Schnell die alte Klapperspinne vom Stativ entfernt, das USM-L draufgeschraubt und kurz den Winkel eingestellt. Als erstes probiere ich, ein Gefell UM Mikrofon einzupassen, das sehr lang und dünn ist. Die Befestigung des Mikrofons erfolgt wie bei einer Zwinge über die vier Stellschrauben mit Andrucktellern. Innerhalb weniger Sekunden ist das Mikro eingepasst. Die bei der Stativschraube integrierte Kabelklemme fixiert zudem das Kabel, so dass es nicht so leicht gegen das Stativ kommen kann. Sehr gut. Gewöhnungsbedürftig ist, dass ein Mikro theoretisch unten rausrutschen könnte, wenn die Schrauben zu weit auseinander stehen. Ein Neumann TLM oder auch das Gefell ist ja nach oben hin etwas breiter, was davor schützt – aber „Backsteine“ wie z.B. das C414 könnten theoretisch durch. Gleich Ausprobieren: Mein EV RE-1000 hat so eine Form und muss für diesen Test herhalten. Kurz die seitlichen zwei Schrauben am USM aufgedreht, altes Mikro raus, die anderen entsprechend eingestellt, neues Mikro rein, festgeschraubt – das sitzt fest! Aber beim fliegenden Wechsel sollte man schon darauf achten, das es passt. Das Handling ist ansonsten problemlos, die Beschichtung auf den vier Andruckscheiben der Schrauben polstert gegen Kratzer am Gehäuse. Den Klopftest am Stativ, den man auf der Rycote Website sehen kann (HIER) habe ich natürlich auch probiert, bin aber nicht zu so klaren Ergebnissen im Vergleich mit meiner alten Standardspinne gekommen. Für mich war der Test mit Sängerin eh entscheidender – und die Aufnahmen waren auf jeden Fall problemlos und sauber. Bei der alten Spinne hatte ich ab und zu Stativgeräusche, diesmal hatte ich keine. Ich war zufrieden!
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