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06.03.2012
Test

Behringer EPA 150 Portable PA Test

Kompakte Mini-PA

PA to go

Unter der Bezeichnung EPA 150 Portable PA bietet die Firma Behringer eine kleine PA mit Kabeln und einem Mikrofon in einem stabilen Aktenkoffer an. Der Koffer mit Inhalt wiegt nur 12 kg und macht dieses System extrem mobil. Zwei Mikrofonwege mit Phantomspeisung, ein Line- bzw. Instrumenteneingang und ein Lineweg in Stereo, alle mit einem 3-Weg-EQ versehen, stehen zur Verfügung. Es gibt einen Effektbus mit 100 Presets, einen 7-bandigen grafischen Summenequalizer sowie eine Stereoendstufe mit zweimal 75 Watt Ausgangsleistung.

Zum System gehören zwei Satellitenboxen mit je zwei passiven Wegen. Sie werden beim Transport einfach an den Kunststoffkoffer angehängt. Laut Behringer soll sich die portable PA für kleine Partys, Präsentationen, als Übungsanlage oder für den Auftritt in kleinen Clubs empfehlen. Na dann wollen wir dem kleinen System mal bei der Arbeit zuhören.

DETAILS

Die EPA 150 Portable PA trägt den Namen „Portable“ wirklich zu Recht. Sie ist eine tragbare Mini-PA und aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts für Kleinbeschallungen sehr attraktiv. Alle notwendigen Komponenten wie Boxen, Mischpult, Endstufe, Kabel und ein Mikrofon sind in einem stabilen und leichten Kunststoffkoffer untergebracht. Mischpult und Endstufe sind quer an der linken Seite des Systemkoffers in einem grauen Metallgehäuse platziert. Mikrofon und alle notwendigen Kabel finden dahinter eine Heimstatt und werden beim Transport in einer kleinen fest eingebauten Tasche mit Reißverschluss verstaut. Die Satellitenboxen lassen sich jeweils links und rechts am Koffer in die dafür vorgesehene Halterung im Case einhängen. Dabei liegt die Front des Lautsprechersystem zum Schutz immer auf der jeweiligen Innenseite des Transportkoffers.

Insgesamt fünf Eingangswege erwarten den Anwender: Zwei Mikrofonwege mit Phantomspeisung, ein Instrumenten- bzw. Lineeingang und ein weiterer Stereoweg für die Einspeisung von hochpegeligen Signalen. Am Instrumenteneingang lässt sich aber auch ein drittes Mikrofon per XLR-auf-Klinken-Adapter betreiben. Alle Eingangsbuchsen sind auf der frei zugänglichen Vorderseite des Mischpultes angebracht. Neben den beiden XLR-Buchsen für die Mikrofone gibt es jeweils noch eine Klinkenbuchse, die bei Gebrauch den XLR-Eingang abschaltet. Der Stereoweg verfügt neben der Beschaltung mit Klinkenbuchsen auch noch über zwei Cinchanschlüsse.

Ganz rechts auf der Vorderseite liegen die physikalischen Ausgänge - zwei Cinchausgänge zum Aufnehmen und ein NF-Monoausgang. Von dort aus könnte man mit dem Signal in eine weitere PA gehen oder z.B. einen Subwoofer speisen. Den Abschluss der Frontplatten-Ausstattung bildet ein Kopfhöreranschluss, der über einen eigenen Lautstärkeregler verfügt und das Summensignal vor den Masterfadern abgreift. Das wiederum ermöglicht auch ein „leises“ Einstellen der verschiedenen Signale. Alle Ein- und Ausgänge sind gut ablesbar in Weiß auf schwarzem Metall beschriftet.Auf der Rückseite des EPA 150 warten zwei Lautsprecherausgänge als Klinkenbuchse für links und rechts und die Netzbuchse für die notwendige Stromversorgung des Gerätes auf Anschluss. In dieser Netzbuchse ist praktischerweise auch die Gerätesicherung untergebracht - unmittelbar daneben befindet sich ein großer flacher Netzschalter.

Die eloxierte Oberseite des EPA 150 ist vorbildlich strukturiert. Bedienelemente, die zusammengehören, sind jeweils in einem schwarzen Feld zusammengefasst. Pro Eingangskanal liegt immer links ein 60 mm langer Kanalfader und daneben eine 3-Weg-Klangregelung. Der Bassregler arbeitet bei 160 Hz, der Mittenregler übernimmt den 1 kHz Bereich und der Hochtonregler bedient die 8 kHz. Der jeweilige Regelbereich liegt bei ± 15 dB. Alle Drehregler haben eine rastende Mittelstellung und sind mit blauen Farbkappen versehen. Im Kanal 4/5 für Linesignale werden die Laustärke und die Klangreglung für den linken und rechten Kanal mit Stereoreglern bedient.

Über der Klangreglung in den Kanälen sitzt immer in der gleichen Reihe ein Effektregler mit einer roten Markierung. Das Signal wird in allen Kanälen hinter dem Fader abgegriffen und landet in einem 24-Bit-Effektprozessor mit 100 Presets. Ein schwarzer Endlosdrehregler rechts oben wählt ein Effektprogramm aus, und ein kurzer Druck auf diesen Regler aktiviert es dann. Ein zweistelliges numerisches Display informiert über die gewählte Programmnummer. Zwei weitere LEDs zeigen das Eingangssignal des Prozessors und eine mögliche Übersteuerung durch den Eingangspegel an. Direkt daneben liegt der Return-Regler für den gewählten Effekt. Mit ihm lässt sich der Anteil, der auf die Stereosumme zurückgeführt wird, bestimmen. Damit man ihn bei der Arbeit nicht aus den Augen verliert, hat auch er eine rote Farbkappe.

Die Effektbibliothek ist in zehn Gruppen unterteilt. Jeweils zehn Sounds tummeln sich in den Rubriken Hall, Room, Plate, Gated, Delay, Chorus, Pitch, Multi Effekt1 und Multi Effekt 2. Zum Wiederfinden der einzelnen Sounds in diesen Gruppen sind ihre Namen unter der numerischen Anzeige auf die Frontplatte aufgedruckt. Links neben der Effekteinheit liegt ein 7-Band Grafik-Equalizer - er ist schaltbar und regelt die Korrekturen für links und rechts gemeinsam. Alle Fader haben eine rastende Mittelstellung. Die Frequenzen liegen bei 63, 160 und 400 Hz sowie bei 1, 2,5, 6,3 und 16 kHz, die Regelbereiche sind mit ± 12 dB wählbar.

In den sieben Schiebereglern ist jeweils eine rote LED eingebaut - mit einem Schalter rechts unter dem EQ lassen sich diese aktivieren. Behringer nennt das Ganze FBQ-Funktion. Diese Anzeige entspricht einem 7-Band-Analyser, der bei einem Feedback den störenden Frequenzbereich anzeigt. Eingreifen und runterregeln muss man aber am grafischen EQ manuell.

Ganz rechts auf der grau unterlegten Oberfläche liegen zwei Masterfader, jeweils für links und rechts getrennt. Sie sind sehr leichtgängig und erlauben feinste Lautstärkekorrekturen. Für den ausreichend lauten Kopfhörerverstärker liegt rechts neben den Summenfadern noch ein weiterer Level-Regler. Ein eingebautes leichtes Schaltnetzteil sorgt für einen sicheren weltweiten Betrieb bei Netzspannungen zwischen 100 und 240 Volt und lässt sich über einen stabilen Netzschalter auf der Rückseite aktivieren. Die Leistungsaufnahme während des Betriebs liegt bei durchschnittlichen 200 Watt.

Über zwei mitgelieferte 3,7 Meter lange Klinkenkabel mit eingeschweißten Klinkensteckern werden zwei Satellitenboxen mit 2x 75 Watt an 4 Ohm betrieben. Die Boxen sind ca. 32 x 18 x 14 cm (H x B x T) groß und beherbergen in stabilen Kunststoffgehäusen jeweils ein passives Zweiwege-System. Ein 4-Zoll-Treiber erledigt die Tief-/Mittenarbeit und ein 1-Zoll-Hochtöner ist für den Hochtonbereich zuständig. Durch einen stabilen Ständereinlass lassen sie sich die Boxen einfach auf einen Mikrofonständer mit dem üblichen Durchmesser von 17 mm stellen, um so die Position der Speaker zu erhöhen.

Als besonderes Bonbon liefert Behringer auch noch ein Mikrofon mit einem 3,6 Meter langen Kabel sowie einen Mikrohalter aus seiner eigenen Produktserie mit. Das XM1800 S ist ein Nahbesprechungsmikro mit einer Supernierencharkteristik und eignet sich für eine Sprach- oder Gesangswiedergabe in Verbindung mit der Behringer EPA 150.Zum Mikrofon gehören ein gedrucktes Polardiagramm und eine grafische Darstellung des Frequenzspektrums des Schallwandlers. Eine leichte Anhebung des Höhenbereichs ab 3 kHz soll bei der Wiedergabe für eine gute Sprachverständlichkeit sorgen.Eine Bedienungsanleitung in 13 Sprachen ist dem Gerät in gedruckter Form beigefügt - sie erklärt alles technisch Notwendige und hilft beim Einstellen der Mini-PA.Zusätzlich ist noch eine übersichtliche Grafik mit den Anschlussmöglichkeiten im Deckel des Transportkoffers angebracht. Ein Netzkabel und ein NF-Kabel mit Miniklinke auf zwei Cinchstecker gehören ebenfalls zum Lieferumfang des Pakets.

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