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Kaufberatung und Vergleichstest Modulationseffekte für Synthesizer

Testberichte von Einzel- und Multi-Modulationseffekten

(Die Reihenfolge der gelisteten Produkte befindet sich in alphabetischer Ordnung und stellt keine Rangfolge dar.)

BOSS CE-2w

Fotostrecke: 2 Bilder Das BOSS CE-2w holt den Chorus-Sound der 80er in die Neuzeit (Foto: Thomann)
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Details
Das Boss CE-2w vereint den legendären Vibrato/Chorus-Sound der beiden Chorus-Ensemble-PedaleCE-1 und CE-2 in einem Gerät. Das „w“ steht für die Etikette „Waza Craft“, unter der Boss seit einigen Jahren Neuauflagen beliebter Bodentreter aus den 70er und 80er Jahren herausbringt. Das erklärt das minimalistische Design ohne zu viel Schnick-Schnack, gepaart mit solider Verarbeitung und schicken Vintage-Potis. Man kann zwischen drei Modi hin- und herschalten, die sich in Rate und Depth regulieren lassen. Der Standard Modus liefert den klassischen Sound des legendären CE-2 Bodentreters aus den 80er Jahren. Bei Betätigung des mittleren Switches werdet ihr mit den verspielten Chorus- und Vibrato-Klängen des Chorus Ensemble 1 belohnt, welcher als Vorgänger des CE-2 mit wesentlich höheren Rates arbeitet. Das Pedal ist zwar nur mit einem Mono-Input ausgestattet, brilliert jedoch mit einem Stereo-Output: In Mono-Nutzung werden über Output A Wet- und Dry-Signal gemischt ausgegeben. Im Stereo-Modus werden Wet und Dry-Signal separat auf die beiden Outputs geroutet, wodurch in Kombination ein Stereo-Chorus entsteht. 
Praxis
Auch wenn verschiedene Modi und Facetten möglich sind, bleibt das CE-2w unterm Strich ein One Trick Pony: Es ist die Reinkarnation des klassischen Boss Chorus-Ensemble Sounds. Dieser zeichnet sich vor allem durch seine weichen Höhen und den warmen Grundklang aus. Aufgrund des fehlenden Stereo-Inputs disqualifiziert sich das CE-2w leider für jegliche Stereo-Synths, verleiht Mono-Quellen jedoch eine angenehme Stereo-Patina und entschärft sie sanft in ihrem Sound. Selbst wenn der Depth-Regler komplett auf Null gedreht ist und eigentlich keine Modulation stattfindet, liefert das Pedal eine Stereo-Simulation. Das CE2-w lässt sich gut für E-Pianos und zur Verbreiterung und Belebung jeglicher Mono-Synths nutzen (z. B. Moog, Arp Odyssey). 
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CE-1 Modus geht über in CE-2 Modus

Preis:      199 €      Produktseite auf thomann.de

BOSS DC-2w Dimension C

Fotostrecke: 2 Bilder Das Boss DC-2w verleiht dem Instrument Raum und Tiefe. (Foto: Thomann)
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Das Boss „Dimension C“-Pedal galt in den 80er Jahren als Geheim-Waffe, die mittels subtiler Chorus-Sounds gekonnt Raumtiefe und Stereobreite erzeugte. Das selten gewordene, heiß umkämpfte Dimension C wurde nun im Rahmen der Waza-Serie neu aufgelegt und um den Sound des SSD-320 Dimension D 19“-Effektgerätes ergänzt, welches seinerzeit als Vorlage für das DC-2 galt und etwas mehr Höhen mitbringt als die Pedal-Variante. Die simple Bedienung ist angelehnt an das Original: Es gibt vier Schalter zur Modus-Anwahl für die jeweils aktive Unit (SSD-320 oder DC-2). Equalizer oder Rate/Depth-Regler sucht man vergebens, die Bedienung funktioniert lediglich über die vier Basis-Presets. Jedoch lassen sich jeweils zwei Schalter gleichzeitig drücken, wodurch insgesamt 20 Sound-Kombinationen möglich sind. 
Praxis
Es ist bemerkenswert, wie subtil und dennoch effektiv das BOSS DC-2W das Input-Signal schweben lässt und ihm Stereo-Breite und Tiefe verleiht. Der eigentliche Chorus-Effekt bleibt dabei eher unauffällig und lässt sich auch bei Wechsel der Modi kaum intensivieren. Das DC-2W ist wie sein Vorbild also mehr eine Art „Stereoizer“ mit verhaltener 80er Jahre Chorus-Patina. Der Sound bleibt dabei im Vergleich zum CE-2w eher clean, ohne auffällige Weichzeichnung oder Höhenverlust. Gerade in Kombination mit etwas Reverb eignet sich das Pedal fabelhaft zum Veredeln und Beleben von Pad-Sounds und zur Stereo-Verwandlung von Mono-Signalen. Aufgrund der beschränkten Klang-Variationen bleibt das DC-2W insgesamt aber eher begrenzt in der Vielfalt seiner Einsatzgebiete, was bei dem Preis dann doch etwas verwunderlich ist.
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Standard Modus, verschiedene Kombinationen SDD320 Modus, verschiedene Kombinationen

Preis:      199 €      Produktseite auf thomann.de

BOSS MD-200 Modulation

Fotostrecke: 2 Bilder Das Boss MD-200 ist ein vielseitiges Multi-Modulations-Pedal. (Foto: Thomann)
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Das Boss MD-200 ist ein Modulations-Pedal, welches mit insgesamt zwölf Stereo-Effekten in 32bit/96kHz-Auflösung breit aufgestellt ist. Abgesehen von Klassikern wie Chorus, Flanger und Phaser finden sich auch speziellere Effekte wie Slicer, oder Overtone, in dem Gerät. Ein LED Display zeigt aktuelle Parameter-Werte an, die sich an den Potis für Rate, Depth und Effect-Level ändern lassen. Außerdem gibt es drei flexible „Param“-Potis, deren Funktion je nach Effekt variiert. Auf die vier Speicherplätze lässt sich per Button oder Memory-Footswitch zugreifen, der gleichzeitig als Tap Tempo-Schalter funktioniert. Die Rate/Tempo lässt sich alternativ aber auch via MIDI mit externen Geräten syncen, was gerade im elektronischen Bereich viel Spielraum für Experimente lässt. Mittels Sub-Division-Button lässt sich das Tempo dann noch intuitiver variieren. Neben dem obligatorischen Stereo In/Out ist das MD-200 dank zusätzlicher Anschlüsse für Expression-Pedal, Footswitch und USB bestens vernetzt und bietet vielseitige Einsatz-Möglichkeiten. 
Praxis
Der Grundklang des Multi-Modulators ist solide. Beim CE-1 Modus erkenne ich kaum klangliche Unterschiede zum CE-2w, welches 1/12 der Vielfalt des MD-200 bietet und trotzdem nur 50 € weniger kostet. Positiv fallen auch ungewöhnlichere Effekte auf, wie der LFO-artige Slicer oder Overtone, bei welchem dem Signal harmonische Obertöne beigemischt werden. Bei anderen Modi überkommt mich das Gefühl, es sei klanglich mehr auf Quantität als Qualität gesetzt worden, wenn hier und dort doch ein etwas kalter, digitaler Charakter durchschimmert. Dieser lässt sich jedoch dank des Equalizers und der variablen „Param“-Potis reichlich beeinflussen und manipulieren. Der Workflow wird phasenweise dadurch erschwert, dass der Rate-Encoder sehr detailreich arbeitet und man für hörbare Änderung der Rate schon mal ordentlich drehen muss. Außerdem lässt sich die wechselnde Funktion der Param-Potis manchmal nur durch Hören erahnen, denn im integrierten LED-Display tauchen dazu teilweise keine Informationen auf.
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CE-1 Chorus/Flanger/Phaser Overtone + Slicer

Preis:      245 €      Produktseite auf thomann.de

Electro Harmonix Mod Rex

Fotostrecke: 2 Bilder Das EHX Mod Rex besticht vor allem durch sein ungewöhnliches Funktions-Konzept.
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Das Multi-Modulations-Pedal „Mod Rex“ aus dem etablierten Hause Electro Harmonix besticht durch ein unkonventionelles Grundkonzept, welches EHX mit „Polyrhythmic Modulation“ betitelt hat: Es gibt 4 unabhängige Modulations-Sektionen (Chorus/Flanger/Phaser, Tremolo, Panorama, Multimode-Filter), deren Rate sich an einem gemeinsamen Master-Tempo orientiert. Pro Sektion lässt sich die Modulations-Wellenform auswählen und der Division-Regler entscheidet schließlich, in welcher Sub Division des Master Tempos die Modulation jeweils stattfindet. Die verschiedenen Engines fangen an, gegeneinander zu „spielen“, wodurch polyrhythmische Strukturen entstehen können. Das Resultat lässt sich dank Display nachvollziehen und in 100 Slots abspeichern. Tap Tempo ist ebenso mit an Bord wie der Anschluss für ein Expression-Pedal. Mittels seiner Eingänge für Clock und MIDI lässt sich der Mod Rex fabelhaft in ein komplexes Keyboard-Setup einbetten. Dabei mutiert es zur vielseitigen Sequenzer/Modulations-Sektion eines zeitgenössischen Synthesizers in Pedalform. 
Praxis
Sein ungewöhnliches Konzept macht den ModRex vielseitig einsetzbar. Da wohlklingende, konventionelle Modulationseffekte wie Chorus, Flanger und Phaser verbaut sind, funktioniert er einerseits für herkömmliche Modulations-Sounds. Der Arbeitsbereich der Potis lässt hier extreme Einstellungen zu, wodurch selbst experimentelle Sounds möglich sind. Sicherlich:  Bei Hinzunahme der Filter-Sektion mutiert ModRex vom reinen Modulator zusätzlich zur vollwertigen Multimode-Filter-Box, die zwar klanglich nicht an größere Geschwister wie etwa die Sherman Filterbox rankommt, jedoch trotzdem sehr überzeugend und nützlich ist. Schickt man die verschiedenen Komponenten nun zusammen in den „Ring“ und aktiviert verschiedene Sub-Divisions, öffnet sich das Tor zu einer weiteren Welt. Je nach Einstellung und Quell-Signal wird der ModRex nun zum techno-affinen Filter/Modulations-Sequenzer oder liefert vielschichtigen Noise-Texturen. Bei dem ganzen Spaß fiel mir lediglich auf, dass bei Aktivierung des Effektes das Input-Signal hörbar lauter wird. Andererseits: Ist der Effekt einmal aktiviert, möchte man ihn auch kaum wieder bypassen.
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Mod Rex Basic Chorus, Flanger, Phaser Filter-, Mod- und Pan-Sektion mit verschiedenen Sub Divisons

Preis:      229 €      Produktseite auf thomann.de
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Joyo R-09 Vision Dual Mod

Fotostrecke: 2 Bilder Der optische Eindruck trügt … Das Joyo R-09 Vision hat einiges zu bieten! (Foto: Thomann)
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Die chinesische Pedal-Schmiede Joyo schwebt zurzeit noch unter dem Radar, was deren Modulationseffekte betrifft. Die silbern schimmernden Plastik-Potis vermitteln zunächst den Eindruck eines günstigen Einsteiger-Pedals. Jedoch muss sich das R-09 Vision keineswegs vor der großen Konkurrenz verstecken. Das leichte und solide verarbeitete Pedal bietet stolze 18 Stereo-Modulationseffekte. Von Chorus undTremolo, über Rotary bis hin zu Synthesizer-artigen Bitcrusher- und Stutter-Sounds ist alles drin. Die Effekte sind in zwei unabhängige Kanäle aufgeteilt und können simultan, sowie separat genutzt werden. Bei gleichzeitiger Nutzung ist eine serielle oder parallele Schaltung möglich. Pro Kanal dienen Regler für Depth/Mix und Rate/Speed, außerdem fungiert ein variable Control-Regler als Equalizer. Das R-09 arbeitet mit Dual-Konzept, wodurch zwei Effekte unabhängig nutzen lassen und in Kombination sehr abgefahrene Klänge realisieren lassen. Sogar eine Tap-Funktion ist an Bord. Ein Stereo In/Out macht die Nutzung mit jeglichen Synthesizern unproblematisch, auch wenn auf weitere (Pedal)-Anschlüsse verzichtet wurde.
Praxis
Der Grundklang des R-09 ist solide und wirkt insgesamt analoger als beispielsweise beim Boss MD-200. Im Vergleich zu den anderen Geräten entsteht ein hörbares Grundrauschen, wenn der Effekt aktiviert ist. Dennoch wird dem Original-Signal kein Druck genommen und die Höhen lassen sich in CE-2w-Manier weichzeichnen dank des Control-Potis, dessen Wirkung bei einigen Modi allerdings kaum hörbar ist. Speziell dem etwas technisch klingenden Rotary-Sound mag es zwar an der nötigen Tiefe fehlen, was allerdings von der umwerfenden Vielfalt des R-09 überschattet wird. Überzeugend sind gerade die Klassiker Chorus, Tremolo und Phaser, die in verschiedenen Ausführungen verbaut sind. Mit Modi wie Bitcrusher oder Stutter funktioniert sich das R-09 aber auch fabelhaft als Klang-Entfremder für Sounddesign-Anwendungen. Mit einem Anschluss für ein Expression Pedal hätten sich die vielen Effekte sicherlich noch weitreichender nutzen lassen. 
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Tremolo/Chorus/Phaser, verschiedene Depth Ringmodulation/Stutter/Bitcrusher, A/B gleichzeitig
Preis:     89 €     Produktseite auf thomann.de

MXR M134

Fotostrecke: 2 Bilder Chorus-Klassiker in gelb: Der MXR 134. (Foto: Thomann)
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Das MXR M134 lässt sich guten Gewissens als analoger Klassiker für Chorus-Effekte bezeichnen. Das in gelbe Signalfarbe getauchte, robust gebaute Gehäuse beherbergt Regler für Intensity, Rate und Width, womit sich der Umfang der Modulation einstellen lässt.  Außerdem ist neben dem Bass-Filter noch ein Bass/Treble-EQ mit an Bord, wodurch sich der Chorus-Sound genauer formen lässt. Da es wahrscheinlich überwiegend für Gitarristen konzipiert wurde, fehlt dem M134 leider ein Stereo-Eingang, jedoch gibt es immerhin einen Stereo-Chorus aus.
Praxis
Das MXR liefert den chorus-typischen Schwebe-Sound, wie wir ihn kennen, wenn auch mit einer geringeren Stereo-Breite als beispielsweise das Boss CE-2w. Im Gegensatz zu den Boss-Pedalen fällt außerdem der klare, fast schon etwas aggressive Grundsound auf. Der lässt sich dank des Equalizers entschärfen, auch wenn die EQ-Potis erst ab ca. der Hälfte wirklich hörbar in den Klang eingreifen und sich beispielsweise Bass-Frequenzen eher rein- als rausdrehen lassen. Für ein Analog-Gerät erzeugt das MXR M134 erstaunlich wenig Nebengeräusche, ein Höhenverlust ist kaum hörbar. Wie schon bei den Boss-Pedalen gilt allerdings auch für den gelben Klassiker, dass er sich lediglich als Chorus nutzen lässt und dafür doch im Vergleich mit anderen Geräten einen relativ mutigen Preis aufruft. 
Audiobeispiel

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Basic Chorus
Preis:     229 €     Produktseite auf thomann.de

MXR Phase 90 / 95

Fotostrecke: 2 Bilder Das MXR Phase 90 kommt ohne großen Schnick-Schnack aus. (Foto: Thomann)
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Das MXR Phase 90 kommt noch schneller auf den Punkt, als der ohnehin schon puristische MXR134 Chorus. Es gibt lediglich einen großen Regler für Speed, die Intensity und EQ-Einstellungen sind festgelegt. Dennoch wurde auf eine robuste Bauweise Wert gelegt. Das gleiche gilt für den MXR Phase 95, bei dem sich gegen leichten Aufpreis trotz kleinerem Gehäuse zwischen 2- und 4-pol Phasing wechseln lässt. Außerdem ist hier durch den Script-Schalter die Intensity regulierbar. Beide Pedale haben leider nur Mono-Anschlüsse, sowohl am Input als auch am Output. 
Praxis
Obwohl das MXR Phase 95 etwas mehr Variations-Möglichkeiten hat als sein großer/kleiner Bruder Phase 90, unterscheiden sie sich kaum in ihrem Grundsound. Der wirkt analog und druckvoll und natürlich. Auffällig ist, dass beide Pedale selbst bei reduziertem Input-Level sehr schnell in die Sättigung gehen. Das erzeugt beispielsweise beim EHX ModRex eine angenehme Patina, wirkt aber beim MXR Phase eher unschön, scheppernd und störend. Vielleicht sind die Pedale auch wegen ihrer Stereo-Inkompatibilität einfach weniger für den Einsatz mit Synthesizern geeignet, denn im Zusammenhang beispielsweise mit einem Rhodes E-Piano macht das Phase 90 wiederum einen fabelhaften Job.
Audiobeispiel

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Standard Phasing, variables Tempo

Preis:       97 € (Phase 90)      Produktseite auf thomann.de
Preis:     119 € (Phase 95)      Produktseite auf thomann.de

Neunaber Inspire Tri-Chorus Plus

Fotostrecke: 2 Bilder Der Neunaber Inspire Tri-Chorus Plus bietet verschiedene Chorus-Facetten. (Foto: Thomann)
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Die amerikanische Boutique-Schmiede Neunaber wirft mit dem Inspire Tri-Chorus Plus einen innovativen, unkonventionellen Blick auf die Welt der Chorus-Modulation. Das dunkle, kompakte Gehäuse mit sehr wertig wirkenden Einzel-Komponenten beherbergt insgesamt acht verschiedene Chorus-Modi, die ungewöhnlich und nützlich zugleich sind. Neunaber setzt dabei auf eigenständige Algorithmen wie etwa Detune, Harmonic, aber auch ein Chorus-Echo. Am mittig positionierten Encoder kann der gewünschte Modus ausgewählt werden, wovon dann auch die Funktion des variablen Potis abhängt (beispielsweise Delay Time beim Echo oder Tone beim Tri-Modus). Ansonsten sind die für Modulationseffekte typischen Regler für Depth und Rate verbaut. Ein erfreuliches Feature ist der Mix-Poti, an dessen Stelle bei Pedalen wie dem MD-200 oder dem Strymon Mobius auch gerne Effekt-Level-Regler verbaut sind, wodurch das Dry-Signal dann nie wirklich eliminiert werden kann. Durch Stereo In/Out ist der Tri Chorus bei Synthesizern gern gesehen, auch wenn man in der Praxis doch ab und an einen Expression Pedal-Anschluss vermisst.
Praxis
Alle Modi des Tri Chorus bestechen durch ihren ausgewogenen, feinen Sound, der dem Input-Signal mächtig Tiefe und Leben einhaucht. Die einzelnen Potis sind extrem gut skaliert, wodurch sich der Sound haargenau formen lässt. Schnell fällt allerdings auf, dass der Mix-Regler seltsamerweise das Dry-Signal nie komplett ausblendet, womit er seine Funktion ein Stück weit verfehlt. Die Modi bewegen sich klanglich allesamt im Bereich der Chorus-Modulation, decken hier jedoch unterschiedliche Facetten ab. Während „Detune“ als herkömmlicher Chorus wirkt, findet bei Modi wie „Harmonic“ oder „Cascade“ schon eine hörbar stärkere Klang-Verfremdung statt. Damit ist der Effekt wie gemacht für schwebende Synth-Pads, aber auch verzerrte, verwirrende Klangwelten. Über den Echo-Modus dürften sich besonders Lead-Sounds freuen.
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Echo-Modus, Time und Depth variiert Harmonic/Cascade/Tri

Preis:      299 €      Produktseite auf thomann.de

Strymon Mobius

Fotostrecke: 2 Bilder Strymon macht mit dem Mobius wieder einmal vieles richtig. (Foto: Thomann)
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Für Modulations-Fans hat Strymon Mobius konzipiert und mit zwölf verschiedenen Modulationseffekten bestückt, die diverse Einstellmöglichkeiten bieten. In puncto Effekte stehen neben Chorus/Flanger/Tremolo auch ungewöhnliche Effekte wie Autoswell, Destroyer oder Quadrature in einem hochwertigen Aluminiumgehäuse zur Verfügung. Die klassischen Modulations-Parameter Speed und Depth sind von Reglern für das Effekt-Level so wie “Value“ flankiert. Die Regler „Param 1“ und „Param 2 bieten verschiedene Parameter und Sub-Menüs, die je nach Modus variieren. Außerdem lässt sich dem „Value“-Regler, die Parameter-Belegung nach individuellem Bedarf anpassen und außerdem Presets anwählen und speichern. Das Zentrum der Preset-Verwaltung sind die Fußschalter A, B und C, mit denen man die Presets der aktuellen Speicher-Bank auswählt und zwischen den Bänken umherschaltet. Leider sind die Presets nur separat und nicht wie beim Joyo R-09 simultan nutzbar. Tap Tempo und Stereo In/Out sind bei einem solchen Gerät obligatorisch, erfreulich ist die Möglichkeit zur weiteren Vernetzung mittels Expression-Pedal-Eingang und MIDI In/Out. 
Praxis
Bemerkenswert beim Strymon Mobius ist, dass man kaum etwas tun muss, um schöne Sounds zu erhalten. Der Grundklang des Flaggschiffes ist je nach Bedarf clean und hochauflösend oder dreckig-verfremdend, sodass er eigentlich immer irgendwie gut klingt, auch, ohne dass man viel an ihm schraubt. Dennoch lässt sich der Klang durch die vielen Einstellungen sehr detailreich shapen. Dann ist der Mobius auch zu extremeren Sounds möglich, wie sich besonders bei den Modi Destroyer und Quadrature herausstellt. Hier erhalten durch LoFi-FX, Bitcrusher und Amplituden/Frequenz-Modulation jegliche Synth-Sounds den nötigen Crunch und Weirdness-Faktor. Auch der Filter ist gerade für Keyboarder ein willkommenes Tool, auch wenn mich in Sachen Klang und Workflow der Filter des ModRex mehr überzeugt hat. 
Audiobeispiele

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Chorus/Flanger/Phaser Destroyer/Pattern Tremolo/Quadrature
Preis:     459 €     Produktseite auf thomann.de

UNSERE EMPPFEHLUNGEN

KATEGORIEStrymon Mobius5 / 5
PREIS-LEISTUNGElectro Harmonix Mod Rex5 / 5
SOLIDEBOSS MD-200 Modulation4 / 5
TIPP DER REDAKTIONJoyo R-09 Vision Dual Mod4,5 / 5

GESAMTFAZIT

Auch wenn die meisten Modulations-Pedale die klassischen Effekte wie Chorus, Tremolo und Phaser solide abdecken, gibt es doch teilweise große Unterschiede im Workflow und Klang-Detail. Einige Pedale wie etwa das EHX Mod Rex oder der Joyo Pedal R-09 überraschen mit innovativen Konzepten und Sounds, die über das klassische Verständnis von Modulation hinausgehen. Überprüft vor einem Kauf sollte man deshalb unbedingt noch einmal, wonach ihr genau sucht und testet gegebenenfalls auch selbst nochmal ein bis zwei Geräte gegen, bevor ihr euch final für eines entscheidet.
Viel Spaß beim Aussuchen!

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von Tom Gatza

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BadTicket sagt:

#1 - 10.01.2020 um 11:32 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Danke für den ausführlichen Bericht und Vergleich. Was ich einfach tragisch finde ist, dass es immer noch kein Hersteller für nötig findet ein Effektgerät für Keyboarder zu bauen. Nach wir vor sind es Bodentreter mit zum Teil "Drucktasten" die einem fast die Finger brechen. Es wäre schön, wenn wenigstens eine "Fingerversion" angeboten werten würde, noch schöner ein Gerät das man auch neben den Synthesizer stellen und es auch ähnlich bedient (Höhe, Neigung, Druckstärke etc.) werden kann. Ich bin sicher, ein Markt wäre da...

    Profilbild von Heimann Rudolf

    Heimann Rudolf sagt:

    #1.1 - 24.01.2020 um 19:51 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Die von Dir gewünschte Serie gibt bzw. gab es: t.c. electronic NOVA! Alle in Stereo, viele Regelmöglichkeiten, Speicher usw. Ich nutze das NOVA Delay, NOVA Reverb und NOVA Modulator. Findet man immer wieder mal günstig bei ebay.

    Antwort auf #1 von BadTicket

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