Workshop
29.09.2011
Workshop
Raumakustik Workshop - No.2 Seitenabsorber
Wie man mit einfachen Mittel eine Verbesserung der Raumakustik erzielen kann, haben wir bereits im ersten Teil unserer „Do It Yourself“-Akustik-Serie gezeigt, wobei wir uns dort exklusiv dem Thema Eck-Absorber gewidmet haben.
Im zweiten Teil geht es uns um die nicht minder wichtigen Seiten-Absorber, welche anstatt Bass/Mitten nun Mitten/Höhen dämpfen sollen. Ladet den Akkuschrauber, es wird wieder selbst geschraubt!








nima chatrsimab schrieb:15:40 | 29.09.2011
Eine sehr gute Darstellung; einfach, korrekt und präzise!
dc schrieb:17:50 | 29.09.2011
Ist das wirklich Spülwasser oder ein kleines Schnäppschen in Ehren? :-)
faessi schrieb:16:02 | 04.10.2011
Guten Anleitung, habe auch gerade ein paar Absorber gebaut. Das geht aber auch günstiger und gleich effektiv, siehe Anleitung hier:http://www.rocketsound.de/Hallo%20Paul.htmlRockwool nehmen, einpacken und Holzrahmen drum rum. Stoff drüber und fertig - die Kosten sind deutlich geringer.
jochen schrieb:17:44 | 05.10.2011
So verwirrend es klingen mag, mit "Luftpolster" sind die Absorber dennoch effektiver und in ihrer Wirkung homogener. Ich glaube die bekommt man auch noch ein wenig günstiger hergestellt, wenn man Sonderangebote beachtet. Die in dem rocketsound Link vorgestelllten Absorber hingegen variieren stark in ihrer Wirkung, auch auf Grund der unterschiedlichen Positionerungen. Billiger: ja, besser: nein.
Jorge schrieb:17:39 | 12.10.2011
"Das Luftpolster hinter dem Schaumstoff muss hingegen zwingend 5 cm betragen."Woher kommt denn dieser Wert?Durch irgendeine Wellenlänge? 1kHz z.B. hat aber ca. 35cm.
Felix Klostermann schrieb:22:21 | 12.10.2011
Mit der Umrechnung der Wellenlänge kommt man hier leider nicht weit, da das Wirkungsprinzip viel komplexer ist: Der theroretische Hintergrund besteht aus Wandimpedanzen, also frequenzabhängigen Widerständen, und dem Wechselspiel aus Druckstau und Luftströmung. Ähnlich dem "Dualismus der Teilchen" muss man nämlich bei Betrachtung unterschiedlicher Frequenzbereiche, unterschiedliche Gesetze berücksichtigen. Praktisches Beispiel: Während hohe Frequenzen in mittelgroßen Räumen in ihrer Ausbreitung mit dem Reflektionsgesetz beschrieben werden können, wird es bei den Bässen schon weitaus komplizierter, da sich diese kugelförmig ausbreiten. Mit 5cm Luft und 5cm porösem Absorber erhält man aber den besten Kompromiss im Mittenbereich, versprochen! Wem diese Antwort nicht genügt und dem Ortskurvendiagramme, komplexe Zahlen und Ersatzschaltbilder nicht abschrecken, der kann sich die graue Theorie mit folgendem Buchtipp auch genauer reinziehen: F.P. Mechel "Schallabsorber", Band 1-3, ca. 1800 Seiten.
Chris schrieb:13:17 | 16.10.2011
Danke für den tollen Workshop! Ich baue gerade mit meinen Kollegen unsere Bandproberaum um, da kommen diese Tipps wie gerufen. :-) Chris
Jan Lessner schrieb:09:51 | 15.12.2011
Klasse Anleitungen - genau sowas brauche ich gerade für unseren Proberaum! Ich hätte eine Variationsidee und wollte fragen, ob das klappen müsste oder ob sie einen Denkfehler hat. Ich würde gerne einen schmaleren Rahmen bauen, der gerade tief genug ist, um den Schaumstoff aufzunehmen. Da komme ich auf etwas 6 cm, was nicht so wuchtig aussieht. Den Rahmen bespanne ich dann - wie beschrieben - mit Stoff und hänge ihn mit einer Bandschlaufe wie ein Gemälde an einem einzelnen Haken an die Wand. Durch diese Art der Aufhängung hängt der Rahmen ja etwas schräg nach vorn übergekippt, wodurch sich das benötigte Luftpolster bildet. Das ist dann natürlich nicht rundherum 5 cm sondern 0 cm an der Unterkante und 10 cm (je nach Spiel der Bandschlaufe) an der Oberkante. Im Mittel sind es also 5 cm. Würde das gut genug funktionieren?
Felix Klostermann schrieb:18:37 | 15.12.2011
Hallo Jan,zwei Probleme sehe ich hier: Sollte dein Rahmen hinten lufdicht sein, so ist die Tiefenwirkung des resultierenden Absorbers leider nicht so groß, da die Funktion "deines" Luftpolsters zwischen Hauswand und Absorberrückwand nicht die gleiche ist, wie die des Luftpolster meines Absorbers (von der Absorberrückwand zum Dämmstoff hin). Sollte dein Absorber hingegen hinten offen bleiben, müsste des Absorber insgesamt zu groß werden, um die Strömung um ihn herum zu vernachlässigen. In beiden Fällen dämmpfst du dir aber mit Sicherheit zu viel Höhen und zu wenig Tiefen weg. Beste Grüße, Felix.
Steffen schrieb:18:41 | 09.01.2012
Hallo Felix Klostermann,darf ich fragen, wie deiner Meinung nach ein optimaler Absorber für eine allumfassende Dämpfung aussehen sollte? Such momentan die optimale Lösung um sowohl im Hoch-, Mitten-, als auch im Bassbereich die grösste Absorbtion zu erzielen. Danke & gruss Steffen
Felix Klostermann schrieb:21:02 | 09.01.2012
Hallo Steffen, eine gute Möglichkeit die Tiefenwirkung des Seitenabsorbers No2 zu erhöhen, wäre es eine zusätzliche Membran im Inneren zu installieren. Dadurch wird der Absorber allerdings auch tiefer. Da die frequenzselektive Absorbtionswirkung jedes Absorbers vor allem aber von der Positionierung abhängt, sollte man es tunlichst vermeiden "überall Breitbandabsorber" installieren zu wollen, da man dem Raum so erstens unnötig viel Platz weg nimmt und zweitens in der Gesamtwirkung zu viele Höhen dämpft. LG, Felix.
Borisklitschko schrieb:18:25 | 11.01.2012
haha ich habe diese rigipsdübel mit dem bohrhammer reingehämmert die dinger sind fest jedoch fehlt mir aussenrum 10cm kreisförmig von der rigipswand :D egal sound hammer :)
chris schrieb:20:53 | 20.01.2012
hm intressante geschichte. die frage ist nur was soll es bringen wenn ich hinten auf den rahmen eine abgedichtete holzplatte klebe.bringt maximal seitenreflexionen auf den aussenseiten des holzes, nachdem keine löcher in den seitenweänden sind. der schaumstoff wirkt hier keinesfalls als membran. besser die rückplatte weglassen und in den rahmen viele große löcher machen. + den rahmen (der auch komplett ausgefüllt werden darf) dann mit abstand zur wand aufhängen ;) lg chris
matmoti schrieb:14:32 | 16.05.2012
Hallo Felix Klostermann,ich habe eine Frage bezüglich des Schaumstoffes. Ich habe von einem Schaumstoffhersteller (Polsterhersteller) Schaumstoffreste geschenkt bekommen in ca 4 cm Dicke - aber ohne Pyramidennoppen.Würde ich einen ähnlichen Effekt erreichen, wenn ich den Schaumstoff doppelt auf 8 cm erhöhe? Oder besitzt der Akustikschaumstoff eine so andere Dichte inklusive der Pyramiden, woran man mit normalen Schaumstoff nicht heran reicht? Viele Grüße,Matthias
Felix Klostermann schrieb:16:12 | 16.05.2012
Hi Matmoti, das kann man prinzipiell schon so machen, auch wenn es nicht unbedingt optimal ist. Das größere Problem sehe ich aber bei dem Schaumstoff: Bist du dir absolut sicher das dieser offen-porig ist, damit er auch als poröser Absorber funktionieren kann? Die meisten Polster-Schaumstoffe sind dies nämlich oftmals nicht und ermöglichen keine optimale Luftdurchströmung. Nimm lieber 100mm Isover, Rockwool o.ä. LG, Felix.
Jens schrieb:20:34 | 20.06.2012
Hallo Felix K., funktioniert der Absorber ähnlich gut wenn man Noppenschaumstoff verwendet? Habe nämlich noch ein paar qm übrig (Dicke 5 cm). Der Sockelbereich der Schaumstoffplatten ist halt nicht so stark, wie bei den von dir verwendeten.Grüße Jens
Felix Klostermann schrieb:21:13 | 20.06.2012
Hi Jens,wenn du Noppenschaum übrig hast, kannst du auch ruhig den nehmen. LG, Felix.
toby schrieb:17:28 | 16.07.2012
ich hab die dinger jetzt zwischen den amps in unserem proberraum stehen, um die mic signale ein wenig zu isolieren. klingt super :-)
der eine schrieb:11:50 | 30.07.2012
Danke für die gute und ausführliche Dokumentation.Gibt es Messungen oder Berechnungen zu diesem Absorber bzw. welche Frequenzen werden hier absorbiert? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank
Natalie schrieb:12:05 | 23.08.2012
hallo felix diesen schaumstoff gibt es sehr billig bei ebay. kann man den benutzen?lgNoppenschaumstoff zur Akustikverbesserung Menge: 4m² einfach anzubringende 50cm x 50cm Tafeln glatt besäumt Rohdichte: 26kg/m³ +2/-2kg/m³ DIN EN ISO 845 Stauchhärte (40%): 3,5 +/-0,35 kPa (DIN 53577) Zugfestigkeit: >110 kPa (DIN EN ISO 1798) Abmessungen: 500mm x 500mm x 40mm flamhemmend nach MVSS302
Felix Klostermann schrieb:21:22 | 23.08.2012
Hi Natalie, das Material ist okay, nur die Abmaße sind nicht ideal. Bei 50*50 cm pro Tafel, brauchst du vier Tafeln, um einen Absorber in der richtigen Größe bauen zu können.
Felix Klostermann schrieb:17:03 | 24.08.2012
@der eine: Berechnungen sind hier auf Grund der vielen unbekannten Variablen wenig hilfreich. Sie würden leider nur "Pseudo-Wissenschaftlichkeit" vortäuschen und den Lesern keine Hilfe bieten. Und auch "echte Messungen" stellen sich als problematischer dar, als man zunächst denken mag: Möchte man z.B.: die "reine Wirkung" unseres Absorbers untersuchen, müsste man ca. 20 Stück von ihm bauen und alle gemeinsam in einem speziellen Hallraum untersuchen. Das würde einem zwar halbwegs nutzbare Werte, speziell für diesen Absorber mit genau diesen Materialen, liefern, steht aber in keinem Verhältnis zu dem "finanziellen" Aufwand. Man sollte die Sache also nicht unnötig verkomplizieren und einfach mal machen. Hältst du dich an unsere Anleitung, wird das Ergebnis schon ungefähr passen :-) Ich hoffe das hilft dir weiter.
Rogan schrieb:18:59 | 03.09.2012
hi felix,wie ich sehe ist in den Bildern auch ein Deckenabsorber eingemalt.kann man diese SeitenAbsorber dafür benutzen?immer wieder lese ich in Foren das man Thermarock 50 benutzen soll ohne BegründungIch hab bis jetzt die Eckabsorber von hier nachgebaut, allerdings bei der Messung noch bei 75 60 50 und 40 hz noch Raummoden die nicht innerhalb 300ms abklingenwürde ich das mit einem absorber zwischen decke und vorderwand ausgleichen können?ganz liebe grüße
Felix Klostermann schrieb:23:14 | 03.09.2012
Hi Rogan, unsere Seitenabsorber bringen dich bei deinen sehr tiefen Problemfrequenzen nicht wirklich weiter. Allerdings muss das kein Problem sein: Je nachdem wie groß deine Abweichungen sind - und vor allem wie groß dein Raum ist - kann man damit durchaus leben. Nicht zu "deutsch" werden ;-) Außerdem: Wenn du etwas an die Decke hängen möchtest, solltest du unbedingt die Traglast prüfen. Gerade, wenn hier mit Gipskarton geschalt wurde, kann das Gewicht unserer Seitenabsorber ein Problem werden, da der Kraft-Vektor hier ja auch anders ansetzt. Probier aber ruhig folgendes: Bau ein möglichst großen Rahmen, am besten im Format deines Grundrisses. Diesen füllst du später mit 100mm Isover-Platten, die in Müllsäcke gesteckt wurden. Du musst also noch ein Paar Querstreben einfügen, damit die Platten nicht durchhängen bzw. rausfallen. Ansonsten bleibt unser Rahmen oben und unten offen. Die Seite, die du später von unten siehst, kannst du natürlich mit Stoff bespannen. Dann hängst du das Ganze Konstrukt mit Ketten von der Decke ab. Den Deckenabstand kannst du dann variieren, bis deine Messungen passen. Tipp: Die Ketten richtig lang kaufen, so kannst du die Konstruktion Stück für Stück nach oben "klettern" lassen. LG und viel Erfolg, Felix.
Jörg schrieb:11:58 | 04.09.2012
hallo Felix,ich habe auch die Eckabsorber gebaut.ich besitze 8 zoll monitore und einen 10 zoll woofertortzdem hab ich keinen Druckich höre die Bässe jetzt glasklar aber spüre kaum Drucksoll das so sein?nicht falsch verstehen es hört sich sehr gut an durch die Eckabsorber. Es dröhnt nichts mehr, allerdings fehlt jetzt die euphorie wenn man den bass reinzwirbelt- fehlt eben der druck :Sfreundliche Grüße
Felix Klostermann schrieb:14:27 | 04.09.2012
Hi Jörg, hast du einmal mit der Positionierung der Speaker experimentiert? Erst ohne Sub die beste Position finden, dann den Sub platzieren? Phasendrehung des Subwoofers überprüft? Wenn du die Speaker systematisch von der Vorderwand in Richtung Abhörposition bewegst, solltest du eine Position finden, an der sich wieder Druck einstellt. Genelec hat zu dieser Problematik eine sehr gute Erklärung im Netz: www.genelec.com/faq/acoustical/not-enough-bass/
spengwoka schrieb:16:23 | 19.12.2012
hallo felix ich habe alles so gemacht eckabsorber und seitenabsorberwenn ich aber die boxen so platziere das der lautsprecherchassis vor dem eckabsorber ist, also zwischen eckabsorber und seitenabsorber, dann ist doch die box zu weit von der rückwand entfernt. sind 8 zoller und die eckabsorber sind 50cm breit. also ist die rückwand von den lautsprecher 30 cm weit weg und 55cm bis zum lautsprecher von der rückwand. In deinem link von genelec steht das die box nur 8- 10 cm weit weg von der wand sein soll#lg
Jan Schmidt-Lentzen schrieb:22:58 | 03.02.2013
Vielen Dank erst ein Mal für die Anleitung. Macht es einen Unterschied, wenn ich den Rahmen direkt, luftdicht an der Wand montiere, anstatt die Holzplatte zu verwenden?
Alex schrieb:22:37 | 07.04.2013
Wäre es nicht sinnvoller die Teile hinten offen zu lassen damit würde man noch ein bisschen mehr Tiefe erreichen. Und den Noppenschaum mit den Noppen Richtung Wand zu drehen und so weit wie möglich weg von der Wand einzubauen. Damit müsste der Absorber ein bisschen tiefer runtergehen da der Teil des Noppenschaums der am dichtesten ist und den höchsten Strömungswiderstand hat weiter von der Wand weg ist. mfg Alex
mik schrieb:20:47 | 02.05.2013
Hallo Felix Kann ich statt der Rückwand auch den Rahmen mit Silikon gegen die Raumwand abdichten? Auf jeden Fall vielen Dank für die super Anleitung!
Felix Klostermann schrieb:23:03 | 02.05.2013
Hi Mik, das kann man machen! LG,Felix
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