-Option.

Talkover

Mit der eigenen Stimme automatisch die Lautstärke der Musik regeln und diese dezent bis massiv in den Hintergrund drehen, das funktioniert bei diesem Matrixmischer wirklich sehr gut und verführt fast dazu, die ganze Zeit zu quatschen. Mit zwei Drehknöpfen werden hier Feinabstimmungen gemacht. Mit „Amount“ wird die Stärke der Absenkung bestimmt und mit „Time“ die Zeit, um wieder zur am Kanal eingestellten Lautstärke zurück zu kommen. Die Funktionsweise ist im Prinzip mit der eines Studio-Kompressors im „Ducking-Modus“ vergleichbar, wobei „Amount“ für die Ratio und „Time“ der Release-Zeit entspricht. Dabei reagiert die Schaltung sehr zügig auf die Stimme und beginnt das Audiosignal leiser zu machen. In der Audiodemonstration könnt ihr euch hoffentlich einen guten Eindruck davon machen.

Audio Samples
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DAP-Audio IMIX-7.3 Vinyl Low EQ Test DAP-Audio IMIX-7.3 Vinyl Mid EQ Test DAP-Audio IMIX-7.3 Vinyl Hi EQ Test DAP-Audio IMIX-7.3 Mikrofon DAP-Audio IMIX-7.3 Talkover Test
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