Test
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28.08.2018

Praxis

Handling

Die XLR-Buchsen beider Geräte verfügen über Rückhaltesicherungen, so dass ein versehentliches Herausrutschen der Stecker nicht möglich ist. Das Handling der Mackie MDB-2P ist dank mittig angebrachter Klinkenbuchsen und gut einrastender Kippschalter sehr komfortabel. Bei der Mackie MDB-USB könnte man dagegen befürchten, dass komplizierte Treiber-Installationen einer einfachen Bedienung im Weg stehen könnten. Das ist jedoch nicht der Fall. Weil die DI-Box mit generischen Treibern zusammenarbeitet, die das Betriebssystem (im Test Windows 10) mitbringt, gelingt der Einsatz am Laptop per USB-Anschluss mühe- und reibungslos.

Die LED, die den aktivierten Mono-Schalter anzeigt ist ein nettes Extra. Aus nächster Nähe ist aber auch durch den verbauten Kippschalter eindeutig zu sehen, ob gerade ein Monosignal erzwungen wird oder nicht. Apropos LED: Dass die Power-LED auf die erfolgreiche USB-Verbindung hinweist ist besonders dann wichtig, wenn mal trotz gestecktem USB-Kabel kein Signal am anderen Ende oder am Monitor-Ausgang der DI-Box zu hören sein sollte. In diesem Fall muss die Fehlersuche beim Laptop weitergehen.

Klangqualität

Mackie wirbt damit, dass die Geräte ihrer MDB-Reihe eine rauscharme und transparente Signalaufbereitung ohne negative klangliche Einflüsse ermöglichen. Das wollen wir uns natürlich anhören und stellen euch entsprechend Audiotracks zur Verfügung, sodass ihr euch selbst ein Bild machen könnt.

Beginnen wir mit dem Test der Mackie MDB-2P. Zunächst teste ich die DI-Box mit nur einem Kanal an einer akustischen Gitarre. Als nächstes kommt die MDB-2P mit aktiviertem Pad-Schalter an einer aktiven E-Gitarre zum Einsatz. Zu guter Letzt soll das Stereosignal eines Mediaplayers verwendet werden. Dazu schließe ich den Kopfhörer- Anschluss eines Android-Smartphones an und spiele auf ihm ein Demo-Stück ab, dessen Originalversion ihr zum besseren Vergleich auch unter den Audiobeispielen findet. Die MDB-2P meistert alle Hörtests bravourös. Rauschen tritt zu keiner Zeit auf, die Signalufbereitung ist transparent und kommt ohne negative Klangfärbungen aus.

Für den Test des MDB-USB verbinde ich seinen USB-Anschluss mit einem Laptop. Windows 10 sei Dank muss kein Treiber installiert werden. Die USB-DI-Box ist sofort einsatzbereit. Doch Halt! Was ist das? Wider Erwarten handelt es sich beim Drehregler auf der Vorderseite des schwarzen Kästchens nicht um einen Lautstärkejustierung für den Kopfhörerausgang. Vielmehr kann ich mit diesem Regler die Lautstärke des Eingangssignals einrichten. Im Handumdrehen lässt sich so in der Kette Software-Player > DI-Box > Mischpult-Preamp ein brauchbarer Arbeitspegel einrichten. Die Rasterung des Potis ermöglicht übrigens eine Anpassung in 40 Schritten. Das ist in der Praxis mehr als ausreichend.

Zum Abschluss teste ich noch das Mono-Feature der MDB-USB. Wie zu erwarten klingt auch hier das Ergebnis top. Die DA-Wandlung des eingebauten Interfaces kann sich in beiden Fällen hören lassen. Und mit Blick auf die Monosumme ist erfreulich, dass der Pegel des addierten Monosignals von der DI-Box heruntergeregelt wird, so dass keine Lautstärke-Addition der beiden Stereokanäle stattfindet. Andernfalls wäre beim Aktivieren der Mono-Funktion das vorangehende Einpegeln umsonst gewesen. Auch die MDB-USB überzeugt mit ihrem rauschfreien, detailreichen Signal.

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