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Test
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20.05.2008

Moog Little Phatty – Volles Pfund Test

Diätprodukt oder voller Phatt-Gehalt?

Ruben Scheffler führte sich den echt-analogen Monosynth ausführlich zu Gemüte!

Die US Firma Moog, benannt nach ihrem 2005 verstorbenen Gründer Robert "Bob" Moog, ist ein maßgeblicher Pionier der Synthesizertechnologie. Robert Moog entdeckte die Möglichkeiten, die sich bei der Verwendung von spannungsgesteuerten Oszillatoren als Klangquellen für Musikinstrumente ergaben. Mit dem ADSR Hüllkurvengenerator entwickelte er einen essentiellen, heute nicht mehr weg zu denkenden Bestandteil subtraktiver Synthesizer. Mit dem Bau monströser, komplexer Modularsysteme Mitte der 60er Jahre und ab 1971 mit dem weltberühmten Minimoog Model D, ging der Name Moog in die Geschichte ein. Little Phatty ist das letzte Produkt, an dem Bob Moog noch persönlich mitentwickelte.

 

 

Für die einen nur eine Light-Version des aktuellen Moog Flaggschiffs "Voyager" – für die anderen ein portables Kraftpaket ohne überflüssigen Schnickschnack.

Ich habe mir das kleine Dickerchen in der Ausführung "Stage Edition" einmal genauer angesehen.

Der 1. Eindruck zählt. Das erste, was einem ins Auge fällt ist: nicht gerade viel!
Aber das, was man sieht und anfasst, gefällt! Das schlichte Design mit großen Knöpfen, übersichtlicher Anordnung der Bedienelemente und einem mit dem Namen des Meisters versehenen "Spoiler" aus gebürstetem Aluminium zur Publikumsseite. Die Attribute "kompakt" und "schick" treffen es wohl ganz gut.

Nun zum Hörtest: die 100% analoge, monophone Klangerzeugung liefert vom ersten Moment an den charakteristischen warmen und kraftvollen Sound, für den der Name Moog steht. Die Presets sind alle brauchbar, und kleine Parameteränderungen liefern sofort neue interessante Ergebnisse. Etwa durch Veränderung des kräftig zupackenden Filters, Veränderung der LFO Modulation oder hinzufügen der "Overload“ Übersteuerung, einer  Sättigung die bis zur Verzerrung gehen kann. Der Littly Phatty ist ein Instrument für Musiker, denen es weniger um grenzenlose Soundflexibilität, als um die typischen Moog-Sounds geht: Charismatische, durchsetzungsfähige Bässe, Leadsounds, Sequenzen oder typische Geräuschklänge sind die Stärken des Little Phatty. Auch für die Bühne ist der Synth durch seine insgesamt einfache Bedienbarkeit und kompakte Größe bestens geeignet.

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