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Akai MPC Studio Test

USB/MIDI-Controller inkl. Software

Let the beat roll!

Die AKAI MPC Studio ist ein USB/MIDI- Controller inklusive der passenden, proprietären DAW-Software, um in Verbindung mit einem Computer Beats mit "Stand-Alone-Feeling" produzieren zu können. Traditionell war die MPC ein reines Hardwaregerät, doch seit der MPC Renaissance beschreitet Akai neue Wege und bietet eine Kombinationen aus Software und Hardware-Controller an.

Besitzt man  bereits einen Computer, kann man so ordentlich Geld sparen. Ein Konzept was aufgeht, wie auch das Pendant von Native Instruments, genannt Maschine, beweist. Faktencheck!

Details

Die Verkaufseinheit „Akai MPC Studio“ beinhaltet einen USB-MIDI-Controller namens „MPC Studio“, sowie die entsprechende DAW-Software von Akai, mit dem schlichten Namen „MPC Software“. Diese ist sowohl auf dem Mac, als auch auf dem PC lauffähig und beliebig oft installierbar, erfordert allerdings immer eine angesteckte MPC-Hardware, die es vorab online zu registrieren gilt. Der Controller wird so zu einer Art Dongle.

Betrachten wir zunächst einmal den 0,89 kg schweren Controller selbst: Er ist sehr kompakt, ultra-dünn und beeindruckt vor allem mit seiner Wertigkeit und dem Alu-Deckel. Alle Taster sind gummiert und bieten einen angenehmen Druckpunkt, wenn auch das Layout auf den ersten Blick etwas überfordernd wirkt.

Die prominentesten Gestaltungselemente sind sicherlich das große und hintergrundbeleuchtete, blau/weiße 360x96-Pixel-Display, sowie die 16 Pad-Taster zum Spielen von Noten, mit denen Drums und Melodien umgesetzt werden können. Sie klopfen sich sehr angenehm und bieten einen tollen Rebound. Dabei gibt das Gerät beim Spielen kaum einen Eigenklang ab, was sehr angenehm ist und bei den meisten anderen Controllern nicht der Fall ist. Des weiteren sind die Pad-Taster Hintergrund-beleuchtet, wobei jedoch nur der schmale Rand der ansonsten grauen Pads in den Farben Gelb, Orange und Rot erstrahlt – und zwar abhängig von der jeweiligen Anschlagsintensität. Cooles Unterstatement nenne ich das.

Neben Cursor-Tasten und dedizierten „Data +“ und „Data -“ Tastern bietet sich zum Browsen, Scrollen und Werte ändern bzw. für die Navigation im Allgemeinen ein „großer“, gerasterter Encoder an. Die fünf anderen Encoder ermöglichen eine Steuerung der MPC-typischen 16 „Q-Links“.

Mit dem obersten Encoder kann man zwischen vier Q-Link-Pages wechseln, wobei die unteren vier nicht-gerasterten und berührungs- empfindliche Encoder dann die Steuerung von vier dieser 16 Parameter übernehmen. So kann man interne Parameter wie u.a. Filter, Pitch, Velocity, Decay und Attack in Echtzeit verändern, aber auch die Steuerung von Plug-Ins oder externen MIDI-Klangerzeugern übernehmen und selbstverständlich auch automatisiert aufnehmen. Alle Encoder-Kappen bzw. „Rädchen“ sind aus Kunststoff und Chrom-farben lackiert - sie drehen sich angenehm und recht präzise.

Auf der Rückseite findet sich der USB-Anschluss, eine Kensington-Buchse zum Sichern des Gerätes, sowie zwei kleine 3,5mm-Klinke-Buchsen. An diese können die proprietären und mitgelieferte „MIDI-Buchsen-Kabel“ angeschlossen werden, sodass man trotz des kompakten Abmaß von 22,6x274x257 mm dennoch ein vollständigen MIDI-I/O vorfindet. Sehr gut.

Neben den beiden MIDI-Adaptern und einem USB-Kabel liegen der MPC Studio auch noch eine schicke, rote Neopren-Tasche zum Schutz des kleinen Controllers, sowie eine gedruckte Schnellstart-Anleitung auf Deutsch bei. Das „richtige Handbuch“ gibt es hingegen nur auf englisch und in PDF-Form.

Die Software-Ausstattung umfasst insgesamt drei Discs. Die erste DVD beinhaltet dabei die Treiber, die MPC Software, sowie eine Sample und Loop Library namens „MPC Drum Content und Loop Library“, die wichtiges MPC-Material der letzten Jahrzehnte enthält. Auf einer weiteren DVD findet sich die 7GB-große Library „the Bank“ welche mit einem virtuellen Instrument für Bässe, Leads, Effekten und Keyboards aufwartet, sowie die auf einer weiteren CD vorliegende Analog-Drums-Kollektion nebst Grafik-Bedienoberfläche „the 809 MPC Expansion“.

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