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Steinberg Cubasis 1.9.8 Test

DAW für iOS

Eine mobile DAW holt auf

Steinberg Cubasis – die iOS-basierte DAW im Bonedo-Test: Der Hamburger Software-Hersteller entwickelt seit geraumer Zeit auch für Apples mobiles Betriebssystem iOS. Die Gründe dafür liegen sprichwörtlich auf der Hand: Die Tablets werden immer leistungsfähiger, sind handlich und mobil einsetzbar. Als Ende 2012 Cubasis für iOS erschien, war die App eher spärlich ausgestattet. In der aktuellen Version 1.9.8 sieht das schon ganz anders aus.

Details

Allgemeines

Trotz zahlreicher Updates ist Cubasis nach wie vor für 50 Euro im App Store zu haben, alle Updates waren bislang kostenlos. Die Version 1.9.8 erfordert mindestens ein iPad der vierten Generation und iOS 8. Cubasis unterstützt die 32-Bit-Architektur älterer Modelle ebenso wie die aktuellen 64-Bit-Tablets (ab iPad Air und iPad mini 2).

Die App verwaltet, abhängig von der Leistung des Tablets, beliebig viele Audio- und MIDI-Spuren, arbeitet mit einer Auflösung von 24 Bit/96 kHz und bedient bis zu 24 physikalische Ein- und Ausgänge. Dafür benötigt man entsprechende Audiointerfaces, etwa das UFX von RME, das die entsprechende Zahl an I/Os zur Verfügung stellt. Kleinere Interfaces funktionieren natürlich auch; wichtig ist, dass sie class compliant arbeiten, also keine Treiber-Software erfordern.

Konzept

Cubasis bietet viele DAW-typische Features zum Aufnehmen und Bearbeiten von Audio- und MIDI-Spuren. Allerdings ist die Mini-DAW – wie viele iOS-Apps  – im Vergleich zu ihrem Computer-basierten Pendant im Funktionsumfang eingeschränkt. Zur mobilen Musikproduktion bietet sie dennoch eine solide Grundausstattung, die wir uns nun einmal genauer anschauen.

Main View

Die Hauptansicht ähnelt der von Cubase. Im Arrangement werden Audio- und MIDI-Regionen aufgezeichnet, bearbeitet und arrangiert. Links daneben befindet sich der „Inspector“, mit dem jede einzelne Spur umbenannt, automatisiert und in ihrer Farbe angepasst werden kann. Weiterhin bietet er Zugriff auf Routing, Insert- und Send-Effekte sowie den Kanalzug.

Die Werkzeugpalette, wie sie in Cubase heißt, ist seit Atari-Zeiten schnell per rechter Maustaste erreichbar und bietet die wichtigsten Editing-Tools. Diese Tool Bar gibt es auch in Cubasis und bietet die Kollegen Select, Split, Glue, Erase, Draw und Mute. Direkt darüber liegt die Transportleiste zur Steuerung der Aufnahmen und dem Abspielen des Songs. Links daneben erhält man Zugriff auf Media- und Mixer-Fenster sowie Pads und das Bildschirm-Keyboard. Auf der rechten Seite befindet sich der Shop zum In-App-Kauf weiterer Effekte sowie Settings und Hilfsfunktion.

Editoren

Cubasis bietet einen Sample-Editor für Audiodaten, MIDI-Aufnahmen werden im Key-Editor bearbeitet.

Mixing

Der Mixer ist mit den üblichen Verdächtigen ausgestattet: Fader, Pan, Mute, Solo, Record Enable und Input-Monitoring. Für die Automation aller Parameter und der Effekte kommen Read und Write hinzu. In der Grundausstattung sind 15 Effektmodule vorhanden, darunter Equalizer, Kompressor, Hall, Delay, Modulation und sogar eine Amp-Simulation. Per In-App-Kauf lassen sich weitere FX-Packs ergänzen. Pro Spur sind maximal vier Insert- und drei Send-Effekte möglich.

Drei Klangerzeuger

Drei virtuelle Instrumente gehören zum Lieferumfang: Micro Sonic bietet über 100 Instrumentensounds, basierend auf Steinbergs Workstation-Instrument HALion Sonic (SE), sowie 16 Drum Kits von Allen Morgan. Der virtuell-analoge Micrologue ist der kleine Bruder des Software Synthesizers Retrologue. Er ist mit zwei Oszillatoren, einem Noise-Generator, Filter- und Amp-Sektion sowie einem LFO, Chorus und Delay ausgestattet. Mit dem MiniSampler lassen sich eigene Sounds erstellen. Er nutzt als Audioquelle das interne Mikrofon des iPads oder einen Eingang des Audiointerfaces. Wahlweise lässt sich das Signal auch via Inter-App-Audio zuführen.

Media

Das „Media‟-Fenster organisiert Instrumente, Audio- und MIDI-Loops, Samples und Projekte,  auch andere kompatible Musik-Apps (Inter-App-Audio und Audiobus) lassen sich von hieraus öffnen.

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