Test
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26.02.2010

t.bone SCT-800 Röhren-Großmembran-Mikrofon Test

Alles Gold, was glänzt?

Es sind die alten Geschichten über die finanziell harten Zeiten des Musikmachens in schimmeligen Proberäumen mit zu wenig, zu schlechtem und zu teurem Equipment, die, so haarsträubend sie auch sein mögen, von Kollegen an einem geselligen Abend mit Leichtigkeit reihum getoppt werden. Und genau diese Erinnerung an bescheidene Anfänge lässt mich des Öfteren die geläufige Weisheit unserer Großeltern ins Gegenteil drehen und behaupten, dass früher alles schlechter war. Aber so pauschal lässt sich ein Klischee natürlich nicht durch ein anderes ersetzen, denn wieso sollten sonst manche Vintage-Geräte und -Instrumente heute zu astronomischen Preisen gehandelt werden.

 

Tatsache allerdings ist, dass High-End-Geräte schon immer einen hohen Wiederverkaufswert hatten und sich in den oberen Qualitäts- und Preisregionen recht wenig verändert hat. Im Gegensatz dazu sind die Auswirkungen der Globalisierung im unteren und mittleren Preissegment nicht zu übersehen. Hier machte die Qualität in den letzten Jahren einen deutlichen Sprung nach oben, während sich der Preis stetig nach unten bewegte.

 

 Aber irgendwo muss die Grenze des Machbaren, des Sinnvollen und des Vertretbaren doch erreicht sein. Liegt ein Großmembran-Röhrenmikrofon für weniger als zweihundert Euro über oder unter dieser Linie? Unser Testkandidat, der in der Thomann-Eigenmarke The t.bone zu Hause ist, gehört genau in diese Kategorie. In diesem bonedo-Test gilt es herauszufinden, ob und welche Abstriche man bei einem Mikrofon wie dem SCT-800 gegenüber teureren Geräten in Kauf nehmen muss, oder ob vielleicht sogar der “Schnapp” des Lebens winkt.

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