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Test
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25.11.2013

Shure SRH940 Test

Studio-Kopfhörer

Eine echte Referenz ?!

Den Namen Shure verbindet man im Allgemeinen vor allem mit einer Reihe an Mikrofonklassikern. Ob Shure in Sachen „Audio Output“ genauso punkten kann wie in Sachen „Audio Input“, haben wir für euch getestet!

Als großer Bruder des von uns ebenfalls im Rahmen des Studio-Kopfhörer Testmarathons getesteten SRH-840 bildet der SRH-940 das Topmodell in der Kategorie Recording bei Shure. Auf den ersten Blick scheinen die optischen Unterschiede bis auf die Farbe eher gering, jedoch handelt es sich auch hier um einen komplett eigenständigen Kopfhörer, was sich in verschiedenen inneren und äußeren Detailunterschieden und im Preis manifestiert. Auf zum Prüfstand!

Details

Bauweise:

Der Shure SRH-940 ist wie auch der etwas günstigere Shure SRH-840 ein geschlossener, dynamischer Kopfhörer mit Ohr-umschließenden Polstern. Mit 322 g Eigengewicht (ohne Kabel) ist er etwas leichter als der SRH-840, was auch an dem etwas „luftigeren Design“ liegt. Beide sind gleichermaßen robust, die schwarze Optik des 840 gefällt mir dennoch besser als der „Chrom-Plaste-Look“ des 940. Aber Optik ist ja nicht alles – oder?

Beide Modelle teilen sich ferner einen Faltmechanismus, mit dem die Größe für den Transport optimiert werden kann, wobei der SRH-940 auf innen geführte, von außen also nicht sichtbare Kabel, setzt. Weiterer Unterschied: Die Ohrmuscheln lassen sich hier noch weiter nach außen drehen, was in der Praxis aber sicherlich keine praktische Relevanz haben dürfen.

Aufgrund seiner geschlossenen Bauweise gibt der SRH-940 weitaus weniger Geräusche an die Außenwelt ab, als dies ein Model in offener Bauweise tut. Natürlich gilt das auch für die andere Richtung, so dass äußere Einflüsse weitaus mehr gedämpft werden. Dies ist vor allem in Aufnahmesituationen wichtig, damit das Mikrofon das Kopfhörersignal nicht zusätzlich mit aufnimmt. Im Vergleich zum Shure SRH 840 ließen sich diesbezüglich auch keine Unterschiede feststellen.

Verarbeitung

Im äußeren Erscheinungsbild werden Unterschiede zum SRH-840 nur bei genauer Betrachtung deutlich, vom silbernen Farbunterschied einmal abgesehen. Das Design wirkt also etwas weniger klobig und durchaus durchdachter. Die Ohrmuscheln sind mit Velours statt Kunstleder gepolstert, welche in beiden Fällen aber gleich großzügig bemessen und einfach austauschbar sind.

 

Auch der Bügel verfügt über eine großzügige Polsterung. Der Faltmechanismus wird durch optisch betonte Scharniere gewährleistet, welche einen soliden Eindruck vermitteln. Wie schon beim SRH-840 auch wird die Größenverstellung über zwei einrastende Kunststoffschienen realisiert, was zweckdienlich ist.

Auch eine Lösung zum Austausch der Kabel ist vorgesehen. Der Anschluss hierfür befindet sich hierbei unterhalb der linken Ohrmuschel. So kann nach persönlicher Vorliebe ein glattes oder aber ein Spiralkabel angeschlossen werden. Beide sind Bestandteil des Lieferumfangs.

Mitgelieferte Kabel und Co

Der Lieferumfang des SRH-940 kann sich sehen lassen. Neben den Anschlusskabeln gibt es auch eine weiteres Paar „Ersatzpolster“ aus schwarzem Velours sowie einen sehr hochwertigen, robusten Transportkoffer, welcher durch die eingebrachten Versteifungen auch durchaus als „Hardshell“ durchgeht. Das „glatte“ Kabel ist 2,5 m lang, das Spiralkabel hat eine Länge von 3 m. Der obligatorische Adapter von 3,5 mm auf 6,3 mm Klinke in vergoldeter Ausführung darf natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Technik und Kennzahlen

Auch beim SRH-940 ist das Datenblatt nicht besonders aussagekräftig. Auffällig ist hier nur der weit nach oben reihende Frequenzbereich von 5 Hz bis 30 kHz. Auch wenn es sich hierbei um relative Werte handelt, weil wieder einmal kein Abfall an den Eckfrequenzen angegeben wurde, lässt sich „Hersteller-intern“, also im Vergleich zum SRH-840, darauf schließen, dass ein anderer Treiber verbaut bzw. anders abgestimmt wurde. Der Eingangswiderstand wurde mit 42 Ohm angegeben, und auch die Empfindlichkeit weicht mit 100dB SPL/mW marginal vom SRH-840 ab, was praktisch aber keine Relevanz hat. Die Nennbelastung ist identisch und beträgt 1000 mW.

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