„Du arbeitest ganz alleine. Du musst dir keine Sekunde Gedanken darüber machen, was irgendwer denkt.“ Boy George erklärt warum er lieber mit KI statt mit echten Menschen Songs schreibt. „Ich habe fantastische Gespräche mit Chat GPT“ beteuert der britische Musiker.

In der Debatte um die Nutzung von KI hat sich Boy George für viele überraschend deutlich auf die Seite die Pro-KI Seite geschlagen. „Es hilft mir wirklich beim Texte schreiben“ sagte der 80s Popstar zu Gast beim Happy Place Podcast.
Als Hauptgrund dafür nannte er, sich nicht mit lästigen menschlichen Co-Schreibern abgeben zu müssen. „Du arbeitest ganz alleine. Du musst dir keine Sekunde Gedanken darüber machen, was irgendwer denkt.“
„Ich bin ein Top-Line Komponist, also schreibe ich Top-Line-Melodien. Alle Leute mit denen ich arbeite schicken mir Tracks und ich setze mich einfach hin, höre sie mir an und spiele sie immer wieder ab.“ So Boy George gegenüber Podcast Host Fearne Cotton.
„Ich habe fantastische Gespräche mit Chat GPT“ fügte er hinzu. Seinen kreativen Prozess beschreibt er dabei wie folgt: „Und dann sage ich sowas wie: ‘Oh, diese Lyrics taugen nichts. Das würde ich nicht so schreiben’. Verstehst du? Also, du kannst es tatsächlich trainieren.“
Hat ChatGPT auch das neue Boy George Album geschrieben?
An anderer Stelle meinte Boy George, er habe „schon so ungefähr fünf Alben“ mit KI geschrieben. Ob wir jemals eins davon zu hören bekommen werden, ist jedoch eine andere Frage.
Ob sein neuestes Album SE18 mit KI geschrieben wurde, wollte er ebenso wenig preisgeben. In jeder anderen Hinsicht scheint das 2025 veröffentlichte Album zumindest eher Old-School zu sein. Inspiriert ist es vom Reggae der Straßen Woolwich’s, in denen er aufgewachsen ist. Daher auch der Titel SE18, abgeleitet von der Postleitzahl des Londoner Bezirks.
Untypisch für einen Album Release in den 2020ern, aber dafür umso mehr passend zu dessen old-school Stimmung, war es zunächst nur auf CD und Platte verfügbar. Mittlerweile kann man es sich jedoch auch bei allen gängigen Streaminganbietern anhören.

Laut einer neuen Umfrage verwenden rund 87 % der befragten Musikerinnen und Musiker künstliche Intelligenz in ihren kreativen Workflows.

Laut einer aktuellen Morgan-Stanley-Studie scheint KI-Musik im Jahr 2026 bereits im Mainstream angekommen zu sein. Doch auch die Gegenstimmen werden lauter.

Welche KI-Tools sind hilfreich, wie sehen die rechtlichen Bedingungen aus und die wichtigste Frage: “Wird unser Job als Songwriter*in und Sänger*in bald überflüssig?”
