Software
Test
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05.04.2018

Praxis

Einfacher Aufbau

Das Setup lässt sich ohne Umschweife sofort in Betrieb nehmen – vier genügend lange XLR-Kabel vorausgesetzt. Raum für Missverständnisse gibt es wirklich nicht, und die Verkabelung könnte einfacher nicht sein: Zwei XLR-Kabel (Stereo) gehen in den Sub und von da aus geht es weiter in die Satelliten. Zum Test baue ich sie im Stereodreieck mit der Kantenlänge von einem Meter auf. Integriertes Bass-Management gibt es nicht, der High-Cut des Subs ist fix und muss mit dem maximalen Roll-Off der Monitore ergänzt werden. Ebenfalls nicht an Bord: Phase-Switch, variable Trennfrequenz oder Bypass. Das ist aber alles nicht so schlimm, findet man die besten Klangergebnisse ohnehin über die optimale Positionierung der einzelnen Elemente. Weitere Aufstelltipps findet man auch im äußerst detaillierten Handbuch für alle PSI-Produkte.

Perfektes System


Der Ausstattungs-Minimalismus in Kombination mit dem gehobenen Preisniveau mag auf den ersten Blick stutzig machen, hat aber durchaus seine Vorteile. Die Anpassung des Subs an die Satelliten ist nämlich äußerst gut gelungen, und somit überzeugt mich die Systemlösung in ihrer äußerst gelungenen Homogenität. Das System klingt als Einheit und überhaupt nicht nach „Lautsprecher mit Subwoofer“. Insofern kam bei mir nach anfänglicher Skepsis auch überhaupt nicht der Wunsch auf, etwas anpassen zu wollen. Von daher: sehr gut.

Kein Allround- Subwoofer


Aufgrund der beschränkten Einstellmöglichkeiten ist der PSI Audio Sub allerdings nicht unbedingt ideal im Verbund mit anderen Lautsprechern. Hier benötigt man dann externes Bassmanagement bzw. einen etwas umfangreicheren Monitor-Controller. Das kann man aber PSI nicht ankreiden, das ist Konzept-Sache. Sicherlich, ein Bypass wäre wünschenswert gewesen – immerhin kann man den Sub aber ausschalten und das Signal für die Satelliten wird weiterhin durchgereicht.


Solo-Klangbeschreibungen A14

Ohne Subwoofer macht sich die kleine Gehäusegröße natürlich bemerkbar, denn allein gehen die A14 nicht besonders tief. Kleine Gehäusegrößen bedeuten eben immer ein Kompromiss aus Tiefbass oder Präzision. Im vorliegenden Fall hat PSI Audio aber eine gute Balance gefunden und den Bassport nicht zu tief abgestimmt, was zwar eine tiefe, aber durchaus schwammige und unpräzise Wiedergabe zur Folge haben kann. Punkten können die A14 ferner mit ihrer Schnelligkeit, welche vor allem im Bassbereich für ordentlich Punch sorgt.

Oberhalb überzeugen die PSIs mit einer äußerst ehrlicher Linearität, die weitestgehend analytisch ist, aber im oberen Mittenbereich/unteren Höhen etwas anstrengend. Das fällt bei Stimmen auf, die bei höheren Pegeln etwas aggressiv klingen können. Ansonsten haben die Monitore aber keine Probleme mit höheren Pegeln, spielen wirklich überraschend laut und bleiben lange verzerrungsfrei. Das gilt auch für das Stereobild, welches sich weit auffaltet, sich im Sweetspot kaum verändert und auch sehr gute Betrachtungen in die Tiefe zulässt. 

SUB A-125

Klar: Auch ohne die Monitore klingt der Subwoofer wirklich trocken und knackig, kann bei heftigen Subbässen aber schon ein wenig ins Röhren geraten. Wer also konstant hohe Pegel fährt, sollte noch etwas mehr überdimensionieren. Ansonsten gibt es wirklich nichts zu bemängeln, außer dass ein paar fettere Füße wünschenswert gewesen wären.

Gemessen am Preis, auch aufgrund des aktuell schlechten Wechselkurses, können mich die A14 mit ihrem, zugegebenermaßen konzeptbedingten, dünnen Tiefbass und der einhergehenden Pegelfestigkeit nicht zu 100% überzeugen. Betrachtet man allerdings das – ebenfalls nicht günstige – System mit dem Subwoofer als Ganzes, so muss man schon von einer äußert guten Gesamtlösung sprechen, die mich klanglich voll überzeugen kann und Diskussionen über den Preis damit relativiert.

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