Mit dem Beetronics Pollinator Hazee Delay erweitert der kalifornische Boutique-Hersteller sein Portfolio um ein Delay-Pedal, das bewusst einen anderen Weg einschlägt als klassische Echogeräte. Statt sich an Tape- oder Analog-Vorbildern zu orientieren, setzt das Pedal auf einen experimentellen Ansatz, bei dem Filter- und Tremoloeffekte mit Delay-Strukturen kombiniert werden. Das Ergebnis sind ungewöhnliche und teilweise fast synthetische Klangbilder, die vor allem Ambient-Spieler und Soundtüftler ansprechen dürften. Ob sich dieses Konzept auch im praktischen Einsatz bewährt, klärt der folgende Test.

- kreative und intuitive Bedienung
- abgefahrene Soundmöglichkeiten
- acht verschiedene Algorithmen inkl. Reverse- und oktavierte Effekte
- sehr gute Verarbeitung
- keine Speichermöglichkeiten
- kein Tap-Tempo
- kein MIDI
Konzept und Aufbau des Pollinator Hazee Delays
Unser Delay-Spezialist arbeitet vollständig digital und bietet insgesamt acht Effektmodi, die über einen mittig platzierten Drehstufenschalter angewählt werden. Eine MIDI-Anbindung fehlt allerdings, was insbesondere im Live-Betrieb das Arbeiten mit unterschiedlichen Einstellungen erschwert. Optisch präsentiert sich das Pollinator Hazee Delay im typischen Stil von Beetronics FX. Ein aufwendig gestaltetes Boutique-Gehäuse mit markanten Grafiken in einer soliden Metallkonstruktion. Die Bedienoberfläche ist intuitiv: Vier Potis sowie ein mittig platzierter Drehschalter mit acht Positionen übernehmen die komplette Organisation des Pedals.
Die Bedienelemente des Hazee Delays und ihre Funktionen
Time – bestimmt die Verzögerungszeit
FDBK (Feedback) – regelt die Anzahl der Wiederholungen
Mix – steuert das Verhältnis zwischen Direktsignal und Effektanteil
Mod – beeinflusst Intensität und Charakter der Modulation
Mode (Drehschalter) – wählt einen der acht Effektalgorithmen
Die einzelnen Modi kombinieren unterschiedliche Modulations- und Tremoloeffekte mit einem nachgeschalteten Delayeffekt. Neben klassischen Delay-Varianten stehen auch Reverse-Effekte sowie Einstellungen mit oktavierten Wiederholungen zur Verfügung.
Die Modulations- und Tremolo-Effekte wirken ausschließlich auf das verzögerte Signal, während das Direktsignal unangetastet bleibt. Dadurch heben sich die Wiederholungen klanglich deutlich vom Original ab und erzeugen lebendige, teilweise stark verfremdete Delay-Strukturen.
Die Anschlusssektion fällt minimalistisch aus und beschränkt sich auf einen Mono-Eingang sowie einen Mono-Ausgang. Die Stromversorgung erfolgt über ein 9-Volt-Netzteil.



