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Kaufberatung und Vergleichstest Multieffekte für Synthesizer

Kaufberatung und Vergleichstest Multieffekte für Synthesizer
Kaufberatung und Vergleichstest Multieffekte für Synthesizer

Auf dieser Seite präsentieren wir eine Auswahl der besten Multieffekt-Pedale, die sich hervorragend mit einem Synthesizer einsetzen lassen. Neben unseren Empfehlungen bieten wir Kurztests zu den jeweiligen Pedalen, die Aufschluss über deren besondere Eigenschaften bieten.

Unsere Empfehlungen

Vergleichstest Multieffekt-Pedale für Synthesizer 2022

KATEGORIE:Eventide H9Produktseite auf thomann.de
PREIS/LEISTUNG:HoTone AmperoProduktseite auf thomann.de
Topp:Headrush MX5Produktseite auf thomann.de
TIPP DER REDAKTION:Line 6 HX StompProduktseite auf thomann.de

Kurztests Multieffekt-Pedale

(Multieffekt-Pedale in alphabetischer Reihenfolge)

Boss ME-80

Boss ME-80 (Foto: Thomann)
Boss ME-80 (Foto: Thomann)

Das Multieffekt-Flaggschiff der Pedal-Pioniere von Boss wirkt auf michwie die erweiterte Version des Nux Cerberus. Auf komplexe Sub-Menüs wurde hier verzichtet, stattdessen begrüßt das Stomp-Pedal mich mit allerhand Reglern und Fußschaltern, die in insgesamt acht Effekt-Kategorien aufgeteilt sind. Vom Amp-Modeling, über Verzerrung und Modulation bis hin zu Reverb und Delay bleiben kaum Wünsche offen. Das Boss ME-80 verzichtet hierbei auf große Experimente und setzt in den Sektionen eher auf klassische (Gitarren)-Effekte. Lediglich im Delay-Bereich geht es mit dem Terra Echo und dem Reverse Delay auch etwas experimenteller zu. Im Vergleich zu den anderen Sektionen wurde der Reverb sehr einfach gehalten. Die drei Modi (Room, Spring, Hall) lassen sich bis auf ihre Decay-Time kaum bearbeiten. Da gerade bei Synthesizern Reverbs eine große Rolle spielen, muss sich das ME-80 in diesem Bereich schon etwas anstrengen, um diese Lücke mit den anderen Sektionen auszugleichen. Hier finde ich besonders die Modulations-Effekte in Kombination mit den verschiedenen Delay-Typen besonders reizvoll.

Dank des integrierten Expression-Pedals lassen sich diverse Parameter intuitiv kontrollieren. Zwar lassen sich, anders als bei ähnlichen Pedalen, keine detaillierten Einstellungen wie „Mic Distance“ oder „Reverb Modulation“ vornehmen, jedoch profitiert das ME-80 in Sachen Workflow stark davon, dass nur die wichtigsten Parameter kontrolliert werden können und keine endlosen Optionen geboten werden. Keep it simple! Das Pedal besitzt zwar einen Stereo-Ausgang, jedoch nur einen Mono-Eingang, wodurch Stereo-Keyboards nur bedingt zur Geltung kommen. Trotz seiner Größe lässt sich das Gerät neben dem optionalen Netzteil auch mit Batterien betreiben, was bemerkenswert ist. Das ME-80 ist gemessen an Preis und Verarbeitung ein solides, vielseitiges Pedal mit einem intuitiven Bedienkonzept, das aufgrund seiner Ausstattung vor allem für E-Pianos interessant sein dürfte.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • 8 Effektkategorien
  • 9 aktuelle COSM Verstärkermodelle aus dem GT-100
  • Effekte: Phaser, Tremolo, Boost, Delay, Chorus, EQ, 3 verschiedene Reverbmodi, Overdrive/Distortion, Kompressor, Oktaver, uvm
  • 8 Multifunktionstasten
  • Expressionpedal
  • Manual Mode für ON/OFF-Schaltung wie bei einzelnen Bodenpedalen
  • Memory Mode für die Umschaltung von kompletten Patch-Setups
  • Delay-Sektion inklusive Looper mit bis zu 38 Sekunden Aufnahmezeit
  • 2 Amp-Ausgänge: 6,3 mm Klinke
  • Recording/Kopfhörerausgang: 3,5 mm Miniklinke
  • Aux-In
  • USB-Anschluss
  • Betrieb mit 6 AA-Batterien oder mit Netzteil möglich (nicht im Lieferumfang)
  • Maße: 447 x 231 x 91 mm
  • Gewicht: 3,6 kg
Boss ME-80Produktseite auf thomann.de4 / 5
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Crazy Tube Circuits Sidekick

Crazy Tube Circuits Sidekick
Crazy Tube Circuits Sidekick

Das Crazy Tube Circuits Sidekick Pedal wandelt, ähnlich wie das EHX Epitome, eher auf puristischen und minimalistischen Wegen, als auf eine besonders große Bandbreite zu zielen. Die kompakte Stompbox beheimatet eine Chorus/Flanger-Einheit, einen Reverb (Plate/Shimmer/Exciter) sowie ein simples Delay. Auch eine einfache Speaker Simulation ist mit an Bord. Das Gerät arbeitet komplett mono, wodurch es für Stereo-Synthesizer leider nur bedingt geeignet ist. Schade, denn die Algorithmen sind eine schöne Mischung aus digitaler Präzision und analogem Charme. Das Delay erhält beispielsweise einen dreckigen Tape-Charakter, wenn man das Feedback (Tail/More) überreizt. Auch erfrischend, dass jede Sektion mit lediglich 2 – 3 Reglern auskommt, wodurch ein spielerischer und intuitiver Workflow entsteht. Zur Abwechslung heißen die Parameter auch nicht „Decay“ oder „Tone“, sondern werden beispielsweise in der Reverb-Sektion in dem Regler „Excite“ kombiniert.

Durch drei Footswitches lassen sich die Sektionen unabhängig voneinander aktivieren, lediglich die Reihenfolge (Chorus → Delay → Reverb) lässt sich nicht ändern. Im Vergleich etwa zum EHX Epitome lässt sich mit dieser Reihenfolge aber flexibler umgehen, da hier kein Octaver mit an Bord ist, hinter den ein Distortion-Pedal gesteckt werden will. Mir ist lediglich aufgefallen, dass bei Aktivierung des Chorus ein deutlich hörbarer Lautstärken-Schwund hörbar ist. Außerdem rauscht der Kopfhörer-Ausgang gewaltig im Vergleich zum rauscharmen Audio-Ausgang. Erfreulicherweise wurde dem Sidekick sogar ein XLR/DI-Out spendiert, inkl. Pad- und Ground Lift-Schalter. Auch wenn das Pedal offensichtlich eher für Gitarrist*innen entwickelt wurde, ist es aufgrund der ansprechenden Algorithmen und des intuitiven Workflows für (Mono)-Synthesizer mehr als interessant!

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • Chorus/Flanger, Delay und Reverb in einem Pedal
  • maximale Delay-Zeit: 700 ms
  • 3 Reverb-Algorithmen: Exciter aus dem Splash mk3, Plate und Shimmer
  • Verstärker/Lautsprechersimulation
  • Regler: Volume, Mix, Time, More, Depth, Excite, Tail, Speed
  • Drucktasten: Ground Lift, Peaker Sim, -15db PAD, DI, Flanger/Chorus
  • Schalter: Exciter Shimmer Plate
  • LED: Reverb, Delay, Mod Effekt An
  • Fußschalter: Reverb, Delay, Mod
  • Eingang: 6,3 mm Klinke
  • Ausgang: 6,3 mm Klinke
  • Kopfhörerausgang: 6,3 mm Klinke
  • DI Ausgang:XLR
  • Stromversorgung über 9 V DC Netzteil (nicht im Lieferumfang)
  • Abmessungen (B x T x H): 144 x 123 x 58 mm
  • Gewicht: 649 g
Crazy Tube SidekickProduktseite auf thomann.de4 / 5
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Dreadbox Hypnosis

Dreadbox Hypnosis (Foto: Thomann)
Dreadbox Hypnosis (Foto: Thomann)

Im charmanten 1980er Jahre Design beheimatet das Dreadbox Hypnosis Desktop-Effektgerät einen analogen Flanger/Chorus, ein digitales Delay sowie einen echten Federhall. Die drei Effekte sind parallelgeschaltet und lassen sich mittels Buttons separat aktivieren. Diese Knöpfe beherbergen jeweils Untermenüs, in denen sich Einstellungen wie Delay-Type oder Modulations-Wellenform vornehmen lassen. Der analoge Chorus/Flanger basiert auf einem BBD-Chip und produziert ein deutlich hörbares Rauschen, was für derartige Analog-Effekte allerdings nicht ungewöhnlich ist. Das Delay wird durch die Freeze-Funktion zum Looper und bietet unabhängig vom Delay-Mode ein eher loophaftes Feedback-Verhalten, wodurch die beliebte Selbstoszillation im analogen Stil nur bedingt möglich ist. Die dreifache Feder des Spring Reverbs leuchtet prominent hinter einer Plexiglas-Scheibe. Mittels separatem LFO lässt sich das Pre-Delay modulieren. Ähnlich wie beim Vermona Retroverb macht sich die physische Hallspirale wirklich bezahlt und verleiht dem Hypnosis einen warmen, organischen Charakter.

Die 49 Preset-Slots werden mittels zweier großer Vintage-Potis verwaltet, auf ein Display wurde verzichtet. Schließlich gibt es noch Input/Output-Regler, wodurch sich das Dreadbox Hypnosis an verschiedene Instrumenten-Pegel anpassen lässt und sogar verzerrt werden kann, selbst wenn die Verzerrung selbst nicht so berauschend klingt. Im Gegensatz zum ähnlich ausgerichteten Vermona Retroverb ist das Dreadbox Hypnosis mit Stereo Ein- und Ausgängen ausgestattet, bietet aber leider keinerlei Anschlüsse für MIDI/CV oder Fußschalter. Das Dreadbox Hypnosis ist ein kompaktes, stereo-kompatibles Triple-Pedal mit analogem Charme und deutlichem Lo-Fi artigem Charakter-Sound. Fans von analogem Vintage-Sound kommen hier klanglich voll auf ihre Kosten, auch wenn die Konnektivität mit externen Geräten – schon angesichts des Preises –  Wünsche offen lässt.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • Analoger Federhall mit 3-Federtanks und Pitch-Modulation
  • Analoger BBD Chorus-Flanger (Stereo) mit 3 LFO Wellenformen
  • Stereo-Digital-Delay mit 3 Delay-Typen und Freeze-Funktion
  • 49 User-Presets
  • Stereo Ein- und Ausgang (6,35 mm Klinke)
  • Inkl. 15 Volt Netzteil
  • Abmessungen: 270 x 170 x 40 mm
  • Gewicht: 1,37 kg
Dreadbox HypnosisWebseite des Anbieters3 / 5
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Earthquaker Devices Disaster Transport SR

Earthquaker Devices Disaster Transport SR (Foto: Thomann)
Earthquaker Devices Disaster Transport SR (Foto: Thomann)

Beim retro-futuristisch anmutenden Earthquaker Devices Disaster Transport SR lassen sich zwei Delays mit Tape/LoFi-Charakter kreativ miteinander kombinieren. Beide Delay-Einheiten bieten herkömmliche Einstellungen für TIME, REPEATS und MIX. DELAY B beheimatet zusätzlich einen separat regelbaren, simplen Reverb. Neben einer Modulations-Einheit mit Potis für Depth und Rate beherbergt DELAY A auch einen BLEED-Regler, wodurch das DELAY A-Signal durch DELAY B geschickt werden kann. Das ist etwa im sogenannten seriellen Modus interessant, um rhythmische Verschiebungen und Echo-Kaskaden zu erzeugen. Das Gerät kann aber durch separate Bypass-Schalter auch parallel betrieben werden. Durch deren Verworrenheit und die unterschiedlichen Routing-Möglichkeiten lassen sich die beiden Delays kreativ gegeneinander ausspielen. Dabei zeigen sie einen ansprechenden Vintage-Charakter, der bei hohen Repeat-Werten auch schon mal in die Verzerrung fährt und phasenweise an Tape Delay-Klassiker wie das Roland Space Echo erinnert.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • Dual Delay mit Hall und Modulation
  • Bietet Vielzahl an Sounds im Lo-Fi-Tape-Delay-Style
  • Delay A: bis 600 ms mit regelbarer Modulation
  • Delay B: bis 300 ms mit regelbarem Hall
  • Verschieden Routing-Möglichkeiten: separat, parallel, in Serie oder in Serie/parallel
  • 10 Regler für Time A, Repeats A, Mix A, Depth, Rate, Bleed, Reverb, Mix B, Repeats B und Time B
  • 3 Fußschalter für Delay A, Bypass, Delay B
  • Ein- und Ausgang 6,3 mm Mono-Klinke
  • 2 Expression-Pedal-Anschlüsse für Repeats und Bleed
  • Wahl zwischen True Bypass / Buffered Bypass mit Trails
  • Status LED
  • Metallgehäuse
  • Stromversorgung über 9 V DC-Netzteil (nicht im Lieferumfang)
Earthquaker DisasterProduktseite auf thomann.de4 / 5
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Electro Harmonix Epitome

Electro Harmonix Epitome (Foto: Thomann)
Electro Harmonix Epitome (Foto: Thomann)

Das Electro Harmonix Epitome vereint drei Bestseller der etablierten Pedal-Schmiede Electro Harmonix in einem Gerät: Den Electric Mistress Flanger/Chorus, den Micro Pog Octaver und den den Holy Grail Plus Reverb, in dem sich auch noch ein kleines Delay versteckt. Den jeweiligen Effekten wurden jeweils drei Regler und ein Footswitch spendiert, wodurch sie sich unabhängig voneinander bearbeiten und aktivieren lassen. Die Effekte klingen so, wie ich es von den Einzelpedalen gewohnt bin: Solide, warm und teilweise etwas milchig in den Höhen. Die Reverb-Sektion hat einen separaten Shimmer-Poti, welcher jedoch selbst mit günstigeren Pedalen in Sachen Sparkle-Faktor kaum mithalten kann. Der Octaver arbeitet sehr präzise, die Kombinationen aus tiefer und hoher Oktave machen besonders viel Spaß. Das Electric Mistress liefert solide Modulations-Sounds mit analogem Charme.

Das Ganze kommt im solide verarbeiteten EHX-Gehäuse mit Stereo Ein-/Ausgängen und einem Anschluss für das mitgelieferte 9V-Netzteil. Verbindungen für MIDI oder Expression-Pedal sind nicht mit an Bord. Der wesentliche Nachteil gegenüber den Einzelpedalen mag wohl sein, dass sich die Reihenfolge der Pedale (Octaver → Modulation → Reverb) nicht grundsätzlich ändern lässt. Ein Distortion-Pedal funktioniert beispielsweise besser nach dem Octaver, aber wiederum nicht hinter dem Reverb. Derartige Eigenschaften beschränken das Epitome in seiner Flexibilität, auch wenn der Workflow und der Sound mich überzeugen konnten. Das Epitome richtet sich in bewährter EHX-Manier ähnlich wie das Nux Cerberus oder die Erica Fusionbox an Fans von puristischer Ausstattung und intuitiver Bedienung. Für das „Rundum sorglos“-Paket ist es etwas zu eingeschränkt in Sachen Konnektivität und Flexiblität, bietet es jedoch eine geschmackvolle Auswahl an hochwertigen EHX-Effekten zum überschaubaren Preis.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • 3 EHX-Effekte in einem Pedal (Holy Grail Plus, Electric Mistress, Micro POG)
  • Stereo In/Out
  • Regler: Blend, AMT, Rate, Flanger, Chorus, Sub Octave, Octave Up, Dry
  • Modes: Reverb, Flanger/Chorus, Pitch Shift
  • Schalter: FX Select, Shimmer on
  • Stromversorgung: 9 V DC-Netzteil
  • Stromverbrauch: 185 mA
  • Batteriebetrieb: nicht möglich
  • Abmessungen (BxHxT/cm): 14,6 x 6,4 x 12,1
Electro Harmonix EpitomeWebseite des Herstellers3,5 / 5
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Empress Effects ZOIA

Empress Effects ZOIA (Foto: Thomann)
Empress Effects ZOIA (Foto: Thomann)

Durch seinen unkonventionellen Ansatz ist das Empress Effects ZOIA definitiv der größte Exot in dieser Liste. Ähnlich wie beim Mod Devices Mod Duo werden hier verschiedenste Effekte und auch Instrumente kombiniert, wobei der Fokus jedoch eindeutig auf Effekten und Klang-Manipulation liegt. Der große Unterschied zu den anderen Geräten ist hierbei die Tatsache, dass das ZOIA ähnlich wie ein Eurorack modular arbeitet. Es gibt mehr als 80 Module wie unter anderem Audio-Interfaces, Effekt-Module, LFO‘s, Sequencer oder auch CV-Module. Diese Bausteine können vielseitig miteinander zu komplexen Effektketten, Instrumenten und auch MIDI-Controllern kombiniert werden. Die 8 x 5 – Grid ist das Herzstück der ZOIA und fungiert als eine Art virtuelle Patchbay, bei der sich beispielsweise LFO‘s auf beliebige Parameter wie etwa den Reverb-Decay routen lassen. Die Möglichkeiten an unkonventionellen Kombinationen und Sounds sind schier unendlich. Für diejenigen, die nicht schon lange als Eurorack-Nerds unterwegs sind, ist der Workflow allerdings sehr gewöhnungsbedürftig und anders, als man ihn von den meisten Effekt-Pedalen her kennt.

Um beispielsweise einen einfachen Tremolo-Effekt zu erstellen, muss ein Audio Input-Modul, ein Output-Modul sowie das Tremolo-Modul in die Grid geladen und miteinander gepatcht werden. Alternativ lässt sich ein solcher Effekt auch mithilfe von VCAs und LFOs erzielen. Geht es dann an komplexere Effekt-Ketten, brummt einem doch recht schnell der Kopf. Hier kann auch kein Software-Editor Abhilfe schaffen, denn auf so etwas wurde beim ZOIA leider verzichtet. Da Empress Effects bekannt für deren hochwertige Algorithmen sind, können die verschiedenen Module klanglich mehr als überzeugen. Auch die Oszillatoren, Filter und Hüllkurven klingen ausgewogen, präzise und gültig. Die Instrumente lassen sich per MIDI In/Out unkompliziert spielen. Durch Stereo Ein-/Ausgänge ist das ZOIA flexibel nutzbar, auch ein Footswitch/Expression-Anschluss (Control Port) ist mit von der Partie. Ein ziemlich üppiges Paket an Möglichkeiten und Sounds bietet das kompakte ZOIA-Pedal, was den Kaufpreis schnell relativiert. Wer bereit ist sich dem zunächst komplexen Modular-Workflow hinzugeben, wird mit einer riesigen Welt aus innovativen Sounds und Möglichkeiten belohnt.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • Modular Synthesizer/Effektgerät
  • Mehr als 80 Module
  • Über 20 vorgefertigte Effekte wie Delays, Chorus, Flanger, Overdrive bereits enthalten
  • 64 Patches
  • Multifunktionsregler
  • Oled Display
  • Effect On LED
  • Fußschalter: Select, Scroll, Bypass
  • 2 Eingänge: 6,3 mm Klinke
  • 2 Ausgänge: 6,3 mm Klinke
  • MIDI In/Out
  • Micro SD
  • Netzadapteranschluss (Hohlsteckerbuchse 5,5 x 2,1 mm, Minuspol innen)
  • Stromaufnahme: 300 mA
  • Stromversorgung über 9 – 12 V DC Netzteil (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Abmessungen (B x T x H): 145 x 95 x 67 mm
  • Gewicht: 680 g
Empress Effects ZOIAProduktseite auf thomann.de4 / 5
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Enjoy Electronics Reminder MultiFX

Enjoy Electronics Reminder MultiFX (Foto: Enjoy Electronics)
Enjoy Electronics Reminder MultiFX (Foto: Enjoy Electronics)

Mit einem vielseitigen Stereo-Delay, einem Reverb, einer Filter-Bank und einem LFO richtet sich das Enjoy Electronics Reminder vor allem an Keyboarder, Produzenten und Sound Nerds, die ihren Klanghorizont erweitern wollen. Durch vier Outputs und verschiedene Routing-Möglichkeiten lässt sich das Gerät auch quadrofonisch nutzen. Die großen Vintage-Potis haben viel Platz und ermöglichen einen intuitiven, präzisen Workflow. Die verschiedenen Effekte sind übersichtlich in Sektionen aufgeteilt, auf Sub-Menüs wurde weitestgehend verzichtet. Der Low Pass Filter lässt sich Pre/Post Delay schalten, aber leider nicht wahlweise auf Wet/Dry-Signale anwenden, was für mich gerade in Bezug auf Drum-Sounds essenziell ist. Das Stereo-Delay ist das Herzstück des Pedals und mit verschiedenen Funktionen und Routings ausgestattet. Besonders interessant ist das Double Pulse Delay, kurz „DPD“ genannt, welches wie eine Art „Delay im Delay“ funktioniert und komplexe, innovative Rhythmen ermöglicht. Bedauerlicherweise gibt es keine verschiedenen Delay-Charaktere und generell lässt das Pedal Modulations -oder Sättigungs-Effekte vermissen, die bei anderen Geräten dieses Kalibers längst Standard sind. Außerdem ist die Time der Delays nicht stufenlos regelbar, sondern orientiert sich an Sub-Divisions. Dadurch bleiben Ambience-Experimente und Selbst-Oszillation leider aus. Der Reverb ist Mono, klingt etwas klinisch und lässt sich zwar Hi-, aber nicht Low-passen. Mithilfe des Size-Reglers lassen sich durch einen Infinity-Reverb Ambient-Texturen erschaffen.

Ein wirklicher Segen ist, dass sich der LFO sektionsübergreifend routen lässt. Dadurch wird der Reverb schnell mal zum Noise-Lieferanten, der LFO bricht die zugegeben klinische Grundarbeitsweise des Pedals auf und lädt zum Spielen ein. Die Idee von Enjoy Electronics, eine kompakte, auf das Wesentliche reduzierte Multieffekt-Spielwiese mit Boutique-Anspruch zu kreieren, trifft voll den Nerv der Zeit. Die einzelnen Sektionen bieten interessante Features und lassen sich prima bedienen. Mit einem Blick auf den Klang und die Konkurrenz fehlt dem Reminder MultiFX jedoch ein gewisser Charakter und Spaßfaktor, trotz quadrofonischer Nutzbarkeit. Er arbeitet solide und präzise, begeistert aber schließlich nicht so sehr, wie man es auf dem Papier von ihm erwarten würde. Mit seiner liebevollen, hochwertigen Verarbeitung und dem vielseitigen, rhythmisch ansprechenden Stereo-Delay ist er vor allem für das Beat-Design interessant, eignet sich aber aufgrund gesyncter Delay-Zeiten und limitierter Modulations-Möglichkeiten nur bedingt für Ambient- oder Sound Design-Experimente.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • Stereo-Delay mit Einstellungen für Offset, Double Pulse Delay, verschiedene Arbeitsmodi
  • Kombiniertes Lo/Hi-Pass Filter mit Resonanz
  • Separates Filter für Double Pulse Delay
  • Mixer für Dry, Wet, Double Pulse
  • Reverb mit Reglern für Amount, Size, Hipass
  • Global zuweisbarer, syncbarer LFO
  • OLED-Display
  • Sättigung durch einstellbaren Input Gain
  • Tap Tempo, MIDI Clock
  • MIDI In/Through/Out
  • Vielseitige Routing-Möglichkeiten und Quadraphonie
  • USB-Anschluss (Stromversorgung, Updates, MIDI Clock)
  • Eingänge: 2×6,3mm Klinke
  • Ausgänge: 4×6,3mm Klinke
  • Zwei Footswitch-Anschlüsse
Enjoy Electronics Reminder MultiFXWebseite des Herstellers3,5 / 5
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Erica Synths Fusionbox

Erica Synths Fusionbox (Foto: Thomann)
Erica Synths Fusionbox (Foto: Thomann)

Die mit einer funkelnden Röhre ausgestattete Fusionbox der Boutique-Schmiede Erica Synths weht frischen, unkonventionellen Wind in die Welt der Multi-Effekte. Das mit schicken Vintage-Potis verwöhnte Effektgerät arbeitet komplett analog und erzeugt Chorus/Flanger-Sounds mithilfe von Eimerketten-Delays, sogenannten „BBD‘s“. Die Delay Time-Range lässt sich zwischen „Short“ (1024 Stufen) und „Long“ (4096 Stufen) wechseln. Dadurch sind zu einem gewissen Grad auch Delay-Sounds möglich. Jedoch gerät hierbei der Feedback-Regler recht schnell in eine verzerrte, dröhnende Selbst-Oszillation. Ähnliches gilt für den Overdrive, der auch bei geringen Input Levels sehr früh „kippt“ und schnell in atonalen, stark verzerrten Drones wandelt, die mit dem Ursprungs-Signal nichts mehr zu tun haben. Hinter dem „Colour“-Poti verbirgt sich ein passiver Low-Pass Filter. Ist dieser aufgedreht, tritt selbst ohne Overdrive ein starkes Rauschen auf, was fast so klingt, als wäre bei der Fusionbox noch ein Noise-Generator verbaut.

Da sich alle Parameter scheinbar gegenseitig beeinflussen, ist die Fusionbox etwas unberechenbar und eher als Wundertüte zu betrachten, bei der stets ein wenig Distortion und Noise im Spiel ist. Für cleane, kontrollierte Sounds wurde sie nicht erschaffen. Anstelle von Bypass-Fußschaltern wurden der Fusionbox Kippschalter spendiert. Allerdings gibt es auch einen Footswitch-Anschluss sowie eine FX-Loop-Buchse. Es existiert auch eine Eurorack-Version, wo sich die einzelnen Parameter mittels CV-Eingängen manipulieren lassen. Bei der Desktop-Version ist dies aufgrund fehlender MIDI/CV-Anschlüsse nicht möglich. Durch den Mono-Eingang empfiehlt sich das Gerät eher für Euroracks und Mono-Synths, als für Stereo-Keyboards. Die Erica Fusionbox ist ein fabelhaft verarbeitetes Analog-Biest mit unkonventionellem Sound und Konzept. Als flexibler Alleskönner ist das Gerät nur bedingt geeignet, dürfte aber Sound-Forscher und Drone-Fans mehr als überzeugen!

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • Passiver Tiefpass-Filter
  • BBD-Stufe zur Erzeugung klassischer Flanger-, Chorus-, Ensemble- und Delay-Effekte
  • Röhren-Verzerrerstufe nach der Delaystufe
  • Schalter für kurze und lange Delayzeit und Bypass
  • Mono-Eingang
  • Stereo-Ausgang
  • FX-Loop und Fußschalter-Eingang: 6,3 mm Klinke
  • Abmessungen (B x T x H): 185 x 140 x 55 mm
  • Gewicht: 700 g
  • Inkl. Netzteil (12V DC)
Erica Synths FusionboxProduktseite auf thomann.de3 / 5 
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Eventide H9 Harmonizer

Eventide H9 Harmonizer (Foto: Thomann)
Eventide H9 Harmonizer (Foto: Thomann)

Eventide steht seit Jahrzehnten für extrem hochwertige Effekt-Sounds und hat sich nicht zuletzt mit der Factor-Serie auch im Stomp Pedal-Bereich längst etabliert. Die vielseitigen Pedale wie ModFactor oder TimeFactor überzeugen mit hochwertigen, präzisen Algorithmen und einem angenehmen, sanften Sound. Die beliebtesten Algorithmen der Factor-Pedale wurden nun im Eventide H9 Harmonizer kombiniert und bieten Modulation, Pitch-Effekte, Distortion, Delay und Reverb im Kompakt-Format. Dadurch wird die Anschaffung der jeweiligen Einzelpedale obsolet und ihr spart sowohl Platz, als auch Geld. Im Gegensatz zu den Factor-Pedalen laden lediglich ein großer, variabler Regler und zwei Footswitches nicht unbedingt zu intuitiven Live-Jams ein, eignen sich jedoch allemal zum Abfeuern von Presets. Diese lassen sich dank der kostenlosen iOS/Android-App detailliert am Smartphone oder Tablet erstellen, bearbeiten und via Bluetooth auf das Gerät übertragen.

Durch Stereo Ein-/Ausgänge, sowie einen Expression-Pedal-Anschluss lässt sich das Pedal flexibel nutzen und findet durch die kompakte Größe Platz auf jedem Pedalboard. Für spontane Live-Experimente und Electro-Acts ist die Bedienoberfläche des H9 etwas limitiert. Baut ihr eure Sounds und Effekte ohnehin lieber vor dem Konzert, könnt ihr auf eine breite Auswahl an den nahezu unschlagbaren Eventide-Algorithmen zugreifen, ohne dafür zu tief ins Portemonnaie greifen zu müssen. Das Eventide H9 gibt es in den drei Ausführungen Core, Harmonizer und Max. Die Pedale bieten jeweils unterschiedliche Anzahlen an Algorithmen. Die kleineren Ausführungen lassen sich über die H9 Control App aber nachträglich upgraden.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • Diverse Algorithmen der Eventide Factor Serie in einem Gerät
  • One-Knopf Benutzeroberfläche mit Bluetooth Anbindung für iPods iPhones und iPads zum Erstellen und verwalten der Presets
  • Kostenlose iOS-App
  • PC oder Mac Anbindung über USB-Anschluss
  • Stimmgerät
  • Stereo Ein und Ausgänge
  • MIDI in/out
  • Expression Pedal und Fußschalter Eingänge
  • Inkl. Netzteil
Eventide H9 HarmonizerProduktseite auf thomann.de4,5 / 5
Eventide H9 MaxProduktseite auf thomann.de
Eventide H9 CoreProduktseite auf thomann.de
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Headrush MX5

Headrush MX5

Das MX5-Pedal von Headrush ist der kleinere Bruder des Multieffekt-Flaggschiffes „Pedalboard“ und erinnert wegen des kompakten Formats (Abmessungen B x T x H: 295 x 193 x 70 mm) und der minimalistischen Bedienoberfläche stark an das Line 6 HX Stomp. Im Gegensatz zu seinem Kollegen ist es allerdings mit einem 4’’ Touch-Display ausgestattet, welches zwar zeitweise etwas friemelig und kleinteilig ist, insgesamt den Workflow spürbar vereinfacht. Ansonsten liefert das verbaute Multicore-DSP-System zahlreiche Verstärker-, Cabinet- und Mikrofonsimulationen, welche sich durch benutzerdefinierte Impulsantwort-Dateien ergänzen lassen. Auch diverse Effekte sind mit an Bord. Ein integrierter Looper, das On-Board Expression-Pedal und die Möglichkeiten zur Aufnahme und Re-Amping via USB runden das Angebot ab.

Gerade für seine kompakte Größe bietet das MX5 eine bemerkenswerte Bandbreite an Sounds, mit denen ihr sehr flexibel aufgestellt sein dürftet. Durch den Fokus auf Amp/Cabinet-Simulationen dürfte das kleine Headrush vor allem für Keyboarder als portabler Amp-Ersatz für Fender Rhodes, Wurli oder Clavinet interessant sein. Aber auch Effekt und Ambient-Fans kommen beim MX5 voll auf ihre Kosten. Im Vergleich zu seinem Genre-ähnlichen Kollegen Line 6 HX Stomp ist das Headrush mit Touch-Display und integriertem Expression-Pedal besser ausgestattet und kostet gleichzeitig etwas weniger.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • DSP-System mit Multicore-Verarbeitung
  • Diverse Verstärker-, Boxen-, Mikrofon- und Effektmodelle
  • Platz für zahlreiche benutzerdefinierte Impulsantwortdateien
  • hochauflösendes 4″ Touch Display
  • Freihand-Editiermodus für schnelle Live-Bearbeitung
  • Looper
  • integriertes Expression-Pedal     
  • Stereo-FX-Loop
  • Aufnahme und Re-Amping über USB
  • Regler: Main, Navigation/Data Encoder
  • 3 Fußschalter
  • Stromversorgung über 12 V DC Netzadapter
  • Abmessungen (B x T x H): 295 x 193 x 70 mm
  • Gewicht: 1,57 kg
  • inkl. Netzteil
  • Gitarreneingang: 6,3 mm Klinke
  • FX Loop Send/Return: 2×6,3 mm Stereoklinke
  • Stereo Ausgang: 2x 6,3 mm Stereoklinke
  • Kopfhörer: 3,5 mm Stereoklinke
  • Aux In: 3,5 mm Stereoklinke
  • MIDI In & Out: 2x 3,5 mm Stereoklinke
  • USB Type-B
  • Netzadapter Anschluss: Hohlstecker Buchse 5,5 x 2,1 mm, Minuspol Innen
Headrush MX5Produktseite auf thomann.de4,5 / 5
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Harley Benton DNAfx GiT

Harley Benton DNAfx GiT (Foto: Thomann)
Harley Benton DNAfx GiT (Foto: Thomann)

Das DNA FX der Thomann-Hausmarke Harley Benton vereint Modeling-Amp, Multieffekt und Looper in einem kompakten, robusten Gehäuse. Gemessen an den vielen Features erweisen sich Workflow und Bedienung als erstaunlich unkompliziert, die diversen Sounds und Effekte lassen sich schnell auswählen und laden. Das Effektgerät bietet insgesamt neun eigenständige FX-Engines: FX/Comp, Distortion, Amp, Cabinet, Noise Gate/Reduction, EQ, Mod, Delay und Reverb. Diese lassen sich jeweils in diversen Parametern bearbeiten und verfeinern. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem stark ausgebauten Verstärker/Lautsprecher-Simulation, welche auf Impulsantworten basiert. Es lassen sich via USB-Eingang auch zusätzliche IRs von Drittanbietern laden. Insgesamt decken 55 verschiedene Amp-Modelle alle Bereiche von Vintage-Amps bis High Gain ab, was vor allem für E.Piano-Sounds, aber auch für aggressive Synthesizer-Klänge interessant sein dürfte. Speziell für Stereo-Quellen ist das DNAfx allerdings nur bedingt geeignet, da es lediglich einen Mono-Eingang, dafür aber einen Stereo-Ausgang bietet.

Das integrierte Expression-Pedal lässt sich für eine Funktion frei belegen. Wem hier die Menü-Führung dann doch etwas zu unübersichtlich wird, der kann die Einstellungen auch bequem über die externe Editor-Software vornehmen. Sound und Ausstattung des DNAfx sind gemessen am geforderten Preis erstaunlich gut. Die verschiedenen Amps erinnern deutlich an ihre Vorbilder, auch wenn manche Parameter-Änderungen kaum hörbar sind. Die Modulations-Effekte sind durchweg brauchbar und dank der vielen Bearbeitungs-Möglichkeiten lässt sich auch ein leicht digital anmutender Reverb gut in den Griff bekommen. Wenn es etwas verzerrter wird, schimmert beim DNAfx dann doch sehr dessen digitale Seele durch, es wird klanglich schnell etwas dünn und krisselig. Dank Looper und integriertem, rudimentären Drumcomputer lädt das Gerät zum Jammen und Herumprobieren ein. Durch vielseitig routbare Ausgänge, eine USB-Verbindung, einen AUX-In und eine OTG-Funktion für direkte Audio/Video-Aufnahmen ist das Pedal bestens vernetzt und ein treuer, brauchbarer und kompakter Begleiter für unterwegs.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • 55 klassische und moderne Gitarren Amp-Modelle
  • 26 klassische und moderne Lautsprecher Simulation (IRs) mit zusätzlicher Unterstützung für IR-Dateien von Drittanbietern
  • 151 verschiedene Effekte in 9 unabhängigen Sektionen: Drives, Kompressoren, Noise Gates, EQs, Modulation, Wah, Pitch, Filter, Delays, Reverbs und mehr
  • LED-Farbdisplay
  • 80 Sekunden Phrase-Looper
  • Drumcomputer mit 40 Drum-Patterns und 10 Metronom-Rhythmen
  • Integriertes Expressionspedal
  • Bis zu 200 Preset-Patches speicherbar
  • Tap-Tempo-Funktion
  • Chromatisches LED-Stimmgerät (435 – 445 Hz)
  • USB-Konnektivität für PC/MAC-Bearbeitung, Direct Audio Recording (DAW) und Software-Updates
  • Ausgänge programmierbar für einfache Integration mit jedem Live- und Studio-Setup
  • Kopfhörerausgang und Aux-Eingang
  • OTG-Funktion unterstützt Smartphone- und Tablet-Software für direkte Audio/Videoaufnahme und Live-Streaming
  • 24bit/44khZ Auflösung
  • Gehäuse aus ABS (Oberteil) und Aluminium (Boden)
  • Abmessungen (B x T x H): 230 x 156 x 32,8 mm
  • Gewicht: 1 kg
  • Inkl. 9 V DC 300 mA Netzteil
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HoTone Ampero

HoTone Ampero (Foto: Thomann)
HoTone Ampero (Foto: Thomann)

Das HoTone Ampero Pedal bietet in seinem kompakten Gehäuse sage und schreibe 244 Effekte aus Amp-Modeling, Modulation, Overdrive, Delay und Reverb. In dieser Liste ist das Stomp-Pedal das einzige mit Touchscreen-Bedienung. Die ist nur bedingt zuverlässig und könnte gerade im hektischen Live-Kontext zum Risiko-Faktor werden. Deshalb wurden unter dem Screen drei Regler positioniert, mit denen sich die wichtigsten Effekt-Parameter direkt und intuitiv kontrollieren lassen. Außerdem bietet das Pedal vier Footswitches, Master/Menü-Regler sowie ein integriertes, flexibel zuweisbares Expression-Pedal, welches sich um ein weiteres externes Pedal erweitern lässt. Bis zu neun Effekte lassen sich gleichzeitig kombinieren. Gemessen an Ausstattung und Preis klingen die Algorithmen erstaunlich gut, gerade die Reverbs können mich überzeugen.

Mit Amp-Simulationen ist es in der Preiskategorie immer so eine Sache, aber dank Detail-Parametern, wie etwa der Mic Distance-Einstellung, lassen sich auch hier gültige Ergebnisse erzielen. Dank des USB-Anschlusses wird das Pedal nicht nur zum Audio-Interface, sondern es lassen sich auch IR‘s von Drittanbietern auf das HoTone laden. Über die Footswitches habt ihr Zugriff auf den Looper, sowie auf die 198 Presets, die jeweils in Dreier-Gruppen organisiert sind und intuitiv angewählt werden können. In Sachen Anschlüssen ist das Ampero üppig bestückt und bietet neben MIDI-In, Aux-In und Phones sogar einen Balanced XLR Stereo-Ausgang. Lediglich der Audio-Eingang ist leider nur in mono, weswegen Stereo-Geräte den Kürzeren ziehen müssen. Das HoTone überzeugt durch solide Verarbeitung, üppige Ausstattung und ein erstaunlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • Modeling Dual-DSP Effektprozessor für bis zu 9 Effekte gleichzeitig
  • 64 Amp Modelle
  • 60 Cab Modelle
  • Über 100 Pedal Modelle
  • 198 Presets
  • Unterstützung von zusätzlichen (Drittanbieter) Impulse Responses (IR Loader) mittels HoTone Editor
  • USB Anschluss zum Editieren der IRs/Effekte oder zur Verwendung des Ampero als USB Audio Interface
  • Drum Machine mit 100 Pattern
  • Integrierter Looper mit 100s Mono und 50s Stereo Aufnahmezeit
  • Regler: Volume, Menu/Value
  • 3 Drehregler zur Touchscreen Bedienung
  • Effekt on LED
  • 4″ Touchscreen Display mit 800 x 480 Pixel Auflösung
  • 4 Fußschaltertaster
  • Expression Pedal
  • 24 Bit Signal Processing bis 120 dB S/N Ratio
  • Stromverbrauch: 500 mA
  • Stromversorgung über 18 V DC Netzteil (im Lieferumfang enthalten)
  • Abmessungen (B x T x H): 320 x 147 x 46 mm
  • Gewicht: 1,4 kg
  • Eingang: 6,3 mm Klinke
  • Aux In: 3,5 mm Klinke
  • Stereo Line Output: 2 x 6,3 mm Klinke
  • Stereo Out: 2 x XLR
  • EXP In: 6,3 mm Klinke TRS
  • MIDI In: 5-pin MIDI
  • Kopfhörerausgang: 3,5 mm Klinke
  • USB Port
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Line 6 HX Stomp

Line 6 HX Stomp (Foto: Thomann)
Line 6 HX Stomp (Foto: Thomann)

Das Line 6 HX Stomp ist die kompakte Stomp Pedal-Version des beliebten Multieffekts und Amp Sim-Flaggschiffs Helix von Line 6. Anhand der wohldurchdachten Struktur und Ausstattung merkt man schnell, dass die Herrschaften von Line 6 alte, erfahrene Hasen in der Welt der Digital-Effekte sind. Von über 300 Effekten verschiedenster Bereiche könnt ihr sechs gleichzeitig und in beliebiger Reihenfolge nutzen und ausführlich bearbeiten. Mit von der Partie sind Modulation, Reverb, Delay, EQ, Pitch/Synth-Effekte und viele weitere Kategorien. Besonderen Spaß haben mir die verschiedenen Delay-Typen gemacht, die sich in geschickter Kombination fantastisch für verspulte Sound-Kaskaden eigenen. Gerade für Rhodes/Wurlitzer-Fans sind viele Amp/Speaker-Simulationen im Angebot, die sich via USB/Software-Editor um externe IR‘s erweitern lassen. Im Vergleich zu teureren Amp-Simulatoren wie Kemper oder Fractal klingen die Amps des HX teilweise etwas dünn und digital. Sie stehen aber in ihrer Preisklasse super dar und lassen sich dank der vielen Parameter (unter anderem Mic Distance, Bias, Mic Type … ) gut optimieren und an den eigenen Geschmack anpassen. Durch den Kopfhörer-Anschluss kann man mit dem HX jammen, ohne die Nachbarn zu stören. Im Workflow macht es sich dann schon bemerkbar, dass die Vielseitigkeit der Helix sich nur bedingt auf eine kompakte Stompbox (B x T x H: 17,8 x 12,6 x 6,6 cm) übertragen lassen.

Um zu bestimmten Funktionen und Parametern zu gelangen, muss schon mal der ein oder andere Knopf gedrückt werden. Hat man das Grundprinzip allerdings einmal verstanden, lässt sich ohne größeres Haare-Raufen an den Sounds basteln. Wer es übersichtlicher möchte, erhält mittels USB-Eingang Zugriff zum Software-Editor „HX Edit“. Das Pedal lässt sich praktischerweise jetzt auch als Audio-Interface nutzen. Im Angebot sind drei Bänke mit jeweils 35 Preset-Slots. Dank der drei Fußschalter, mit denen sich auch Tap Tempo und Tuner ansteuern lassen, hat man stets direkten Zugriff auf die jeweilige Bank. Dort lassen sich beispielsweise für einen Song im Live-Setup drei verschiedene Sounds programmieren, die dann intuitiv abgefeuert werden können. Durch Stereo Ein-/Ausgänge, MIDI In/Out und Send/Return-Anschlüsse lässt sich die Stompbox mit allen möglichen Instrumenten problemlos nutzen. Mich konnte das Line 6 HX Stomp durch seine Kompaktheit, Vielseitigkeit und den durchweg guten Sound gemessen an der Preisklasse sehr überzeugen. Wer auch live intuitiv mit Effekten arbeiten möchte, für den ist die Stompbox mitunter weniger geeignet als beispielsweise die große Schwester Helix. Für das Abfeuern von vorher gebauten Presets eignet sich das Gerät jedoch super und ist der perfekte Lieferant für platzsparende und preiswerte Klangvielfalt.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • Über 300 Effekte und Models aus dem Helix, M-Serie und anderen Line6 Produkten
  • Multi-Effekt Prozessor mit dem Helix Sound
  • 6 gleichzeitig nutzbare Verstärker-, Boxen und Effektblöcke – einschließlich Looper und IR-Loading
  • Farbiges LC-Display
  • Integriertes Audiointerface
  • 3 Fußtaster mit farbkodierten LED-Ringen
  • Midi In und Out
  • Expressionpedal-Anschluss
  • Stereo Ein-/Ausgänge
  • USB (Software-Editor)
  • MIDI In und Out/Thru
  • Kopfhörerausgang
  • FX-Loop
  • Aux In
  • Abmessungen: 17,8 x 12,6 x 6,6 cm
  • Gewicht: ca. 800 g
  • Anschluss für 9 V DC-Netzteil (im Lieferumfang enthalten)
Line 6 HX Stomp(Produktseite auf thomann.de)4,5 / 5 
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Mod Devices Mod Duo X

Mod Devices Mod Duo X (Foto: Thomann)
Mod Devices Mod Duo X (Foto: Thomann)

Der Produktspezialist des Berliner Unternehmens „Mod Devices“ bezeichnet das Mod Duo X als „Plug In-Host“. Es dient dazu, virtuelle Plugins wie Effekte oder Instrumente mit auf die Bühne zu nehmen, ohne dafür unbedingt einen Computer zu benötigen. Die Effekt-Chains, sogenannte „Pedalboards“, werden zunächst im Web-Editor erstellt und dann via USB auf das Gerät übertragen, wo sie sich unkompliziert abrufen und bearbeiten lassen. Das Mod Duo schöpft hierbei aus über 400 Effekten und Instrumenten aller Art, die ständig erweitert und optimiert werden. Auch externe Max/MSP- und LV2-Geräte lassen sich auf das Pedal übertragen. Die hauseigenen Effekte reichen von klassischen Reverbs, Delays und Modulations-FX bis hin zu experimentellen Granular-Sounds. Dadurch ist das Gerät nicht nur ein solides Arbeitstier, sondern auch eine spaßige Wundertüte für Sound-Bastler*innen. Durch zwei unabhängige Audio Ein-/Ausgänge lassen sich auch mehrere Geräte gleichzeitig mit verschiedenen Effekt-Chains belegen. Ein via MIDI-In spielbares Arsenal aus verschiedenen Synthesizer/Keyboard-Instrumenten rundet das Angebot ab.

Gemessen am Preis und der guten Verarbeitung wirken die Algorithmen teilweise etwas dünn und mitten-betont. Das ist für experimentelle Digital-Effekte weniger tragisch als beispielsweise für warme Reverb-Sounds, die sich nur bedingt aus dem Mod Duo kitzeln lassen. Ist ein „Pedalboard“ geladen, lässt es sich dank der vielen Knöpfe und (Endlos)-Regler angenehm durch die verschiedenen Effekte navigieren. Um die Signal-Ketten überhaupt erst einmal zu erstellen, braucht es allerdings den Web-Editor, auf welchem das „virtuelle Pedalboard“ mit den einzelnen Effektpedalen dann angezeigt wird. Im Mod Duo selbst können diese Chains nicht erstellt, sondern nur abgerufen und bearbeitet werden. Auch wenn bereits ab Werk einige Effekte und Pedalboards auf dem Gerät abgespeichert sind, braucht es am Ende eben doch wieder einen Computer, um das Mod Duo in vollem Umfang nutzen zu können. Wer dazu bereit ist, wird ihr mit einem extrem vielseitigen Netz aus Effekten und Instrumenten belohnt, die man in einem kompakten Gehäuse auf das Pedalboard oder den Studiotisch stellen kann.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • 2 vollständig unabhängige Effektketten
  • Frei konfigurierbares Multi-Effektgerät / Player für Virtuelle Instrumente
  • graphischer Editor per Browser bedienbar
  • Eigene MAX/MSP-Effekte und LV2-Units ladbar
  • 2 Displays
  • 2 frei zuweisbare Drehregler
  • 8 frei zuweisbare Potentiometer
  • 4 frei belegbare Taster
  • Controller-Menüführung für mehrere Steuerungsszenarien
  • 2 Snapshot-Tasten für einfaches Laden und Wechseln der Einstellungen
  • 4 LED-Audio-Meter
  • Monolithisches Aluminiumgehäuse
  • Abmessungen (B x H x T): 180 x 60 mm x 160 mm
  • Gewicht: 1,2 kg
  • 2 Line-Eingänge 6,3 mm Klinke
  • Umschaltbarer analoger Steuereingang für 2 x Steuerspannung/Expressionpedal
  • 2 Line-Ausgänge 6,3 mm Klinke
  • Umschaltbarer Ausgang 2 x Steuerspannung/Kopfhörer
  • MIDI Ein- und Ausgang
  • USB-MIDI-Host-Anschluss
  • Control-Chain Anschluss für MOD-Peripheriegeräte wie den MOD-Fußschalter und das Expression-Pedal
Mod Devices Mod Duo XProduktseite auf thomann.de4 / 5
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Mooer GE-300

Mooer GE-300 (Foto: Thomann)
Mooer GE-300 (Foto: Thomann)

Das modern anmutende, solide gebaute Alu-Gehäuse des Mooer GE-300 beherbergt nahezu alles, was ein unbearbeitetes Instrument an Klangbearbeitung erfahren kann. Angefangen bei verschiedenen EQ‘s, über Kompression, Gitarren-Synthesizer, Modulation bis hin zu Amp-Simulation und Reverb/Delay wurde hier wirklich kaum etwas ausgelassen. Mooer hat durch eine smarte Bedienoberfläche die schwierige Aufgabe, die vielen Funktionen intuitiv nutzen zu können, gut gemeistert. Neben ganzen zehn Footswitches zur Anwahl etwa von Presets/Banks, dem Looper oder einem Stimmgerät bietet eine Leiste an LED-Buttons eine gute Übersicht über die jeweilige Effekt-Kette. Durch das schlau durchdachte Display lassen sich alle Einstellungen sehr gut nachvollziehen und organisieren. Trotz der vielen Funktionen komme ich auch ohne Bedienungs-Anleitung schnell mit dem Gerät zurecht. Gerade mit den 108 verschiedenen Preamps und 43 IR-basierten Lautsprecher-Simulationen der Amp-Sektion lassen sich für die Preisklasse erstaunlich wohlklingende und detaillierte Ergebnisse erzielen, von Vintage-Vibe bis Metal-Brett. Dank der Tone Capture-Funktion lässt sich auch eigenes Amp-Equipment printen und unterwegs nutzen. Das ist natürlich für Synthesizer mitunter weniger interessant als beispielsweise für E.Pianos à la Rhodes oder Wurlitzer, die oft auch über einen Amp gespielt werden.

Außerdem vermisse ich als Keyboarder einen L/R-Stereo Input – hier wird ein entsprechendes Y-Kabel benötigt, um das Pedal etwa mit einem Stereo-Synth zu nutzen. Verglichen etwa mit dem Zoom Multistomp bewegt sich das Mooer in Sachen Modulations-Effekte eher im traditionellen Terrain und verzichtet weitestgehend auf abgefahrene Effekt-Varianten. Zudem sind die Modulations-FX überwiegend in Mono-Varianten vertreten, wodurch eine Stereo-Nutzung abermals nur bedingt Sinn ergibt. Mit den vielen wohlklingenden Delays und Reverbs kann allerdings ein wenig Stereo-Magie erreicht werden. Abgesehen davon ist das Mooer mit MIDI In/Out, Stereo Out, FX Send/Return und Expression-Pedal Input bestens bestückt, was die Kommunikation mit der Außenwelt angeht. Über den USB-Anschluss lassen sich nicht nur Firmware-Updates erledigen, sondern auch Direkt-Aufnahmen durch eine Interface-Funktion realisieren. Sogar ein zusätzlicher Stereo XLR-Out ist mit an Bord, dessen Output Level sich separat regeln lässt. Mit dem Mooer GE-300 erhaltet ihr ein top verarbeitetes, gut zu bedienendes Multi-Effekt-Pedal, welches sich durch die ausgebaute Amp-Simulation eher auf die Nutzung mit E.-Pianos konzentriert und für Synthesizer durch eingeschränkte Stereo-Funktionen nur bedingt geeignet ist. 

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • 108 Amp-Simulationen
  • Integrierte ToneCapture Funktion mit 4 Modi (Amp / Stomp / Guitar / Cab) zum Einfangen des Sounds von deinem Lieblings-Gear
  • 43 IR Lautsprecher-Simulationen (zusätzliche IR‘s von Drittanbietern möglich)
  • 164 Effekte (Reverb, Delay, Modulation, Kompression, EQ)
  • Looper mit 30 Minuten Aufnahmezeit, Half-Time und Reverse-Effekt
  • 256 User Presets
  • MIDI Kompatibilität
  • USB Konnektivität zur Nutzung als Aufnahme-Interface
  • 5 Effektparameter Regler
  • Regler für Output Master, Headphone and XLR Master
  • Select Drehschalter zur Menünavigation
  • Up, Down CTRL1, CTRL2, CTRL3, CTRL4, A, B, C und D Fußschalter
  • Navigationstasten für links und rechts
  • Kontrolltasten für Display, GLB-EQ, CTL, System, Save und EXP
  • Effekt Kontrolltasten für Synth, Comp, Wah, FX A, DS/OD, Amp, Cab, NS, Tone Cap, EQ, FX B, FX Loop, Delay, Reverb und Vol
  • Integriertes Expression-Pedal
  • Guitar / Line Schalter zum Wählen des Eingangsvolumens
  • GND/LIFT Switch
  • Farbiges LC-Display
  • Aluminiumgehäuse
  • Stromversorgung über mitgeliefertes 9 V DC Netzteil (Batteriebetrieb nicht möglich)
  • Abmessungen (B x T x H): 410 x 210 x 62 mm
  • Gewicht: 3,0 kg
Mooer GE-300Produktseite auf thomann.de4 / 5
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Mooer Ocean Machine

Mooer Ocean Machine (Foto: Thomann)
Mooer Ocean Machine (Foto: Thomann)

Schon länger ist der chinesische Hersteller Mooer für dessen preiswerte und vielseitige Produkte bekannt. Zusammen mit dem Progressive Metal-Pionier Devin Townsend entwickelten sie die Mooer Ocean Machine: Ein vielseitiges Delay/Reverb-Pedal mit zwei unabhängigen Delays, einer üppigen Reverb-Sektion und einem Looper. Auf dem dunkelblauen Metall-Gehäuse mit obligatorischem Devin Townsend-Logo haben allerhand Regler und Schalter Platz gefunden, die ausufernde Sub-Menüs größtenteils umgehen und dadurch für einen intuitiven, spielerischen Workflow sorgen. Die Reverb-Sektion bietet insgesamt neun Modi, darunter sowohl Klassiker wie Hall oder Plate, als auch experimentellere Algorithmen wie etwa Reverse oder Filter. Die Auflösung der Algorithmen mag gerade nicht unbedingt mit der Finesse und Tiefe von Flaggschiffen wie etwa dem Empress Reverb oder dem Strymon Big Sky mithalten, ist aber für die Preisklasse erstaunlich gut. Nach meinem Kenntnis-Stand einzigartig auf dem Markt ist der separate Shimmer-Regler, mit dem sich zu jedem Algorithmen Shimmer/Oktav-Effekte hinzumischen lassen. Mittels vier Potis lassen sich die wichtigsten Reverb-Parameter intuitiv einstellen. Je nach Algorithmus kommen noch weitere Parameter wie Mod-Depth oder Filter-Rate hinzu, die sich dann in einem Sub-Menü einstellen lassen. Die Funktion des Tone-Reglers kann zwischen Low- und Hipass gewechselt werden. Das gilt auch für die beiden Delay-Sektionen, welche sich unabhängig voneinander editieren und aktivieren lassen. Die jeweils neun Algorithmen beinhalten jeweils die gleichen Klassiker wie etwa Digital, Analog und Tape und unterscheiden sich in den exotischen Delay-Varianten.

Bei Delay A ist das unter anderem ein Bitcrush-Delay namens Low Bit und bei Delay B das modulierte Reverse-Delay Mod-Inv. Die Delay-Sounds könnten mitunter etwas voluminöser und wärmer klingen, aber bei der Preisklasse ist das Meckern auf sehr hohem Niveau. Auch wenn die Ocean Machine MIDI In/Thru-Anschlüsse besitzt, lässt sich das Delay leider nicht MIDI-Clocken. Dafür ist immerhin ein Tap-Tempo integriert. Interessant wird es, wenn die beiden Delays mit dem Reverb kombiniert werden. Der Wet-Anteil kann in den einzelnen Sektionen separat eingestellt und zusätzlich global kontrolliert werden. Kommt dann noch der Looper mit Effekten wie Reverse oder Half Speed hinzu, entstehen wirklich interessante Sound-Kaskaden und atmosphärische Klänge. Das i-Tüpfelchen wäre ein separates Panning der Delays gewesen, stattdessen wurde der Ocean Machine immerhin ein zuschaltbarer Ping Pong-Modus spendiert. Eure vielschichtigen Sound-Kreationen könnt ihr in acht Bänken mit insgesamt 24 Presets abspeichern und abrufen. Mit seinen L/R-Klinkenanschlüssen für Stereo In/Out ist die Ocean Machine universell einsetzbar. Zur Workflow-Steigerung lässt sich sogar noch ein Expression-Pedal anschließen und flexibel zuweisen. Angesichts der Vielseitigkeit, der intuitiven Bedienung und der soliden Sounds ist der Preis mehr als fair für die Mooer Ocean Machine und richtet sich nicht nur, aber vor allem an Sound-Fans mit Faible für Ambient/Drone-Sounds.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • 9 unterschiedliche Reverb-Typen
  • 2 unabhängige Delays mit je 9 Algorithmen (Delay-Zeit bis zu 2000 ms)
  • Reihenfolge der Effekte in der Signalkette programmierbar
  • Ping Pong-Effekt
  • Freeze-Funktion
  • Tap Tempo-Funktion
  • Looper mit bis zu 44 Sekunden Aufnahmezeit
  • 8 Bänke mit je 3 Pesets
  • MIDI programmierbar
  • Fußschalter für Reverb, Delay A und Delay B
  • Kontrolltasten für Preset, Store, Setting und BackMenu
  • Drehtaster zum Navigieren des Preset Menüs
  • Je Sektion Potis für die wichtigsten Parameter
  • Status-LEDs
  • Metallgehäuse
  • Stereo Ein- und Ausgänge
  • MIDI in/thru Buchse
  • 6,3 mm TRS Expression Eingang
  • Stromversorgung mit Netzteil 9 V DC (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Stromaufnahme 500 mA
  • Abmessungen (L x B x H): 112 x 215 x 55 mm
  • Gewicht 1,1 kg
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Nux Cerberus

Nux Cerberus (Foto: Thomann)
Nux Cerberus (Foto: Thomann)

Durch die große Auswahl an verschiedensten Effekt-Typen sind Multieffekt-Pedale häufig auf große Displays und komplexe Sub-Menüs angewiesen, die mitunter den Workflow und die intuitive Bedienung der Geräte beeinträchtigen. Das Nux Cerberus geht hier einen anderen Weg und setzt eher auf das Prinzip „What you see is what you get“: Die insgesamt 16 Effekte sind in die vier Kategorien Delay/Reverb, Mod, Distortion und Drive unterteilt, welche übersichtlich auf dem Alu-Gehäuse verteilt wurden. Jede Sektion ist mit separatem Fußschalter, Potis und Kippschaltern ausgestattet, wodurch sich die Bereiche intuitiv und unabhängig voneinander bearbeiten und aktivieren lassen. Weiterführende Einstellungen wie die etwa Anwahl der 128 Presets, des integrierten Tuners sowie die Organisation der MIDI-Funktionen lassen sich mittels eines kleinen Displays vornehmen. Distortion und Overdrive arbeiten analog; das gesamte Signal lässt sich auch noch mittels einer IR Speaker-Simulation in ein Amp-Gewand hüllen.

Per USB lässt sich der Bodentreter an einen PC anschließen, wodurch auch externe Speaker-Simulationen auf das Nux übertragen werden können und sich außerdem mittels Editor-Software bequem und flexibel der Effekt-Feinschliff erledigen lässt. Durch Firmware-Updates werden die Sektionen des Pedals stetig erweitert und optimiert, wodurch kürzlich beispielsweise noch ein Shimmer-Reverb mit ins Reverb-Arsenal gekommen ist. Das Nux ist sehr solide verarbeitet und durch die kompakte Bauweise und intuitive Bedienung sehr universell einsetzbar. Auch wenn es über Stereo Outs verfügt, wurde ihm leider nur ein Mono-Input verpasst, was die flexible Nutzung mit Synthesizern erschwert. Dafür kann die Overdrive/Distortion-Sektion mit separaten Outs unabhängig vom Rest genutzt werden und auch ein Expression-Pedal-Eingang ist mit an Bord. Das Cerberus Nux richtet sich vorwiegend an Liebhaber des analogen Sounds und Workflows, die lieber auf ein paar Effekte verzichten, als sich in ausufernden Sub-Menüs zu verlieren. 

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • 16 verschiedene Effekttypen in jeweils 4 Effektgruppen (Delay / Reverb, Mod, Distortion, Drive)
  • 128 Presets in 32 Bänken
  • Analoge Overdrive- und Distortion Schaltkreise
  • True Bypass (OD/Dist)
  • Realistische Speaker Simulation mit Impulse Response Loader
  • MIDI-fähig
  • USB-Anschluss zum Upgraden des Software-Editors
  • 88,2 kHz/32 Bit AD/DA Converter
  • 4 unterschiedliche Signal-Routings möglich
  • Kill-Dry Schalter
  • Integrierter chromatischer Tuner
  • Tap Funktion
  • Mehrere Ein- und Ausgänge
  • Abmessungen (B x T x H): 320 x 100 x 65 mm
  • Gewicht: 1,26 kg
  • Netzteil nicht im Lieferumfang
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Vermona Retroverb Lancet

Vermona Retroverb Lancet (Foto: Thomann)
Vermona Retroverb Lancet (Foto: Thomann)

Das Vermona Retroverb Lancet erweitert das Setup um ein Filter, einen LFO, einen Hüllkurven-Generator, einen Overdrive sowie einen echten Federhall, der in dem kompakten Vintage-Style Gehäuse verbaut wurde. Wie bei Vermona üblich, arbeitet das Desktop-Effektgerät komplett analog und kommt ohne Presets oder Sub-Menüs aus. Das Gerät ist optisch und technisch ähnlich aufgebaut wie die Filter/Modulations-Sektion eines analogen Synthesizers, wodurch der Workflow durchaus vertraut ist. Beim Filter-Modus kann zwischen Hi-, Low- oder Bandpass gewählt werden. Das unkonventionelle „Balls“-Poti wirkt wie eine Art Booster für das Filter und verleiht dem Sound mehr Druck und Präsenz. In Kombination mit dem arbeitsfreudigen Resonanz-Poti können hier teils sehr aggressive Sounds entstehen, die durch den Drive-Regler der Input-Sektion abermals verstärkt werden. Der Drive-Regler lässt sich auch unabhängig vom Filter verwenden und dient dann als analoger Overdrive mit Fuzz-Charakter. Schließlich bietet das Retroverb Lancet noch einen echten Federhall inkl. separatem Tone-Poti. Der Hall klingt für einen Spring-Reverb auffällig warm und lässt sich dank langer Decay-Times (bis zu 4,0 Sekunden) auch für Ambient-Klänge nutzen. Ein tolles Gimmick ist der Crash-Knopf, mit dem die Hallspirale einmal deutlich angeschlagen wird, unabhängig vom Quellsignal.

Der Hall lässt sich Pre- oder Post-Filter/VCA schalten. Somit kann entweder das bearbeitete Signal verhallt, oder aber der Hall selbst in seinem Klang bearbeitet werden. An dieser Stelle kommt dann auch der Hüllkurven-Generator mit Attack und Decay/Release ins Spiel, der auf verschiedene Trigger-Quellen reagieren kann und auf Wunsch den Filter und den VCA moduliert, was u. a. Gate-Effekte ermöglicht. Auch ein Envelope-Follower ist verbaut, mit welchem auch Auto-Wah-Sounds möglich werden. Zur weiteren Modulation steht noch ein LFO mit verschiedensten Wellenformen zur Verfügung, womit selbst Tremolo-Effekte kein Problem sind. Eine Output-Sektion mit Reglern für Volume, Mix sowie einem globalen Bypass runden das Angebot ab. Leider arbeitet das Retroverb komplett in Mono, weswegen es für Stereo-Geräte nur bedingt geeignet ist. Dafür begünstigen Eingänge für Pedal/CV sowie Trigger-In die Verwendung mit externen Analog-Geräten. Gerade für Synthesizer mit limitierten Modulations-Möglichkeiten liefert das Retroverb ein nützliches Toolkit, ohne jedoch den analogen Workflow zu vernachlässigen. Für komplex arbeitende Digital-Keyboards mit begrenzten Performance-Reglern ist das Gerät wiederum eine inspirierende Wunderkiste mit intuitiver Bedienoberfläche, die zum Spielen einlädt.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • Tremolo
  • Auto-Wah
  • Distortion
  • Delay
  • Gater
  • Hall
  • 3 Federn
  • Halldauer: 2,7 s – 4s
  • Anschlüsse: Input, Pedal/CV, Crash, Trigger In, Bypass, Output
  • Gewicht: 0,75 kg
  • Inkl. Netzteil 12V DC
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Zoom Multi Stomp MS-70 CDR

Zoom MS-70 CDR (Foto: Thomann)
Zoom MS-70 CDR (Foto: Thomann)

Stolze 86 Effekt-Typen aus den Bereichen Chorus/Delay/Reverb vereint Zooms Multi Stomp MS-70 CDR in einem extrem kompakten Gehäuse im Einzelpedal-Format. Auch eine kleine Auswahl an Filtern und Equalizern ist mit an Bord. Auf dem kleinen, aber feinen Display tauchen Grafiken auf, die in charmanter Gameboy-Manier an die jeweiligen Effekt-Vorbilder erinnern. Klanglich mag der Multistomp vielleicht nicht ganz an die Wärme und Tiefe dieser Vorbilder herankommen. Dafür bietet er jedoch eine große Vielseitigkeit an Effekt-Typen, die abgesehen von den Klassikern mit Units wie „Pitch Delay“ oder „Bend Chorus“ auch in exotischeren Gefilden unterwegs sind. Durch das kleine Gehäuse ist die Menü-Führung teilweise sehr verschachtelt und nicht unbedingt geeignet für intuitive Live-Jams. Mithilfe der Bedienungsanleitung hat man den Aufbau jedoch recht schnell durchschaut und kann sich individuelle Effekt-Ketten mit bis zu sechs Effekten gleichzeitig bauen, welche dann in 50 Speicherplätzen verewigt und live abgefeuert werden können. Neben Funktionen wie Tap Tempo und einem Stimmgerät verfügt der MS-70 CDR über Stereo Ein- und Ausgänge sowie einen USB-Eingang für Firmware-Updates. Für knapp über 100 € erhält man extrem viel Effekt für verhältnismäßig wenig Geld!

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick

  • 86 Effekttypen aus dem Bereich Chorus, Delay und Reverb
  • Bis zu 6 Effekte gleichzeitig
  • 50 Speicherplätze
  • Integriertes Stimmgerät
  • Tap Tempo
  • Stereo Ein- und Ausgänge
  • USB Anschluss für Firmware-Update
  • Gewicht: 350 g
  • Betrieb über 2 x AA Batterien oder ein Netzteil (nicht im Lieferumfang)
  • Abmessungen (T x B x H): 130.3 x 77.5 x 58.5 mm
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