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Test
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12.07.2016

ESI U22 XT Test

USB-Audiointerface

Der deutsche Hersteller ESI hat oftmals günstige und dennoch sehr gute Einsteigerlösungen parat, ist aber auch als Entwickler für einige andere Firmen tätig. Gerade die Lautsprecher des Herstellers sind dabei als gut und günstig hervorzuheben. Ob dies allerdings auch auf die Audiointerfaces zutrifft wollen wir in diesem Test klären!

Details

Allgemeines

Das ESI U22 XT ist ein simples 24Bit/96kHz-Audiointerface mit USB-Anschluss. Ausgestattet mit einen Stereo-Ein- und -Ausgang bietet das Interface ausreichend Anschlussvielfalt für den einfachen Desktop-Arbeitsplatz. Es funktioniert mit Mac OS X ab 10.7 nativ und mit Windows nach einer obligatorischen Treiber-Installation.

Kompakt, aber nicht Mini

Das Interface ist relativ kompakt (17,5 cm x 12 cm x 4,5 cm) und mit einem Gewicht von 0,5 kg auch nicht schwer. Trotzdem gibt es, gemessen an den wenigen Anschlüssen, durchaus reisefreundlichere Interfaces. Die Verarbeitung ist gut und mit dem rot eloxierten Metallgehäuse wirkt das Interface sogar recht hochwertig.

Simple Rückseite

Eingangsseitig stehen, alternativ zu dem rückseitigen Stereo-Line-Eingang (Cinch), auch ein Mic-Preamp (L) und ein Instrumenten-Eingang (R) zur Verfügung. Umgeschaltet wird mit einem analogen Taster auf der Rückseite des U22 XT. Hier findet sich auch der symmetrischen Stereoausgang, welcher mit zwei 6,35mm-TRS-Buchsen („große Klinke“) ausgestattet ist, sowie die USB-Buchse und ein Kensington-Lock. Ein Netzteilanschluss findet sich nicht, das Gerät wird also per USB-Bus-Power versorgt.

Üppige Frontanschlüsse am USB-Interface

Auf der Front des ESI finden wir rechts außen einen Stereo-Kopfhörerausgang (6,35 mm TRS) mit individueller Lautstärken-Regelung. Dieser ist jedoch nicht vom Hauptausgang unabhängig adressierbar, was allerdings logisch ist, da man ansonsten auch von einem 4-Out-Interface sprechen würde.

Monitor-Controller und Instrumenten-Eingang

Daneben sitzt ein großes „Master“ Poti, welches die Lautstärke des Hauptausgangs regelt. Im Anschluss ist der High-Z-( Instrumenten-)Eingang auf TS („großer Klinke“) inklusive Gain-Regler verbaut. Hier kann man beispielsweise seine E-Gitarre oder einen E-Bass einstecken.

Mic Preamp mit Combo-Buchse

Links außen am ESI U22 XT ist der Mic-Pre beheimatet. Er bietet eine Combo-Buchse, sodass hier sowohl XLR- als auch TS-Kabel eingesteckt werden können. Außerdem gibt es einen Druckschalter für die obligatorische 48V-Phantomspeisung, um auch Kondenstormikrofonen Strom zur Verfügung zu stellen. Mit dem Gain-Regler werden bis zu +40 dB abgerufen.

Direct-Monitoring mit dem ESI U22 XT

Zwischen Mic- und Instrumenten-Eingang wurde dem Interface auch noch eine sogenannte „Direct-Monitoring“-Funktion spendiert. Unterhalb der beiden Peak-LEDs für die Preamps findet daher ein Blend-Poti seinen Platz, welches zwischen den Eingängen und dem vom Computer kommende Signal überblenden, also mischen kann. Damit lassen sich die Eingangssignale latenzfrei zum Computer-Mix hören, wodurch das Einspielgefühl deutlich verbessert wird. Dieser Mix ist dabei sowohl auf dem Kopfhörer als auch auf dem Hauptausgang hörbar. 

Mono/Monitor-Schalter

Ferner finden wir noch einen Schiebeschalter vor (Mic, Booth, Hi-Z), der entweder das Mono-Mikrofonsignal (Mic) oder das -Instrumentensignal (Hi-Z) auch auf beiden Stereo-Seiten des Ausgangs wiedergibt. Stellt man den Schieber auf die Mitte (Booth) wird das Mic-Signal auf der linken und der Hi-Z auf der rechten Seite ausgegeben. Auch das Aufnahmeverhalten wird so beiflusst: Wer also nicht weiß, wie er in seiner DAW zwischen Mono- und Stereo-Spuren umschalten kann, dem wird mit dem Schiebeschalter ebenfalls geholfen.

Beide Signale gleichzeitig und in Mono abhören ist indes leider nicht möglich, was durchaus unpraktisch ist. Wer also E-Gitarre spielen und dabei gleichzeitig singen möchte, muss damit vorlieb nehmen, die Klampfe rechts und den Gesang links zu hören. 

Lieferumfang

Das ESI U22 XT wird neben dem USB-Kabel und dem deutschen/englischem Handbuch auch mit einer LE-Version von Deckadance (DJ Software) und einer 8-Spur-Variante von Bitwig (DAW) ausgeliefert. Die Software liegt auf einer DVD bereit.

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