Hersteller_Millennia
Test
2
21.04.2017

Fazit
(4.5 / 5)

Wenn man als Direktive für einen Channelstrip ausgibt, als vielseitiges, klares, die Quelle in den Vordergrund stellendes und diese allenfalls sanft umschmeichelndes Recording-Frontend zu fungieren, dann hat Millennia mit dem STT-1 alles richtig gemacht. Man hört hier stets mehr das Eingangssignal als den Prozessor, aber, wenn man es drauf anlegt, bekommt man stets auch eine bessere Version. Die Ausstattung ist königlich, lediglich ein Trittschallfilter vermisse ich zum vollkommenen Glück, und die technische Umsetzung präsentiert sich als über jeden Zweifel erhaben. Ganz klar, dies ist ein extrem hochwertiges, intelligent konzipiertes Stück Tonstudiotechnik und als solches hat es seinen Preis, der es allerdings aus der Reichweite vieler Aspiranten herauskatapultiert. Dennoch ist der Preis mehr als fair und legt man ihn auf viele Jahre oder gar Jahrzehnte zuverlässiger und toll klingender Resultate um, dann wirkt er gar nicht mehr so furchterregend. Ich war eigentlich geneigt, dem Gerät die vollen fünf Sterne zu geben, aber angesichts der wenigen (!) Kritikpunkte wie etwa dem fehlenden Hochpassfilter schrammt der Channel daran haarscharf vorbei. Klar, der Kaufpreis bleibt eine Stange Geld, aber wer sie für den STT-1 in die Hand nimmt, wirddiese Entscheidung sicher keine Sekunde bereuen.

  • PRO
  • Klangeigenschaften
  • Vielseitigkeit
  • variabler Signalfluss
  • vier Funktionsgruppen
  • extrem hochwertige Hardware
  • viele tolle Detail-Lösungen
  • Fertigungsqualität
  • CONTRA
  • kein Trittschallfilter
  • Technische Spezifikationen
  • einkanaliger Channelstrip
  • Preamp, EQ, Kompressor und De-Esser
  • Signalweg umschaltbar zwischen Röhren- und Transistorverstärkung
  • Betrieb mit oder ohne Audio-Übertrager
  • hintergrundbeleuchtetes VU-Meter
  • Instrumenteneingang
  • vollparametrischer EQ
  • Opto-Kompressor
  • UVP: 4.516,05 Euro
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