Hersteller_Akai
Test
5
Test

Akai MPX8 Test

Mobiler SD(HC)-Card Sample-Player

Sample-Spaß für unterwegs

Akai MPX8 Sample-Player im bonedo.de-Test. Der MPX8 ist ein Sample-Player für SD- und SDHC-Karten aus dem Hause Akai. Acht beleuchtete, anschlagdynamische Pads, die an die legendäre MPC-Serie erinnern, dienen zum Abfeuern des Audiomaterials oder zum Senden von MIDI-Befehlen. Das Gerät geht zum Preis von 120 € (UVP) über die Ladentheke und soll laut Hersteller gleichermaßen für den Einsatz im Studio, für den Live-Gig oder als Teil eines DJ-Setups geeignet sein. Zwei MIDI-Schnittstellen und ein USB-Anschluss machen den MPX8 zum MIDI-Controller für alternative Soft- oder Hardware. Einen Sample-Editor zur Bearbeitung der Audiodateien am Computer und eine Loop-Library stellt der Hersteller kostenlos als Download zur Verfügung. Doch auch wer sein Gerät ohne Vorbereitung in Betrieb nimmt, muss nicht mit der Stille des Raumes vorlieb nehmen, denn bereits ab Werk hat der MPX8 eine Sound-Bibliothek an Bord. Sehr vielversprechend für den professionellen Stage- und Studioeinsatz sind die symmetrischen Ausgänge des Gerätes, auch an einem Kopfhöreranschluss mangelt es nicht.

Doch Konkurrenz, die der Anschaffung eines MPX8 im Weg stehen könnte, gibt es natürlich auch. Dazu zählen besonders die zahlreichen Apps für Tablets und Smartphones und auch im Bereich der kompakten, mobilen MIDI-Controller ist das Angebot mittlerweile groß. Die Anzahl der reinen Pad-Controller indes ist dagegen noch recht überschaubar. Wir haben den MPX8 auf den Bonedo-Prüfstand geschickt und verraten euch, ob sich die Investition lohnt und für wen das Performance-Tool geeignet ist.

Details

Unser Testmuster wird in einem bunt bedruckten Karton angeliefert, der folgende „Inhaltsstoffe“ preisgibt: einen MPX8-Controller, ein Standard-USB-Kabel und ein Steckernetzteil zur Spannungsversorgung, das sich mit der USB-Strippe verbinden lässt. Ferner liegen zwei Adapter (Miniklinke auf Fünfpol-MIDI) zur Verwendung von Standard-MIDI-Kabel gemäß DIN-Norm im Paket. Neben den obligatorischen Garantiebelegen finde ich auch ein gedrucktes, deutschsprachiges Handbuch in der Verpackung. Es ist leicht verständlich geschrieben und beinhaltet zahlreiche Abbildungen. Software und Soundbänke gehören zwar zum „Lieferumfang“ des MPX8, doch diese in der Box zu suchen ist zwecklos, da die „weiche Ware“ ausschließlich über die Website des Herstellers zu beziehen ist. Wie eingangs bereits erwähnt, sind dies eine Loop- und Drum-Library sowie die Sample-Kit Editor-Software zum Editieren und Übertragen von Audiodateien auf die Hardware.

Erster Eindruck

Obwohl der MPX mit seinen 450 Gramm ein richtiges Leichtgewicht ist, wirkt dessen Chassis ziemlich robust. Obendrein misst der kompakte Player gerade mal 29,5 x 10,2 x 3,3 Zentimeter und ist damit prädestiniert für den mobilen Einsatz. Acht farbig beleuchtete und anschlagdynamische Pads (27 x 27 mm) dienen zum Abfeuern der Samples. Vier große Gummifüße sorgen dafür, dass der Kandidat auch bei glatten Oberflächen nicht so leicht „auf Wanderschaft“ geht. Die Pads wirken sehr wertig und erinnern mich bezüglich ihres Druckwiderstandes erfreulicherweise an die legendäre MPC-Serie. Einziger, spontaner Kritikpunkt ist das Data-Wheel, denn dieses ist ein wenig wacklig ausgefallen und aufgrund des kleinen Durchmessers von lediglich 23 Millimetern sowie der doch recht glatten Oberfläche etwas fummelig zu bedienen.

Anschlüsse

An der linken Außenflanke ist der Power-Schalter des Gerätes untergebracht. Gleich daneben sitzen die beiden MIDI-Ein- und Ausgänge, ausgeführt als 3,5-Millimeter-Klinkenbuchsen, die sich via Adapter mit handelsüblichen Standard-MIDI-Kabeln verbinden lassen. Gleich zwei Aufgaben übernimmt die USB-Buchse Typ-B. Sie versorgt den MPX mit Betriebsspannung und übermittelt MIDI-Befehle an den Rechner. An der rechten Geräteseite sind zwei symmetrische 6,3-Millimeter-Klinkenbuchsen zum Abgreifen des Ausgangssignals platziert. Wer es lieber mono mag, der kann auch nur eine Klinke in die linke Buchse stecken. Hinten sehe ich den Einschub für SD- oder SDHC-Karten und eine praktische Ausfräsung für eine Kensington-Diebstahlschutzvorrichtung. Selbstverständlich lässt sich auch ein Kopfhörer an den MPX anschließen. Zu diesem Zweck gibt es vorn eine Stereo-Miniklinkenbuchse. Die Lautstärke des Kopfhörerausgangs ist an den Main-Out gekoppelt und wird mit den beiden Tasten „Volume +“ und „Volume -“ justiert. Drücke ich beide Tasten gleichzeitig, stoppt das aktuell spielende Sample. Ein monochromes Display (50 x 25 mm) mit blauer Hintergrundbeleuchtung zeigt sämtliche relevanten Informationen an. Das Data-Wheel ermöglicht es mir, die jeweils ausgewählte Kenngröße zu verändern. Durch die im Display angezeigten Parameter blättere ich mithilfe der beiden Tasten „Select +“ und „Select -“. Im Detail sind dies:  

  • Die aktuelle Kit-/Preset-Nummer
  • Der Speicherort des gewählten Samples (INT = intern oder SD = Speicherkarte)
  • Nachrichten wie Arbeitsprozesse (z.B. Laden) oder Fehlermeldungen
  • Sample-Name: Bezeichnung des jeweils gewählten Samples
  • Parameter: Infos zu Tuning, Reverb-Anteil, Trigger-Typ, Pegel, Panning und MIDI-Notennummer

Verwandte Inhalte

Vestax Pad-One

„Solid as a rock“ - wie ein Fels in der Brandung. So könnte ich meinen heutigen Testkandidaten beschreiben, möchte ich meinen ersten Eindruck in eine passende Metapher kleiden. Die Rede ist vom Aluminium-Geschoss Vestax Pad-One ...

Akai MPX16 Test

Der MPX16 von Akai ist ein Sample-Player/Recorder mit USB-Anschluss und SD-Karten-Slot. Im Bonedo-Test erfahrt ihr, was der große Bruder des MPX8 so alles kann und für wen das Gerät interessant sein könnte.

User Kommentare