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Yamaha Tyros5-76 Test

Arranger-Workstation

Das neue Flaggschiff

Drei Jahre nach dem überaus beliebten Tyros4 steht mit dem Yamaha Tyros5 das neue Spitzenmodell der Arranger Workstations des Herstellers in den Startlöchern. Und bei der neuesten Version des Highend-Keyboards hat Yamaha es wirklich spannend gemacht. Nach einer inoffiziellen Präsentation für ausgewählte Händler und Journalisten in Palma de Mallorca kursierten zunächst Gerüchte und unbestätigte Fotos. Am 11.11.2013 wurde das neue Flaggschiff dann offiziell vorgestellt.

„The Power Of Reality“ ist der Slogan, mit dem Yamaha für sein neues Flaggschiff wirbt. Man erkennt schon am Gehäuse die Ähnlichkeit zum Vorgängermodell und darf vermuten, daß der Tyros5 keine komplette Neuerfindung ist, sondern eine konsequente Weiterentwicklung der bewährten Technik. Allerdings ist er anders als der Vorgänger in zwei verschiedenen Größen erhältlich: als Tyros5-61 in der bekannten 5-Oktaven-Version und als Tyros5-76 mit 76 Tasten. Damit erfüllt Yamaha einen lang ersehnten Wunsch der Tyros-Gemeinde. Bisher griffen Freunde des pianistischen Spiels wegen der größeren Tastatur oft zum direkten Gegenspieler Korg Pa3X. Eine andere wichtige Neuerung sind 40 sogenannte Audio-Styles, die auf real eingespielten Schlagzeugspuren basieren – dies war bisher ein Alleinstellungsmerkmal der Konkurrenz Ketron Audya5. Wie sich der neue Tyros im Vergleich zur Konkurrenz schlägt und was er noch alles zu bieten hat, wird in diesem Test ans Licht kommen. Dabei wird es hauptsächlich um die Neuerungen im Vergleich zum Vorgängermodell gehen – Tyros-Neulinge sollten sich daher auch unseren Testbericht zum Tyros4 ansehen.

Details

Aufbau

Erstmals in der Geschichte des Tyros hat das Kunststoffgehäuse eine veränderte Farbe bekommen: das Bedienpanel kommt jetzt in „titanium“ daher, einem eher anthrazitfarbigen Silber. Die Unterseite des Gehäuses ist und bleibt schwarz. Die Gehäuseform ist elegant abgerundet, der Tyros4 war kantiger. Das Datawheel sticht ins Auge: es ist neuerdings aus glänzendem Metall.

Das Bedienfeld ist sehr ähnlich aufgebaut wie beim Tyros4 und beruht auf dem Prinzip Begleitung links, Sounds rechts. Man findet sich also sofort zurecht. Auffällig ist aber, dass auf der rechten Seite nun etwas weniger Bedienelemente zu finden sind. Der Bereich Audio-Recorder/Player hat die Seite gewechselt und ist nun – thematisch passender – neben dem Midifile-Bereich angeordnet. Als Bindeglied zwischen beiden Playern ist ein Crossfader hinzugekommen, der es erlaubt zwischen Midi- und Audiofiles zu überblenden. Um dafür Platz zu schaffen, wurden die Taster für die Mikrofonsteuerung ganz nach links außen verschoben. Zwei Knöpfe, die beim Tyros4 vorhanden waren, fehlen beim Neuen: „Internet“ und „Voice-Creator“. Das soll aber jetzt natürlich nicht bedeuten, dass mit dem Tyros5 keine Internetverbindung und keine eigene Sounderstellung mehr möglich ist. Aber dazu später mehr.

Für Bühnenmusiker interessant: Beim Tyros5 lässt sich das Bedienfeld verriegeln. Mit „Panel Lock“ wird verhindert, das jemand die Einstellungen verändert, der dazu nicht berechtigt ist. Die Eingabe eines vierstelligen Pin-Codes hebt die Sperre auf.

Die Klaviatur wurde vom Tyros4 übernommen. Dort hat sie sich zwar als gut spielbare, universelle Keyboardtastatur bewährt, aber vielleicht hätte Yamaha darüber nachdenken können, die 76er-Version mit einer gewichteten Tastatur auszustatten.

Die Rückseite zeigt ein paar Änderungen: Es gibt bei den Audio-Ausgängen jetzt 4 Sub-Outs (bisher 2), dabei können die beiden zusätzlichen Ausgänge im Menü zwischen Sub 3 - 4 bzw. Aux Out umgeschaltet werden. Der LAN-Anschluss ist weggefallen – die Verbindung zum Internet erfolgt über den mitgelieferten USB-Wireless-LAN-Adapter. Auch die früher vorhandenen seperaten Ausgänge für das optional erhältliche Lautsprechersystem gehören jetzt der Vergangenheit an. Beim Tyros5 wird das neue TRS-MS05 einfach mit den Line-Out-Buchsen verbunden, so wie jedes andere Verstärkersystem auch. 

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