Bass Hersteller_HarleyBenton
Test
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04.12.2017

Harley Benton Custom Line Bass DI-Expander Test

DI-Box-/Preamp-Pedal für Bass

Nützliches Bass-Helferlein!

Kompakte DI-Box/Preamp-Pedale sind äußerst nützliche Helfer für den Arbeitsalltag von Tieftönern. Im Studio kann der Basssound mit diesen Helferlein bereits vorgeformt zum Recording-Equipment geschickt werden und auf der Bühne bietet das Pedal eine weitere Soundoption vor dem Amp - oder ersetzt in manchen Fällen sogar die komplette Bass-Backline! Kein Wunder also, dass immer mehr Hersteller speziell für den Bass entwickelte DI/Preamp-Lösungen in ihr Programm aufnehmen. Ein brandneues Angebot kommt vom Thomann-eigenen Budget-Label Harley Benton: Der Bass DI-Expander aus der Custom-Linie verfügt über einen Dreiband-Equalizer inklusive semi-parametrischer Mitten, bietet diverse Anschlussmöglichkeiten für den flexiblen Einsatz im Studio, auf der Bühne oder als Übe-Preamp, und hat sogar einen Kompressor mit an Bord. Trotz der üppigen Ausstattung geht das Pedal von Harley Benton für äußerst schlanke 99,- Euro über die Theke und ist damit auch für Bassisten mit knappem Budget ein super interessanter Kandidat!

Details

Das hochglanzlackierte Metallgehäuse des Bass DI-Expanders wirkt sehr elegant und das Pedal macht insgesamt einen sehr stabilen Eindruck. Mit seinen Maßen von 128 x 93 x 56 mm würde ich es in Anbetracht der vielen Features als recht kompakt bezeichnen, so dass man auch auf kleineren Pedalboards bestimmt immer noch ein Plätzchen dafür finden kann. Auf der Bodenplatte sitzen aber auch vier Gummifüße als Rutschsicherung, falls man das Gerät nicht mit Klettband auf einem Pedalboard installieren, sondern separat verwenden möchte - lobenswert!

Sämtliche Anschlussmöglichkeiten parken an drei Seitenflächen des Pedals: Rechts finden wir eine normale Input-Klinke für die Verbindung mit dem Bass, daneben liegt eine weitere Standardklinke mit der Bezeichnung "Thru", die das unbearbeitete Signal direkt wieder aus dem Gehäuse leitet.

Neben den Standardklinken sitzt außerdem noch eine Miniklinke zum Einspielen von externen Audioquellen. Das ist toll, denn in Verbindung mit dem ebenfalls als Miniklinke vorhandenen Kopfhöreranschluss auf der linken Seite des Pedals kann man den Bass DI-Expander auch zum lautlosen Üben verwenden und zu Hause oder unterwegs im Hotel zu seinen Lieblings-Playbacks jammen.

Auf der linken Seite finden wir zudem einen Standardklinken-Ausgang zur Weiterleitung des Signals am den Amp und den symmetrischen XLR-Ausgang für die Verbindung mit dem Recording-Equipment oder einem Mischpult. Harley Benton hat dem DI-Ausgang natürlich auch einen Groundlift spendiert: der Schalter sitzt auf der Front des Pedals.

Die Buchse für das Netzteil sitzt auf der Stirnseite des Pedals. Mitgeliefert wird es leider nicht, der Preamp gibt sich aber mit einem handelsüblichen 9V-Netzteil mit innen liegendem Minuspol oder wahlweise auch mit einer 9V-Batterie zufrieden. Als dritte Möglichkeit kann das Pedal sogar über den XLR-Ausgang von einem Mischpult (Phanton Power, 48V) mit Strom versorgt werden.

Ein Blick auf die reich mit Reglern bestückte Oberseite offenbart, dass der preiswerte Bass-Preamp einige Features zu bieten hat. Das Herzstück des Pedals ist dabei sicherlich die Dreiband-Klangregelung, die mit ihrer semiparametrischen Mittensektion viel Flexibilität bieten sollte. Die Mittensektion setzt sich aus dem eigentlichen Mittenregler und dem Frequenzregler zusammen, mit dem die Einsatzfrequenz stufenlos von 150Hz bis 8kHz bestimmt werden kann.

Links und rechts von der Mittensektion liegen die Regler für Bässe und Höhen. Mit einem zusätzlichen Blend-Regler, der links oben auf der Front sitzt, kann die EQ-Einstellung außerdem beliebig mit dem unbearbeiteten Basssignal gemischt werden. In der zweiten Reihe finden wir einen Gain-Regler samt Clip-LED und PAD-Schalter zur Pegelabsenkung um 10dB, den Volume-Regler für die Endlautstärke des Pedals und zwei weitere Regler, die für den Onboard-Compressor zuständig sind.

Mit dem Threshold-Regler wird die Einsatzschwelle des Kompressors und mit dem Comp-Regler der Ratio-Wert - also das Kompressionsverhältnis - bestimmt. Ganz unten auf der Front parken schließlich die beiden Fußtaster des Pedals. Der On/Off-Taster schaltet das Gerät aus oder ein, während der Comp-Taster den Kompressor aktiviert oder deaktiviert. Für jeden Fußtaster gibt es außerdem eine LED, die den Betriebszustand der jeweiligen Funktion signalisiert: Rot bedeutet "aktiv", Grün steht für "inaktiv".

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