Workshop
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29.09.2011
Workshop

Raumakustik Workshop - No.2 Seitenabsorber

Wie man mit einfachen Mittel eine Verbesserung der Raumakustik erzielen kann, haben wir bereits im ersten Teil unserer „Do It Yourself“-Akustik-Serie gezeigt, wobei wir uns dort exklusiv dem Thema Eck-Absorber gewidmet haben.

Im zweiten Teil geht es uns um die nicht minder wichtigen Seiten-Absorber, welche anstatt Bass/Mitten nun Mitten/Höhen dämpfen sollen. Ladet den Akkuschrauber, es wird wieder selbst geschraubt!

User Kommentare

nima chatrsimab schrieb:15:40 | 29.09.2011

Eine sehr gute Darstellung; einfach, korrekt und präzise!

"

dc schrieb:17:50 | 29.09.2011

Ist das wirklich Spülwasser oder ein kleines Schnäppschen in Ehren? :-)"

faessi schrieb:16:02 | 04.10.2011

Guten Anleitung, habe auch gerade ein paar Absorber gebaut. Das geht aber auch günstiger und gleich effektiv, siehe Anleitung hier:

http://www.rocketsound.de/Hallo%20Paul.html

Rockwool nehmen, einpacken und Holzrahmen drum rum. Stoff drüber und fertig - die Kosten sind deutlich geringer."

jochen schrieb:17:44 | 05.10.2011

So verwirrend es klingen mag, mit "Luftpolster" sind die Absorber dennoch effektiver und in ihrer Wirkung homogener. Ich glaube die bekommt man auch noch ein wenig günstiger hergestellt, wenn man Sonderangebote beachtet. Die in dem rocketsound Link vorgestelllten Absorber hingegen variieren stark in ihrer Wirkung, auch auf Grund der unterschiedlichen Positionerungen. Billiger: ja, besser: nein."

Jorge schrieb:17:39 | 12.10.2011

"Das Luftpolster hinter dem Schaumstoff muss hingegen zwingend 5 cm betragen."
Woher kommt denn dieser Wert?
Durch irgendeine Wellenlänge? 1kHz z.B. hat aber ca. 35cm."

Felix Klostermann schrieb:22:21 | 12.10.2011

Mit der Umrechnung der Wellenlänge kommt man hier leider nicht weit, da das Wirkungsprinzip viel komplexer ist: Der theroretische Hintergrund besteht aus Wandimpedanzen, also frequenzabhängigen Widerständen, und dem Wechselspiel aus Druckstau und Luftströmung. Ähnlich dem "Dualismus der Teilchen" muss man nämlich bei Betrachtung unterschiedlicher Frequenzbereiche, unterschiedliche Gesetze berücksichtigen. Praktisches Beispiel: Während hohe Frequenzen in mittelgroßen Räumen in ihrer Ausbreitung mit dem Reflektionsgesetz beschrieben werden können, wird es bei den Bässen schon weitaus komplizierter, da sich diese kugelförmig ausbreiten. Mit 5cm Luft und 5cm porösem Absorber erhält man aber den besten Kompromiss im Mittenbereich, versprochen! Wem diese Antwort nicht genügt und dem Ortskurvendiagramme, komplexe Zahlen und Ersatzschaltbilder nicht abschrecken, der kann sich die graue Theorie mit folgendem Buchtipp auch genauer reinziehen: F.P. Mechel "Schallabsorber", Band 1-3, ca. 1800 Seiten."

Chris schrieb:13:17 | 16.10.2011

Danke für den tollen Workshop! Ich baue gerade mit meinen Kollegen unsere Bandproberaum um, da kommen diese Tipps wie gerufen. :-) Chris"

Jan Lessner schrieb:09:51 | 15.12.2011

Klasse Anleitungen - genau sowas brauche ich gerade für unseren Proberaum! Ich hätte eine Variationsidee und wollte fragen, ob das klappen müsste oder ob sie einen Denkfehler hat. Ich würde gerne einen schmaleren Rahmen bauen, der gerade tief genug ist, um den Schaumstoff aufzunehmen. Da komme ich auf etwas 6 cm, was nicht so wuchtig aussieht. Den Rahmen bespanne ich dann - wie beschrieben - mit Stoff und hänge ihn mit einer Bandschlaufe wie ein Gemälde an einem einzelnen Haken an die Wand. Durch diese Art der Aufhängung hängt der Rahmen ja etwas schräg nach vorn übergekippt, wodurch sich das benötigte Luftpolster bildet. Das ist dann natürlich nicht rundherum 5 cm sondern 0 cm an der Unterkante und 10 cm (je nach Spiel der Bandschlaufe) an der Oberkante. Im Mittel sind es also 5 cm. Würde das gut genug funktionieren?"

Felix Klostermann schrieb:18:37 | 15.12.2011

Hallo Jan,
zwei Probleme sehe ich hier: Sollte dein Rahmen hinten lufdicht sein, so ist die Tiefenwirkung des resultierenden Absorbers leider nicht so groß, da die Funktion "deines" Luftpolsters zwischen Hauswand und Absorberrückwand nicht die gleiche ist, wie die des Luftpolster meines Absorbers (von der Absorberrückwand zum Dämmstoff hin). Sollte dein Absorber hingegen hinten offen bleiben, müsste des Absorber insgesamt zu groß werden, um die Strömung um ihn herum zu vernachlässigen. In beiden Fällen dämmpfst du dir aber mit Sicherheit zu viel Höhen und zu wenig Tiefen weg. Beste Grüße, Felix."

Steffen schrieb:18:41 | 09.01.2012

Hallo Felix Klostermann,
darf ich fragen, wie deiner Meinung nach ein optimaler Absorber für eine allumfassende Dämpfung aussehen sollte? Such momentan die optimale Lösung um sowohl im Hoch-, Mitten-, als auch im Bassbereich die grösste Absorbtion zu erzielen. Danke & gruss Steffen"

Felix Klostermann schrieb:21:02 | 09.01.2012

Hallo Steffen, eine gute Möglichkeit die Tiefenwirkung des Seitenabsorbers No2 zu erhöhen, wäre es eine zusätzliche Membran im Inneren zu installieren. Dadurch wird der Absorber allerdings auch tiefer. Da die frequenzselektive Absorbtionswirkung jedes Absorbers vor allem aber von der Positionierung abhängt, sollte man es tunlichst vermeiden "überall Breitbandabsorber" installieren zu wollen, da man dem Raum so erstens unnötig viel Platz weg nimmt und zweitens in der Gesamtwirkung zu viele Höhen dämpft. LG, Felix."

Borisklitschko schrieb:18:25 | 11.01.2012

haha ich habe diese rigipsdübel mit dem bohrhammer reingehämmert die dinger sind fest jedoch fehlt mir aussenrum 10cm kreisförmig von der rigipswand :D egal sound hammer :)"

chris schrieb:20:53 | 20.01.2012

hm intressante geschichte. die frage ist nur was soll es bringen wenn ich hinten auf den rahmen eine abgedichtete holzplatte klebe.

bringt maximal seitenreflexionen auf den aussenseiten des holzes, nachdem keine löcher in den seitenweänden sind. der schaumstoff wirkt hier keinesfalls als membran. besser die rückplatte weglassen und in den rahmen viele große löcher machen. + den rahmen (der auch komplett ausgefüllt werden darf) dann mit abstand zur wand aufhängen ;) lg chris "

matmoti schrieb:14:32 | 16.05.2012

Hallo Felix Klostermann,

ich habe eine Frage bezüglich des Schaumstoffes. Ich habe von einem Schaumstoffhersteller (Polsterhersteller) Schaumstoffreste geschenkt bekommen in ca 4 cm Dicke - aber ohne Pyramidennoppen.
Würde ich einen ähnlichen Effekt erreichen, wenn ich den Schaumstoff doppelt auf 8 cm erhöhe? Oder besitzt der Akustikschaumstoff eine so andere Dichte inklusive der Pyramiden, woran man mit normalen Schaumstoff nicht heran reicht?

Viele Grüße,
Matthias"

Felix Klostermann schrieb:16:12 | 16.05.2012

Hi Matmoti, das kann man prinzipiell schon so machen, auch wenn es nicht unbedingt optimal ist. Das größere Problem sehe ich aber bei dem Schaumstoff: Bist du dir absolut sicher das dieser offen-porig ist, damit er auch als poröser Absorber funktionieren kann? Die meisten Polster-Schaumstoffe sind dies nämlich oftmals nicht und ermöglichen keine optimale Luftdurchströmung. Nimm lieber 100mm Isover, Rockwool o.ä. LG, Felix."

Jens schrieb:20:34 | 20.06.2012

Hallo Felix K., funktioniert der Absorber ähnlich gut wenn man Noppenschaumstoff verwendet? Habe nämlich noch ein paar qm übrig (Dicke 5 cm). Der Sockelbereich der Schaumstoffplatten ist halt nicht so stark, wie bei den von dir verwendeten.
Grüße Jens"

Felix Klostermann schrieb:21:13 | 20.06.2012

Hi Jens,wenn du Noppenschaum übrig hast, kannst du auch ruhig den nehmen. LG, Felix."

toby schrieb:17:28 | 16.07.2012

ich hab die dinger jetzt zwischen den amps in unserem proberraum stehen, um die mic signale ein wenig zu isolieren. klingt super :-)"

der eine schrieb:11:50 | 30.07.2012

Danke für die gute und ausführliche Dokumentation.
Gibt es Messungen oder Berechnungen zu diesem Absorber bzw. welche Frequenzen werden hier absorbiert? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank"

Natalie schrieb:12:05 | 23.08.2012

hallo felix diesen schaumstoff gibt es sehr billig bei ebay. kann man den benutzen?

lg

Noppenschaumstoff zur Akustikverbesserung
Menge: 4m²
einfach anzubringende 50cm x 50cm Tafeln glatt besäumt
Rohdichte: 26kg/m³ +2/-2kg/m³ DIN EN ISO 845
Stauchhärte (40%): 3,5 +/-0,35 kPa (DIN 53577)
Zugfestigkeit: >110 kPa (DIN EN ISO 1798)
Abmessungen: 500mm x 500mm x 40mm
flamhemmend nach MVSS302"

Felix Klostermann schrieb:21:22 | 23.08.2012

Hi Natalie, das Material ist okay, nur die Abmaße sind nicht ideal. Bei 50*50 cm pro Tafel, brauchst du vier Tafeln, um einen Absorber in der richtigen Größe bauen zu können. "

Felix Klostermann schrieb:17:03 | 24.08.2012

@der eine: Berechnungen sind hier auf Grund der vielen unbekannten Variablen wenig hilfreich. Sie würden leider nur "Pseudo-Wissenschaftlichkeit" vortäuschen und den Lesern keine Hilfe bieten. Und auch "echte Messungen" stellen sich als problematischer dar, als man zunächst denken mag: Möchte man z.B.: die "reine Wirkung" unseres Absorbers untersuchen, müsste man ca. 20 Stück von ihm bauen und alle gemeinsam in einem speziellen Hallraum untersuchen. Das würde einem zwar halbwegs nutzbare Werte, speziell für diesen Absorber mit genau diesen Materialen, liefern, steht aber in keinem Verhältnis zu dem "finanziellen" Aufwand. Man sollte die Sache also nicht unnötig verkomplizieren und einfach mal machen. Hältst du dich an unsere Anleitung, wird das Ergebnis schon ungefähr passen :-) Ich hoffe das hilft dir weiter."

Rogan schrieb:18:59 | 03.09.2012

hi felix,

wie ich sehe ist in den Bildern auch ein Deckenabsorber eingemalt.

kann man diese SeitenAbsorber dafür benutzen?

immer wieder lese ich in Foren das man Thermarock 50 benutzen soll ohne Begründung

Ich hab bis jetzt die Eckabsorber von hier nachgebaut, allerdings bei der Messung noch bei 75 60 50 und 40 hz noch Raummoden die nicht innerhalb 300ms abklingen

würde ich das mit einem absorber zwischen decke und vorderwand ausgleichen können?

ganz liebe grüße
"

Felix Klostermann schrieb:23:14 | 03.09.2012

Hi Rogan, unsere Seitenabsorber bringen dich bei deinen sehr tiefen Problemfrequenzen nicht wirklich weiter. Allerdings muss das kein Problem sein: Je nachdem wie groß deine Abweichungen sind - und vor allem wie groß dein Raum ist - kann man damit durchaus leben. Nicht zu "deutsch" werden ;-) Außerdem: Wenn du etwas an die Decke hängen möchtest, solltest du unbedingt die Traglast prüfen. Gerade, wenn hier mit Gipskarton geschalt wurde, kann das Gewicht unserer Seitenabsorber ein Problem werden, da der Kraft-Vektor hier ja auch anders ansetzt. Probier aber ruhig folgendes: Bau ein möglichst großen Rahmen, am besten im Format deines Grundrisses. Diesen füllst du später mit 100mm Isover-Platten, die in Müllsäcke gesteckt wurden. Du musst also noch ein Paar Querstreben einfügen, damit die Platten nicht durchhängen bzw. rausfallen. Ansonsten bleibt unser Rahmen oben und unten offen. Die Seite, die du später von unten siehst, kannst du natürlich mit Stoff bespannen. Dann hängst du das Ganze Konstrukt mit Ketten von der Decke ab. Den Deckenabstand kannst du dann variieren, bis deine Messungen passen. Tipp: Die Ketten richtig lang kaufen, so kannst du die Konstruktion Stück für Stück nach oben "klettern" lassen. LG und viel Erfolg, Felix."

Jörg schrieb:11:58 | 04.09.2012

hallo Felix,

ich habe auch die Eckabsorber gebaut.

ich besitze 8 zoll monitore und einen 10 zoll woofer

tortzdem hab ich keinen Druck

ich höre die Bässe jetzt glasklar aber spüre kaum Druck

soll das so sein?

nicht falsch verstehen es hört sich sehr gut an durch die Eckabsorber. Es dröhnt nichts mehr, allerdings fehlt jetzt die euphorie wenn man den bass reinzwirbelt- fehlt eben der druck :S

freundliche Grüße"

Felix Klostermann schrieb:14:27 | 04.09.2012

Hi Jörg, hast du einmal mit der Positionierung der Speaker experimentiert? Erst ohne Sub die beste Position finden, dann den Sub platzieren? Phasendrehung des Subwoofers überprüft? Wenn du die Speaker systematisch von der Vorderwand in Richtung Abhörposition bewegst, solltest du eine Position finden, an der sich wieder Druck einstellt. Genelec hat zu dieser Problematik eine sehr gute Erklärung im Netz: www.genelec.com/faq/acoustical/not-enough-bass/"

spengwoka schrieb:16:23 | 19.12.2012

hallo felix ich habe alles so gemacht eckabsorber und seitenabsorber

wenn ich aber die boxen so platziere das der lautsprecherchassis vor dem eckabsorber ist, also zwischen eckabsorber und seitenabsorber, dann ist doch die box zu weit von der rückwand entfernt. sind 8 zoller und die eckabsorber sind 50cm breit. also ist die rückwand von den lautsprecher 30 cm weit weg und 55cm bis zum lautsprecher von der rückwand. In deinem link von genelec steht das die box nur 8- 10 cm weit weg von der wand sein soll#

lg"

Jan Schmidt-Lentzen schrieb:22:58 | 03.02.2013

Vielen Dank erst ein Mal für die Anleitung.

Macht es einen Unterschied, wenn ich den Rahmen direkt, luftdicht an der Wand montiere, anstatt die Holzplatte zu verwenden? "

Alex schrieb:22:37 | 07.04.2013

Wäre es nicht sinnvoller die Teile hinten offen zu lassen damit würde man noch ein bisschen mehr Tiefe erreichen. Und den Noppenschaum mit den Noppen Richtung Wand zu drehen und so weit wie möglich weg von der Wand einzubauen. Damit müsste der Absorber ein bisschen tiefer runtergehen da der Teil des Noppenschaums der am dichtesten ist und den höchsten Strömungswiderstand hat weiter von der Wand weg ist. mfg Alex"

mik schrieb:20:47 | 02.05.2013

Hallo Felix
Kann ich statt der Rückwand auch den Rahmen mit Silikon gegen die Raumwand abdichten?
Auf jeden Fall vielen Dank für die super Anleitung!"

Felix Klostermann schrieb:23:03 | 02.05.2013

Hi Mik, das kann man machen! LG,Felix"

Markus schrieb:17:59 | 31.05.2013

Lieber Felix!
Ich hab ein kleines Problem. Ich möchte gerne den Hall im Wohnraum dämpfen bzw. eine angenehme Raumakustik erzeugen. Es hallt nämlich extrem! Ist Dein Absorber dafür ebenfalls geeignet? Das Einzige was im Wohnraum etwas unsexy wirkt, sind die 13,5 cm. Welche Stärke ( Dicke) ist zwingend notwendig bzw. wie viele " cm" an Luftraum hinter dem Schaumstoff, sowie Schaumstoffstärke kann ich nehmen? Lg Markus"

Felix Klostermann schrieb:18:41 | 01.06.2013

Hallo Markus, diese Seitenabsorber sind genau das Richtige für dein akustisches Problem! Selbstverständlich kannst du sie auch dünner bauen, allerdings dämpft der Absorber dann zu wenig Mitten bzw. zu viele Höhen weg; je nach dem wie viele Absorber du insgesamt in deinen Wohnraum hängst. Ist im Prinzip das selbe Problem wie mit Wandteppichen: Besser als gar nichts, aber auch nicht ideal. Vorschlag: Du baust sie so dick, wie es dein ästhetisches Verständnis gerade noch zulässt, und lässt lieber Luft weg, als das du am porösen Material sparst. LG, Felix."

Markus schrieb:10:27 | 03.06.2013

Lieber Felix!
Danke für Deine fachkundige Antwort, bin echt dankbar um jedes Detail . Ich werde für die ästhetische Variante: 0,8 cm Holzplatte, 1,5 cm Luft und 5 cm Schaumstoff nehmen. (insg. ca. 8 cm)Die Holzplatte setze ich 0.5 cm weit in den Rahmen, sodass ich 2 Hacken fürs „Wandaufhängen“ am Rahmen befestigen kann. D.h. ich hätte von der Wand 0,5 Luft bis zur Holzplatte und dann wieder Luft, von der Holzplatte zum Schaumstoff. Ist das okay? Nächste Frage: Was ist besser? Pyramidenschaumstoff oder Noppenschaumstoff? Vom Stoff her, auf was muss ich da grundsätzlich Rücksicht nehmen bezüglich der Durchlässigkeit. Toll wäre natürlich den Stoff zu bemalen, oder so.
THX im Voraus. Lg Markus
"

Felix Klostermann schrieb:18:04 | 03.06.2013

Hallo Markus, in dem Fall kannst du die Rückplatte auch ganz weg lassen, genau wie die "Luft" und direkt 8 cm Pyramiden- oder Noppenschaumstoff nehmen. Der Stoff darüber muss gut luftdurchlässig sein, darf aber trotzdem nicht viele Höhen "killen". Ich bestell immer Satin-Molton bei rabenring.com, weil der gut funktioniert. Über andere Stoffe kann ich keine Aussagen treffen. Mit Bemalen wird es schwierig, weil die meisten Farben den Stoff zukleistern. Nichtsdestotrotz kannst du den Stoff bemalen, achte dann nur drauf, nicht mehr als ca. 10 Prozent der Oberfläche zu "versiegeln". Happy Heimwerken! LG, Felix."

Clemens schrieb:09:32 | 04.07.2013

Hallo Felix,

dein Beitrag hat mich sehr inspiriert und ich plane auf auf dessen Grundlage vier Absorber (No.2) zu bauen. Meine Idee ist, die Schaumstoffschicht mit einer zweiten Lage von 3 cm aufzustocken, wovon ich mir einen höheren Wirkungsgrad in den tiefen Mitten verspreche. Du schreibst, dass 7 cm optimal sind und man nicht zu sehr von dieser Dicke abweichen sollte. In wiefern wirkt sich eine dickere Schaumstoffschicht negativ aus?
Eine Alternative sehe ich in der von dir beschriebenen Lösung mit einer zweiten Platte. Wieviel Luft sollte zwischen den beiden Platten sein?
Herzlichen Dank im Voraus!
Gruß
Clemens
"

Felix Klostermann schrieb:00:39 | 05.07.2013

Hi Clemens! Schlechter ist ein dickerer Schaumstoff sicherlich nicht, die Frage ist nur, erhöht das auch den Wirkungsgrad? Wenn du tiefer absorbieren willst, probier folgenden Aufbau, von der Wand zum Raum hin: Rückwand,5cm Isover,5cm Luft(luftdicht),Folie(blauer 120l Müllsack),0,5cm Luft, 5cm Isover, Stoff. Fertig! LG;felix."

Kevin schrieb:19:14 | 08.07.2013

Hi,
Ich möchte mir auch einen Absorber nach deiner Anleitung herstellen, ich frage mich ob es einen Unterschied mach ob der Absorber rechteckig oder quaratisch ist?
Leider kommen bei mir nur rechteckige in frage.
Die Gesamtfläche pro Absorber liegt knapp oberhalb 1qm.
Danke"

Lutz schrieb:08:11 | 19.08.2013

hi,

ich habe jetzt genau die gleichen seitenabsorber für die seitenwand und die vorderwand gebaut.

jetzt habe ich das problem das ein lichtschalter mit steckdose auf der fläche ist an dem der absorber hin muss.

würde es etwas ausmachten eine 2 cm leiste hinter die absorber zu setzen? dann wäre der absorber vor dem lichtschalter"

Felix Klostermann schrieb:13:54 | 19.08.2013

Hi! @Lutz: Das kannst du machen! @Kevin: Auch das ist möglich. LG;felix."

peter schrieb:11:55 | 27.08.2013

Hi Felix!
bin gerade dabei mir einen Heimkinoraum zu bauen (ca.5x6x2,3m. Dabei bin ich auf deinen Artikel gestoßen, der perfekt für Laien ist. Vielen Dank und Gratulation dazu.

Raumausstattung - in den vier Ecken kommen die Bassabsorber, raumhoch zum Einsatz. An den Seiten - und der Vorderwand werden im gesamten Verlauf auf Lautsprecherhöhe die Seitenabsorber installiert. Über dem Sitzplatz kommt "ein" Seitenabsorber (2x3m). Die Rückwand ist bautechnisch stark zerklüftet(Technikregal, Eingangsnische,..) daher nur ein schwerer Vorhang.

Für die Nutzung im Stereobetrieb habe ich mir überlegt, mobile Abdeckungen der einzelnen Absorber bzw. Teile dieser, anzubringen - nach Bedarf und Gehör.

Jetzt zu den eigentlichen Fragen.

.) zuviel des Guten oder Ok? - ca. 18mm²Seiten/Deckenabsorber + 4 Eckabsorger
.) Ist eine Abdeckung mittels Holz oder Kunststoffplatte geeignet um den Absorber zu deaktivieren?
.) Ist der Einsatz von Basotect empfehlenswert(ca. 10mal teurer)?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

LG
Peter "

Felix Klostermann schrieb:13:36 | 27.08.2013

Hallo Peter,
deine Idee in allen Ehren, aber ich denke, dass ist ein wenig zu über-ambitioniert. Versuch doch lieber, noch ein paar Diffusoren zwischen den Seitenabsorbern unterzukrigen, die kannst du aus optischen Gründen auch hinter den Stoff stecken, sprich genau wie die Seitenabsorber bauen. Basoctec würde ich nur dort benutzen, wo keine Folie drumherum kommt, ansonsten nimm Isover. LG,felix."

Felix Klostermann schrieb:13:40 | 27.08.2013

Noch etwas: Wenn deine Rückwand stark "zerklüftet" ist, würde ich es erstmal ohne Vorhang probieren, da dieser mit Sicherheit zu viele Höhen weg nimmt, wenn es nicht gerade ein Akustik Vorhang ist, die in der Regel aber doch recht teuer sind. LG, felix"

Dominic schrieb:21:52 | 27.09.2013

hi Felix,
erstmal hammergeile anleitung! Vielen Dank

Durch die Bassabsorber + SchaumstoffAbsorber hört sich das ganze viel perfekter an.
Der direkte Sound ist um einiges besser als zuvor.

Jetzt zum Hauptproblem:

Anfangs habe ich nur die Seitenabsorber gebaut.

Nun habe ich die gleichen Absorber hinter die Studiomonitore gestellt.

Also von der Vorderwand kommt kein klatschendes Echo mehr.-GEIL :D

Das Problem liegt daran das ich durch die Absorber die Studiomonitore zwangsweise ca.15cm nach vorner rücken musste.

Dadurch habe ich ab 80hz-30hz einen Abfall von ca -15db. Ich denke ein Subwoofer könnte Abhilfe schaffen?Subwoofer auch absorbieren? Das gleiche Problem habe ich auch im oberen Bereich. Ab ca 6500hz bis 15000hz fällt eine schräge um ca-12db.
LG Dominic"

Felix Klostermann schrieb:13:02 | 30.09.2013

Hi Dominic, dass die Einbrüche so massiv sind, kann kaum an den 15cm liegen. Hast du auch jeden Lautsprecher einzeln gemessen? Vielleicht canceln die Speaker sich auch gegenseitig... "

Dominic schrieb:14:29 | 30.09.2013

hi, hat sich erledigt.
hatte zuviel Müll auf dem tisch liegen^^

hab die Monitore einfach 2grad gekippt dann hat sich das mit dem Hochton beseitigt

hab zwar immernoch einen Abfall von 50-30hz um 10db aber ich kauf einfach mal n sub"

Locke schrieb:21:31 | 03.10.2013

Hallo,
ich habe den oben skizzierten Raum nachgebaut, allerdings länglich und nicht breit.
Ist es denn jetzt sinnvoll die Die Boxen direkt an die Wand zu stellen oder möglichst weit weg zur Vorderwand?
freundliche Grüße
Locke"

joseph schrieb:05:10 | 11.10.2013

was hat es mit dem seitenmolton auf sich? reflektiert das die höhen, oder kann man auch normalen stoff nehmen"

Felix Klostermann schrieb:14:35 | 11.10.2013

Hi Joseph, genau! Der Satinmolton ist auf einer Seite glatt und reflektiert damit besser die Höhen. Bei nur ein, zwei Modulen fällt das nicht weiter auf, solltest du aber mehrere in den Raum stellen, und konventionellen Molton nehmen, wird die Höhendämpfung sehr schnell unangenehm auffallen. LG,felix"

Markus D. schrieb:22:58 | 16.10.2013

Hallo,
ich bin begeistert! In Kürze werde ich unser Wohnzimmer optimieren und ein wenig "Heimkinomäßig" aufrüsten ;-)
Die Kantenabsorber kann ich lediglich an der "Live-End" Seite verwirklichen, aber ich denke, dass ist immer noch besser als nix, oder?
Die Mittel/Tieftonabsorber würde ich vielleicht ein wenig verändert in der Größe der Leinwand (2,7m breit, ca. 1,5 hoch)bauen, und ggf. noch je rechts und links einen an den Spiegelstellen zum Hörplatz.
Die Leinwand wird KEINE akustische LW werden - wirken die Mittel/Tieftonabsorber da noch? Meinem Verständnis nach, vermute ich, dass mehr Hochton reflektiert wird, und die Wirksamkeit eher die tieferen Frequenzen betrifft, oder?
Besten Dank für diese Tolle Seite!!!!!
Gruß
Markus "

swantje schrieb:22:26 | 20.01.2014

hallo,
vielen dank für den tollen beitrag!

eine sache frage ich mich:
rein akustisch wäre es doch auch möglich den holzrahmen wegzulassen und eine solche pyramidenschaumplatte im richtigen abstand zur wand anzubringen? "

D.A. schrieb:19:05 | 10.02.2014

Also Leute, ich muss schon sagen,das ganze Konzept hier ist echt gut. Wenn man bedenkt was für Mist man in manchen Foren liest, und vor allem über längere Zeit, merkt man das sich da fast nur Menschen einnisten die überhauptkeine Ahnung haben, und als erfahren gelten, nur weil sie viele Posts verfasst haben. Aber wenn ihr das hier nachbaut, garantier ich euch bekommt ihr perversen Studioklang. Ich habe es selbst über Monate Stück für Stück nachgebaut, und nach der letzten Messung, ungelogen habe ich einen Frequenzgang von 25-20k hz fast durchgehend +-5db"

Leonard schrieb:20:11 | 11.02.2014

Hallo, es steht im Bericht wer auf das Satinmolton verzichten möchte kann die Ränder etwas kürzer machen.

Und im Kommentar steht das Satinmolton die Höhen reflektiert.

Ist das direkt mit dem Akustikschaum auch so das diese die Höhen reflektieren?"