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Les Paul ist tot!

Im Alter von 94 Jahren ist am Donnerstag, den 13. August 2009,  die E-Gitarrenlegende Lester “Les Paul” Polfuss  in einem New Yorker Krankenhaus an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben.Der Gitarrenbau-Pionier war nicht nur Erfinder und Namensgeber einer der berühmtesten und richtungsweisenden Gitarren der Welt, er war auch selbst begnadeter Musiker und spielte noch bis vor einigen Wochen regelmäßig in diversen New Yorker Clubs. Mehrere Grammys und die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame 1988 begleiteten seine Karriere.

Die Basis seiner musikalischen Karriere bildete die Country- und Jazzmusik, seine ersten Instrumente waren Mundharmonika und Banjo. Nach seinem Wechsel zur Gitarre erspielte er sich vor allem in den 40er Jahren einen Ruf als Sideman von Größen wie Oscar Moore, Nat King Cole, Bing Crosby oder den Andrew Sisters. Außerdem veröffentlichte er zahlreiche eigene Schallplatten, darunter 1945 den Nummer Eins Hit “It’s Been a Long, Long Time”.Unzufrieden mit den elektrischen Gitarren der damaligen Zeit machte sich Les Paul daran, mit einer eigenen Entwicklung die Schwachstellen der bis dato vorhandenen Instrumente mit akustischen Korpus und F-Löchern zu eliminieren.

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Ergebnis war eine Gitarre mit einem massiven Korpus, die eigentlich nur aus einem Holzblock mit Gitarrenhals bestand und allein aus ästhetischen Gründen mit zwei gitarrenähnlichen Korpushälften ausgestattet wurde. Diese neue Entwicklung erlaubte rückkoppelungsfreies Spielen, höhere Lautstärken und einen unverfälschten Ton. Der amerikanische Hersteller Gibson, dem Les Paul Mitte der Vierziger seine neuartige Gitarre anbot, reagierte zurückhaltend und erst 1952 erschien das erste Modell unter seinem Namen. Zurückblickend gibt es keinen Zweifel, dass es nur sehr wenige Beispiele in der Musikinstrumentengeschichte gibt, die an die Erfolgsstory der Gibson Les Paul heranreichen können.

Neben seinen Verdiensten auf dem Gitarrensektor gehen auch einige wegweisende Entwicklungen in der Studio- und Recordingtechnologie auf seine Initiative zurück. Trotz der Folgen eines schweren Autounfalles 1948 war er bis zum Schluss als Musiker aktiv, erfreute sich höchster Wertschätzung bei der Creme de la Creme des Rock ‘n’ Roll Business und nahm sogar noch 2005 im Alter von 91 Jahren mit Jeff Beck, Eric Clapton, Peter Frampton und anderen unter dem Namen Les Paul & Friends das Album American Made, World Played auf, für das er zwei Grammys erhielt.

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von Bonedo Archiv

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