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Test
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22.07.2014

Randall Iso 12C Test

Isolation Box

Randale im Karton

Die Randall Iso 12C Box im bonedo-Test - Der Hersteller Randall ist bekannt dafür, dass seine Amps nicht auf Kindergeburtstagen, sondern eher im schweren Metallgewerbe im Einsatz sind. Kirk Hammett, Scott Ian oder George Lynch stehen als "featured artists" ganz oben auf der Liste der Randall-User. Bei der Abnahme des Gitarrensounds kommt bei solchen Künstlern auch auf der Bühne des Öfteren ein Iso Cab zum Einsatz. Und das ist auch notwendig, denn bei einem Metal-Gewitter von zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug ist die Gefahr von Übersprechungen extrem groß, und damit der Tontechniker ein sauberes Gitarrensignal erhält, wird eben eine Isolationbox zusätzlich an den Amp angeschlossen. Bei Metallica sind das in Cases eingebaute 4x12 Boxen, die hinter der Bühne stehen.

Aber natürlich geht es auch eine Nummer kleiner, denn von Randall gibt es ein auf die Amps abgestimmtes Iso Cab mit einem 12er Lautsprecher. Es hat zwar immer noch Kühlschrankabmessungen, ist aber im Vergleich zu den 4x12 Särgen auf jeden Fall in einem etwas schmerzfreieren Bereich, besonders, was den Transport anbetrifft. Aber wie sieht es mit den klanglichen Eigenschaften aus?

Details

Gehäuse/Optik

Im Vergleich zur Jet City Box ist die Randall mit den Maßen 460 x 810 x 460 mm (B x H x T) doch um eine Stufe größer, sie macht schon fast einem Leslie Cabinet Konkurrenz. Auch 26 Kilo sind nicht unbedingt ein Pappenstiel, aber mit den beiden Flightcasegriffen an der Seite kann man die Iso 12 Box notfalls auch alleine an ihren Platz tragen. Das Gehäuse ist aus 18 mm starkem Multiplex, das mit einer kompletten schwarzen Beflockung innen wie außen überzogen ist. Das Iso Cab ist so konzipiert, dass der Lautsprecher nach oben strahlt und man das obere Drittel des Gehäuses aufklappen kann und damit optimalen Zugang zum Innenraum mit dem 12" Vintage 30 Celestion Speaker erhält.

Geschlossen wird der Deckel sicher mit einem Butterfly-Verschluss. Zur Dämmung der Reflexionen im Innenraum hat man einfachen grauen Noppenschaum (30 mm) benutzt, und neben dem Speaker findet sich ein 80 mm Bass-Reflexrohr, damit auch der untere Frequenzbereich druckvoll in den Innenraum geblasen wird. Eine einfache Mikrofonhalterung ist an der Seite der Innenwand festgeschraubt und bietet gegenüber einem Schwanenhals den Vorteil, dass die Position des Mikrofons auch beim Transport relativ stabil bleibt. Andererseits schränkt die Konstruktion die Flexibilität bei der Positionierung des Mics ein. Das vor allem, weil die Halterung meines Erachtens viel zu tief angebracht ist: Ein SM-57 berührt schon fast die Membran. Das muss nicht unbedingt ein Drama sein, denn man kann die Initiative ergreifen und die Halterung abschrauben und etwas höher positionieren. Ich habe für die Aufnahmen eine zusätzliche Klemme benutzt, damit das Mikrofon nicht zu nah am Speaker ist.

Anschlüsse

Die Anschlüsse, einmal für das Mikrofon (XLR) und die Klinkenbuchse für den Amp, sind an der Seite angebracht. Der Lautsprecher verträgt 30 Watt an 8Ω, man sollte hier also vorsichtig mit der Leistung des Röhrenamps umgehen. Wer einen 100-Watt-Verstärker ohne Master-Volume sein eigen nennt, der sollte bei höheren Lautstärken den Einsatz eines Power Soaks in Erwägung ziehen, damit der Lautsprecher nicht zerstört wird.

Schalldämmung

Übersprechungsprobleme in die Box wird man wenig haben, ein lauter Drummer wird vom Iso Cab zwar gut abgefedert, sodass kein Drumsignal in das Gitarrenmikrofon gelangt, trotzdem sollte man das Cabinet nicht unbedingt direkt neben die Bassdrum stellen ... Was die andere Richtung des Schalls betrifft, ist das Randall Cabinet nicht so leise wie die Mitbewerber. Stellt man den Amp so ein, dass bei offenem Deckel 100 dB Schalldruck erzeugt wird, dann ist die Reduktion bei geschlossenem Iso Cab gerade einmal 10 dB, wir sind dann bei 90 dB im Abstand von ca. einem Meter. Wer in der Mietwohnung seine amtlichen Metal Tracks aufnehmen will, der muss den Amp etwas weiter zurückdrehen. Andererseits verträgt der Speaker ja auch nur eine begrenzte Ampleistung.

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