Hersteller_Warm_Audio
Test
2
11.01.2017

Fazit
(5 / 5)

Warm Audio bietet mit dem WA-412 einen vierkanaligen Clone des geschichtsträchtigen API 312 Preamps, dem es eindeutig gelingt, den rockigen Vibe der alten Konsolen aus den 70er Jahren wiederaufleben zu lassen. Dank Tone-Switch und vor allem dank Output-Trim ist die Box jedoch weit flexibler als das Original. Davon, dass ein ultra-transparenter Klang nicht zu den offensichtlichen Stärken eines API-Nachbaus gehört, darf man zwar ausgehen, der WA-412 kann bei entsprechenden Einstellungen aber durchaus saubere Ergebnisse liefern. Besonders spannend wird es dagegen, wenn man das Rad in die andere Richtung dreht und beginnt, den Übertrager in die Sättigung zu fahren. Hier lassen sich schon während des Recordings sehr grundsätzliche Weichen stellen, die eine folgende Mischung wesentlich einfacher gestalten können. Bei einem Straßenpreis von unter 400 € pro Kanal kann ich nicht anders, als volle fünf Sterne zu vergeben, auch wenn mir das Teil rein optisch wirklich nicht besonders gut gefällt.

  • Pro
  • Klangeigenschaften
  • Output-Trim und Tone-Switch sorgen für Flexibilität
  • austauschbarer Op-Amp
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Contra
  • keins
  • FEATURES UND SPEZIFIKATIONEN:
  • Mikrofonvorverstärker mit vier Kanälen (Mic und DI)
  • Basierend auf der originalen Schaltung des API 312
  • Vollständig diskrete und übertragersymmetrierte Schaltung
  • Ein- und Ausgangsübertrager von Altran
  • 48 V Phantomspeisung und 20 dB Pad pro Kanal schaltbar
  • Gain: 65 dB bei aktiviertem Tone-Switch (59 dB wenn deaktiviert)
  • Tone-Switch verringert Eingangsimpedanz des Mic-Ins von 600 Ohm auf 150 Ohm
  • Output-Trim zur Steuerung von Sättigungseffekten
  • Eingänge: XLR (Mic-Input) und Klinke (DI)
  • Ausgänge: wahlweise XLR oder Klinke
  • LED-Meter
  • Bauform: Gehäuse im 19“-Rackformat (1HE)
  • Internes schaltbares Netzteil
  • Preis: 1710,03 € (UVP)
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