Test
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28.01.2020

Praxis

Sprache

Um die Eigenschaften des Shure Centraverse in seinem angedachten Hauptmetier beurteilen zu können, haben der Kollege Nick Mavridis und ich eine kleine Gesprächssituation an einem Holztisch simuliert. Hier macht das Mikrofon eine gute Figur und überträgt unsere Stimmen klar und mit der Shure-typischen Griffigkeit in den Mitten. Im Vergleich mit einem Sennheiser MEB 114 W, welches ähnlich konstruiert und für den selben Einsatzbereich ausgelegt ist, zeigen sich sehr ähnliche Klangeigenschaften. Das Shure ist etwas direkter in den Mitten, beim Sennheiser fallen die präsenteren Höhen auf. Außerdem rauscht das Shure geringfügig mehr. Zum Spaß haben wir auch ein Schoeps BLM 03 C aufgenommen, hier zeigen sich dann klare Unterschiede, denn mit der Rauschfreiheit und Klarheit des Schoeps kann keiner der anderen Kandidaten mithalten. Sehr positiv ist im Test die geringe Rückkopplungsneigung sowie die Unempfindlichkeit gegenüber sendenden Handys und Tablets aufgefallen. 

An der Gitarre

Obwohl die „Maus“ nicht explizit für die Aufnahme von Instrumenten ausgewiesen wird, haben wir es uns nicht nehmen lassen, auch eine Gitarrenspur zu erstellen. Als Instrument kommt eine von Michael Krummheuer gespielte Baton-Rouge-Dreadnought zum Einsatz. Es zeigt sich, dass es dem Shure an der für die Aufgabe erforderlichen Lebendigkeit und Plastizität fehlt, hier klingt das Sennheiser MEB 114 W ausgewogener. Ein Kleinmembranmikro, das Oktava MK012 mit Nierenkapsel, deklassiert beide mit mehr Details und einem wesentlich dreidimensionaleren Sound. Natürlich ist der Vergleich nicht ganz fair, die Befunde fließen daher auch nicht in die Wertung ein und dienen nur der Befriedigung der Neugier des Testers. 

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