Test
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12.02.2016

Praxis

Lichtqualität/Eigenschaften

Aus den 36 Löchern des Stairville MH-100 strahlt ein 8 Grad enger Beam in der jeweiligen Farbe der dahinter liegenden LED. Damit lassen sich schöne Effekte zaubern. Aufgrund der Einzelfarb-LEDs bedeutet ein Farbverlauf aber einen Wechsel der Lichtquelle im Head. Solltet ihr also ein Cyan mischen wollen, dann seht ihr am Head die grünen und blauen LEDs und mit etwas Abstand entsteht dann das gewünschte Cyan.

Das Oberflächendesign bietet den Vorteil, dass die LEDs nicht in jedem Betrachtungswinkel direkt sichtbar sind, demnach auch nicht blenden, bevor ihr nicht direkt hinein schaut. Dadurch lässt sich das Gerät im Vergleich zu vielen anderen LED-Beamlights als Lichtquelle einsetzen, die nicht permanent blenden muss, es aber durchaus könnte.

Ab einem Abstand von zehn Metern sind nur noch schmale Ränder, aber keine Doppelschatten mehr zu sehen. Bei Flächen wie Vorhängen oder anderer Deko zeigt sich das Abbild des MH-100 Beam 36x3W LED von einer unvorteilhaften Seite, dies wird mit zunehmendem Abstand aber besser.

Was der MH-100 Beam bei der Pan-Bewegung mit 630 Grad an Pluspunkten gewinnt, muss ich ihm für den Tilt-Bereich wieder abziehen, denn mit 220 Grad kommt der Head nicht so weit herunter, wie es nötig wäre. Gerade im stehenden Betrieb fehlt ihm so ein wichtiges Gestaltungsmittel.

Stand-alone-Modus

Der Auto-Modus arbeitet mit unkontrollierten Bewegungen, Intensitäten, Stroboskop und Farbwechseln. Des Im Sound-Modus folgt das Gerät bestimmten Frequenzen der Musik, die es via integriertem Mikrofon empfängt. In beiden Modi lässt sich der MH-100 als Slave deklarieren; mehr Flexibilität bietet erst der DMX-Modus.

Die DMX-Steuerung bietet zwei Modi.

9-Kanal-Modus

Im kleinen Modus greift ihr mit acht Bit auf die Kopfbewegung zu. In einem weiteren Kanal bietet sich zwar die Möglichkeit, die Bewegungsgeschwindigkeit zu regeln, es bleibt aber dennoch bei der groben Auflösung. Für durchgehend schnelle Fahrten ist dieser Modus dennoch geeignet. Weiter geht es mit der Intensität für die LED-Farbgruppen und jeweils einen Farbkanal. Mit dem Stroboskop-Kanal lässt sich ansteigend die Frequenz steuern.

14-Kanal-Modus

Hier steuert ihr alle Funktionen des Beamlights. Besonders wichtig: 16 Bit für Pan und Tilt. Zusatzfunktionen sind das Abrufen voreingestellter Farbtemperaturen zwischen 3.200 K und 10.000 K und der Zugriff auf 28 vorprogrammierte Mischfarben. Zudem könnt ihr per DMX auf den Sound-Modus umstellen oder ein Reset der Lampe bewirken. Ansonsten bietet der Modus alles, was der 9-Kanal-Modus auch bereit hält

Anwendungsbereiche

Das MH-100 Moving Light eignet sich als Effektgerät in kleineren Räumen, in denen der Beam nicht wesentlich stärkeren Lampensystemen trotzen muss. Denn vergessen wir nicht: Der Output des MH-100 Beam 36x3W LED ist begrenzt, schließlich steht die 3 für die Wattzahl der einzelnen LEDs. Ebenso vorstellbar sind Konzerte, insbesondere im Tour-Betrieb mit entsprechendem Flightcase: Leichter und kleiner kann so ein Beamlight in dieser Preisklasse wohl nicht sein. Wegen der minimalistischen Ausstattung im Stand-alone-Betrieb könnt ihr das Beamlight nur im Notfall ohne DMX-Controller nutzen.

Grundsätzlich arbeitet das Gerät sehr leise, nur bei hastigen Bewegungen treten lautere Geräusche auf. Als störend empfand ich aber lediglich einen hochfrequenten Ton, der erstens selten auftrat und zweitens keiner bestimmten Aktion zuzuordnen war. Möglicherweise ein Fehler des Testkandidaten.

Über die IP-Schutzklasse verrät weder das Testgerät noch die Bedienungsanleitung etwas. Bei näherer Betrachtung der Lage und Größe der Lüftungsschlitze sollte aber jedem klar sein, dass das Gerät ausschließlich für den Innenraum konzipiert ist und als eher wenig staubabweisend einzustufen ist. 

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