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01.12.2020

Mapex Black Panther Design Lab Artist Snares Versatus und Maximus Test

Signature Snares mit Holzkessel

Drei für Jeff und Russ

Die Mapex Black Panther Serie rangiert weit vorn, wenn es um gut ausgestattete und bezahlbare Snaredrums geht. Dieses Jahr wurde die Serie um ganze 14 Modelle erweitert, deren Testberichte ihr bei uns bereits nachlesen konntet. Mit den heute vorliegenden Design Lab Artist Snares geht es nicht nur preislich ein ganzes Stück weiter nach oben, auch bei den Features wird eine Schippe draufgelegt, schließlich sollen die Trommeln den anspruchsvollen Ohren und gesegneten Händen von Jazz-Ikone Jeff Hamilton und Studio-Drummer Russ Miller genügen. Die Testberichte zu den Artist Design Lab Snares von Chris Adler (Warbird) und Craig Blundell (The Machine) gibt es in einem separaten Artikel meines Kollegen Max Gebhardt zu lesen.

Details

Die flache Versatus hat eine große Schwester bekommen

Die Versatus, das Signature-Modell von Russ Miller, in der ungewöhnlichen Größe 14“ x 4 5/8“ wurde bereits 2015 vorgestellt, in der neuen Variante hat sie ein optisches und technisches Update erhalten, und für Freunde von tieferen Snares ist außerdem eine neue Ausführung in 14“ x 6,5“ hinzugekommen. Die Versatus-Trommeln haben einen siebenlagigen, acht Millimeter starken Schichtholzkessel. Je zwei Lagen Ahorn werden mit drei Innenlagen Mahagoni kombiniert. Das hochglanzlackierte Außenfurnier nennt sich Peach Burl Burst – eine pfirsichfarbene Holzmaserung mit Verlauf ins leicht Rötliche zu den Außenseiten hin. Eine Besonderheit der Versatus-Kessel ist, dass nur auf der Oberseite ein Verstärkungsring aus Maple eingeleimt ist. 

Die Kesselgratung beträgt auf der Resonanzfellseite 35 Grad, auf der Schlagseite sind es typische 45 Grad. Alle Trommeln verfügen über die verrundete SONIClear-Gratung, die für eine sattere Fellauflage und leichtere Stimmbarkeit sorgen soll. Die Snarebeds folgen dem Verlauf der Gratung, sind etwa 15 Zentimeter breit und an der tiefsten Stelle drei Millimeter tief. Die gesamte Verarbeitung der beiden Kessel ist auf allerhöchstem Niveau, wie man es bei einer rund 800 Euro teuren Trommel auch erwarten kann. 

Schauen wir uns mal die Hardware der Versatus Snares etwas genauer an. Ins Auge stechen die 20 neu designten Tubelugs aus Messing, die beim flachen Modell versetzt angebracht sind. Sämtliche Hardware ist im Black Nickel Finish gehalten. Auch neu ist, dass die insgesamt fünf Design Lab Artist Snares mit der beliebten Trick Multi-Step Abhebung ausgerüstet sind. Alle Kessel haben gleich vier Luftausgleichslöcher installiert, was für eine Verkürzung des Kesseltons sorgt.

Die Spannreifen sind nach innen geflanschte Sonic Saver Hoops, wie sie auf fast allen teureren Black Panther Snares montiert sind. Auch bei der Fell- und Teppichbestückung setzt Russ Miller eigene Akzente, die Felle stammen von Remo, als Schlagfell ist ein Fiberskyn Diplomat und auf der Unterseite ein Ambassador Resonant aufgezogen, der etwas schmalere Teppich stammt von Puresound und hat 16 Spiralen.

Jeff Hamiltons neue Signature Snare heißt ganz bescheiden „The Maximus“ 

Jazz-Legende Jeff Hamilton spielte viele Jahre lang Remos Acousticon-Kessel, nach seinem Wechsel im Jahr 2018 zu Mapex Drums war es dieses Jahr Zeit für ein eigenes Signature-Modell. Die Hardware- und Fellausstattung der 14“ x 6“ großen Maximus Snare ähnelt, bis auf das etwas flachere Kesselmaß, eins zu eins der sechseinhalber Versatus Snare, weshalb ich auf eine erneute Beschreibung der Specs an dieser Stelle verzichte. Beim Teppich setzt Mr. Hamilton auf ein Vintage-Modell mit 20 Spiralen des japanischen Endorsement-Partners Canopus Drums. Der schwarz hochglanzlackierte, achtlagige und 8,9 Millimeter starke Schichtholzkessel ist in Vintage-Manier gefertigt, er besteht komplett aus Mahagoni und hat beidseitig Verstärkungsringe eingeleimt. Bei dem Snarebed spricht Mapex von einem „ Special Design“ - beim Vergleich mit den Versatus Snarebeds (siehe oben) kann ich allerdings keinen Unterschied feststellen. Auch die Maximus ist in allen Belangen makellos verarbeitet. Schauen wir mal, wie die Trommeln klingen.

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