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03.01.2020

Vergleichstest Schlagzeughocker (2021)

Schlagzeughocker von Tama, Yamaha, Millenium, Pearl, DW u.v.a. im Vergleich

Vom günstigen Trommelstuhl bis zum Luxusmodell

Unter den Zubehörteilen am Schlagzeug nimmt der Drumhocker immer noch eine Nischenstellung ein. Bei Einsteiger-Drumsets ist der Sitz oft im Paket enthalten, und falls er doch separat erworben werden muss, entscheiden sich die meisten für das günstigste Modell, denn: „Für den Anfang wird der schon reichen“. 

Wer allerdings mehr Zeit am Drumset verbringt, wird irgendwann merken, dass ein guter Sitz nicht nur bequemer ist, sondern auch als Stabilitätsausgleich für die Fußarbeit dient. Ein Drumhocker mit hochwertiger und formgebender Sitzfläche entlastet zudem den Rücken. Ein stabil gefertigtes und leicht verstellbares Unterteil zahlt sich auf die Dauer bei häufigen Auf- und Abbauten für Livegigs aus. Gerade wer den Hocker viel beansprucht, sollte sich also nicht für das günstigste Modell entscheiden.

Genau so unterschiedlich wie die Anforderungen und Gewichtsklassen, denen das Gestühl Genüge tun muss, ist der Geldbetrag, den man für einen Drum-Hocker maximal ausgeben möchte. Damit ihr die Übersicht behaltet, haben wir die Hocker in drei Kategorien mit Verkaufspreisen (Stand 01/2021) bis 100 Euro, bis 200 Euro und über 200 Euro unterteilt. Wir haben alle Hocker einer maximalen Belastungsprobe unterzogen, deshalb können unsere Tests euch eine gute Orientierung geben. Nichtsdestotrotz solltet ihr eure Favoriten am besten im Fachgeschäft probesitzen und miteinander vergleichen.

Drummer-Sitze bis 100 Euro

Die Einsteigermodelle und Schlagzeugsitze der unteren Mittelklasse

Gravity FD Seat 1

Mit dem rund 70 Euro günstigen Gravity FD Seat 1 stellt die deutsche Firma Adam Hall einen Schlagzeughocker vor, der zwar preislich in der Einsteigerklasse angesiedelt ist, dank seiner durchdachten Konstruktion und der sehr guten Verarbeitung aber auch hohe Ansprüche erfüllen kann. So bietet der doppelt verstrebte Rundsitz ein straffes, wackelfreies Sitzgefühl sowie eine große maximale Höhe. Dass der Hersteller volle fünf Jahre Garantie einräumt, rundet das Gesamtpaket ab.

Millenium DT-902 Pro

Mit großer und fester Sitzfläche in Sattelform empfiehlt sich der Millenium DT-902 aus dem Thomann-Programm sowohl für etwas schwerere Drummer als auch für solche, die für Gigs einen stabilen, aber gleichzeitig nicht zu schweren Drummersitz benötigen. Nicht ganz optimal gelöst ist die Verwendung einer Vierkantschraube zur Fixierung der Höhe, in Anbetracht der sonstigen Qualitäten und des günstigen Anschaffungspreises von knapp 100 Euro ist dieser Makel aber zu verschmerzen.

K&M 14010 Piccolino

Mit dem Piccolino zum Preis von rund 80 Euro bietet der in Deutschland produzierende Hersteller K&M eine gut verarbeitete Alternative auf dem spärlich bestückten Markt extra kleiner und niedriger Drum-Hocker. Wo normale Schlagzeugsitze für Kinder um fünf Jahre schon zu groß sind, ermöglicht der Sitz das bequeme Erreichen der Pedale, gleichzeitig bietet er sehr guten Halt mit einer angemessen großen und straff gepolsterten Sitzfläche.

Weitere Drummer-Sitze bis 100 Euro...

Gibraltar 9608 Drum Throne Test

Als Bestseller unter den Drum-Hockern der mittleren Preisklasse hat sich der Gibraltar 9608 etabliert. Ob der Titel verdient ist, haben wir im ausführlichen Review heraus gefunden.

Yamaha DS-750 Drum Hocker Test

Für Fans leichterer Drumhocker hat Yamaha den DS-750 im Programm. Ob die einstrebige Konstruktion trotzdem roadtauglich ist, haben wir im Test herausgefunden.

Drummer-Sitze bis 200 Euro

Die gehobene Mittelklasse: Schlagzeughocker für anspruchsvolle Trommler

Pearl Roadster D-1500 Series

Pearl's Roadster D-1500 Modelle bieten zum Preis von rund 200 Euro für jeden etwas: Drehspindeln beim D-1500 und D-1500S, ein Aluminiumtauchrohr mit integrierter, justierbarer Stoßdämpferfunktion beim D-1500SP und Gasdruckfedern bei den Modellen D-1500RGL und TGL. Alle Testobjekte überzeugen mit makelloser Verarbeitung, einfachem und geräuscharmem Handling und lassen sich bei Bedarf außerdem mit einer optionalen Rückenlehne aufrüsten.

Yamaha DS-950

Der Yamaha DS-950 zum Preis von rund 190 Euro ist ein außergewöhnlich solider, großzügig ausgelegter Schlagzeughocker. Seine sehr breite, rechteckige Sitzfläche mit fester Polsterung dürfte besonders schwereren Drummern oder solchen mit größerem Gesäß entgegen kommen, wobei das Basisteil mit vier Streben die nötigen Stabilitätsreserven besitzt. Freunde des besonders leichten Reisegepäcks könnte jedoch das hohe Gewicht abschrecken.

K&M 14000 Gomezz

Wer einen überdurchschnittlich stabil stehenden, fest gepolsterten Profihocker mit Sattelsitz sucht, könnte beim König&Meyer 14000 „Gomezz“ fündig werden. Der Verzicht auf eine Drehspindel erweist sich in der Bedienung als etwas umständlich, reduziert aber das Gewicht und gewährleistet eine sichere Fixierung. Für 170 Euro bekommt man hier einen sehr gut verarbeiteten, in Deutschland hergestellten Drum-Hocker, der es mit den Platzhirschen der Konkurrenz locker aufnehmen kann.

Weitere Drummer-Sitze bis 200 Euro...

K&M 14030 „Grande“ Drum Hocker Test

Mit dem Grande bietet K&M, der deutsche Hersteller von Musikstativen und Sitzen, einen Drum-Hocker knapp über einhundert Euro ohne Schnörkel an. Wir haben Platz genommen.

K&M 14055 „Nick“ Drum Hocker Test

Nick heißt ein beliebter Schlagzeughocker des deutschen Traditionsherstellers K&M. Wie bequem man auf dem Sattelsitz trommeln kann, haben wir im Test gecheckt.

Ahead Spinal Glide Drum Hocker Test

Besonders rückenfreundlich sollen die Spinal Glide Drum-Hocker des amerikanischen Herstellers Ahead sein. Wie sich ihre mittig geteilten Sitzflächen in der Praxis bewähren, haben wir im Test herausgefunden.

Yamaha DS-840 Drum Hocker Test

Der Yamaha DS-840 ist ein Drumhocker mit Rundsitz und doppelstrebigem Basisteil. Wir haben gecheckt, wie es sich auf dem Gestühl aushalten lässt.

K&M 14038 und 14036 Drum Hocker Test

Mit den Drumhockern 14036 und 14038 bietet der deutsche Hersteller K&M zwei neue Oberklassemodelle mit Drehspindel und Gasdruckfeder an. Wie es sich auf ihnen sitzt, haben wir im Test herausgefunden.

Drummer-Sitze über 200 Euro

Die Profi- und Luxus-Modelle: Komfortabler geht's nicht

DW 9100M / 9120AL

Sicherlich sind knappe 250, bzw. 315 Euro Verkaufspreis für einen Drumhocker nicht wenig Geld, im Falle des DW 9100M und des 9120AL sind sie allerdings gerechtfertigt. Die Hocker empfehlen sich für Drummer, die am Schlagzeug richtig gut sitzen und keine Kompromisse eingehen möchten. Zwar gibt es auch für deutlich weniger Geld Ausstattungsmerkmale wie Sattelsitze, Drehspindeln oder Gasdruckfedern. Bezüglich der Polsterqualität, Hardware-Stabilität und Haltbarkeit haben die DW-Modelle aber klar die Nase vorn.

Tama 1st Chair HT850BC / HT741B

Unsere beiden Testhocker HT850BC XL und HT741B zum Preis von 230 bzw. 300 Euro sind sehr gut verarbeitete und praxistauglich konstruierte Edelsitze für Drummer mit speziellen Ansprüchen. Neben den komfortablen Sitzoberteilen gibt es hier zwei zusätzliche Ausstattungsmerkmale in Form der Gasdruckfeder-Höhenverstellung, beziehungsweise der zum Transport anklappbaren Rückenlehne. Beide Features sind aber makellos ausgeführt und erweitern so die riesige Hockerpalette von Tama um interessante Optionen.

Pearl Roadster D-3500 Series

Pearl's Oberklasse-Drumhocker Roadster D-3500 und D-3500BR kosten im Laden derzeit 235 bzw. 350 Euro, sind exzellent verarbeitet und teilen sich die gleiche doppelstrebige Basis sowie das neu entworfene Sattelsitzteil. Dieses überzeugt mit einem zunächst eher weichen, nach längerem Sitzen angenehm straffen Gefühl und ist somit auch für lange Sessions geeignet. Die Lehne am D-3500BR stützt den Rücken effektiv ab und vermittelt ein gutes Gefühl von Stabilität, schlägt sich allerdings auch in einem Aufpreis von etwa 115 Euro nieder.

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