Mit dem JHS Coyote Octave Fuzz stellt das Team um Josh Heath Scott ein neues analoges Fuzz-Pedal vor, dessen Schaltung sich auf das seltene und eigenständige Moonrock Fuzz bezieht – eine Hommage an dessen verstorbenen Entwickler. Der zentrale Regler der Schaltung soll stufenlos zwischen drei Effekttypen überblenden: Swell, Fuzz und Oktaveffekt. Ergänzend zeichnet sich das Pedal durch eine ausgesprochen dynamische Ansprache aus – keinesfalls selbstverständlich für diesen Effekttyp. Fuzz-Liebhaber sollten daher aufhorchen.

Was unterscheidet das Moonrock Fuzz von anderen Octave-Fuzz-Pedalen?
Laut JHS basieren nahezu alle Octave-Fuzz-Pedale auf einer kleinen Auswahl bekannter Schaltungen, namentlich Octavia, Super Fuzz und Tone Machine. Auf den JHS Coyote soll genau das jedoch nicht zutreffen. Vielmehr bezieht sich dessen Schaltung auf den raren Moonrock Fuzz von G. S. Wyllie aus North Carolina, der 2014 verstarb.
Sein einzigartiges Fuzz nutzte einen Übertrager in unkonventioneller Weise, was sich in einem eigenständigen Klang äußern soll. Dieser Übertrager wird dabei offenbar nicht primär für die Erzeugung des Oktavsignals genutzt, sondern für die Klangformung selbst. Laut JHS ist der Moonrock Fuzz auf Aufnahmen von Bruce Springsteen, Stevie Wonder, David Byrne und Paul Simon zu hören.
Die Klangfarben des JHS Coyote im Detail
Neben einem Regler für den Ausgangspegel bietet der JHS Coyote einen zweiten Regler, der zwischen den Effekttypen Swell, Fuzz und Oktav-Up-Fuzz überblendet, die jeweils unterschiedlich ausgeprägt sind.
Swell liefert laut JHS Klänge, die mit der Einschwingphase des Signals arbeiten und an Rückwärtseffekte einer Bandmaschine erinnern. Bei höheren Einstellungen entsteht ein deutliches „Aufblühen“ des Tons in Abhängigkeit von der Spieldynamik.

Im Fuzz-Bereich erinnert der Klang laut Scott am ehesten an einen Tone Bender mit kräftigem Bass- und Mittenanteil. Im dritten Bereich wird der Schaltung eine Aufwärtsoktave hinzugefügt, wobei geradzahlige Obertöne betont werden. Hier soll der JHS Coyote klanglich typische Hendrix-Sounds liefern können. Das ist wenig überraschend, denn G. S. Wyllie traf Jimi Hendrix mehrfach und schätzte dessen Ton sehr. Im Unterschied zu vielen Mitbewerbern soll das Pedal zudem außergewöhnlich gut mit dem Volume-Regler der Gitarre interagieren und so eine dynamische Spielweise ermöglichen.
Laut Josh Heath Scott liefert das Coyote seine besten Ergebnisse in Kombination mit einem nachgeschalteten Overdrive oder einem bereits angezerrten Verstärker.
Preis und Verfügbarkeit des JHS Coyote Octave Fuzz
Der JHS Coyote Octave Fuzz ist ein eigenständiger Spezialist, der sich mit seinem vielseitigen und dynamischen Klangbild vor allem an Liebhaber von Vintage-Sounds richtet – von Hendrix bis Jack White. Das Pedal ist ab sofort zu einem Preis von 169 Euro beim Musikhaus Thomann bestellbar. Die Lieferzeit liegt bei zehn bis 13 Wochen. Ein Netzteil muss optional eingeplant werden.
Weitere Informationen unter: https://jhspedals.info/collections/all-products/products/coyote
