Bass Hersteller_Kala
Test
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26.03.2019

Kala Journeyman U-Bass Test

Viersaitige Bass-Ukulele

Red & hot!

Der neue Kala Journeyman unterscheidet sich optisch deutlich von den anderen U-Bass-Modellen der Ukulelen-Schmiede Kala, denn er kommt mit klassisch anmutenden F-Löchern und einem Cutaway. Außerdem hat sich Kala für den Journeyman zwei schicke neue Finish-Varianten ausgedacht: Neben der normalen Satin-Ausführung ist der exotische U-Bass nämlich auch wahlweise in Mattschwarz oder mit poppiger mattroter Lackierung erhältlich. Im Laden geht der Journeyman derzeit für unter 300,- Euro über die Theke - da darf man gespannt sein, ob die preisgünstige und optisch auffällige Bass-Ukele den typischen Sound liefern kann!

Details

Der deutsche Vertrieb hat uns einen Journeyman U-Bass in der roten Ausführung geschickt, den ich nach der Landung an meiner Haustüre sofort aus dem Karton geschält habe. Geliefert wird der Journeyman übrigens in einer leicht gepolsterten Gigbag, die mit Rucksackriemen und einer Fronttasche ausgestattet ist und ausreichend Schutz für den Transport in den Proberaum oder zum Gig bietet.

Der neue U-Bass sieht wirklich ziemlich knuffig aus: Das rote Finish fällt sofort ins Auge, und die F-Löcher und das cremefarbene Binding verleihen dem Journeyman einen gelungenen Retro-Look. Der Korpus des Journeyman ist etwas größer als bei anderen elektroakustischen U-Bässen und besteht komplett aus Mahagoni. Durch ein abgerundetes venezianisches Cutaway sind die hohen Lagen beim Journeyman außerdem besser zu erreichen als bei den U-Bässen mit der herkömmlichen Korpusform.

Auch für den Hals wurde Mahagoni verwendet, und im Griffbrett sitzen 16 Bünde und runde Einlagen als Lagenmarkierungen. Die Hardware hält Kala bei den günstigen Einsteiger U-Bässen etwas schlichter, und so kommt auch der neue Journeyman mit einem einfachen Kunststoffsattel und einer Brücke aus Kunststoff. Die Stimmmechaniken machen einen recht soliden Eindruck - es handelt sich um sogenannte "Custom Black Die Cast"-Tuner, die optisch den hochwertigen Hipshot Utra-Lites nachempfunden sind. Die Tuner laufen leicht und halten die Stimmung, was will man mehr?

Als Saitenbespannung kommen bei den roten und schwarzen Journeyman-Modellen übrigens nicht die dicken Poly- oder Thundergut-Saiten, sondern Kalas eigene "Metal Round Wound"-Saiten zum Einsatz. Die Roundwounds sind deutlich dünner und strammer als die elastischen Gummisaiten und intonieren dementsprechend natürlich auch viel exakter.

Verstärkt wird der Journeyman einerseits durch Piezoelemente in der Brücke und andererseits durch eine Elektronik, die einen Dreiband-Equalizer zur Klangbearbeitung bietet. Der UK-500B Preamp aus dem eigenen Werk sitzt in der oberen Zarge des U-Basses, sodass alle Regler leicht zugänglich sind. Wir finden auf dem Panel einen Schieberegler und drei EQ-Regler für Bässe, Mitten und Höhen.

Darunter sitzt zudem ein simples, chromatisches Stimmgerät, das mit einem kleinen Schalter aktiviert wird. Der Tuner zeigt den zu stimmenden Ton und die aktuelle Tonhöhe mit einem kleinen, aber dennoch gut ablesbaren Display an. Zum Betrieb benötigt der Uk-500B Preamp zwei CR2032-Knopfzellen, die in einem kleinen Fach an der unteren Zarge neben der Klinkenbuchse untergebracht sind.

In Sachen Verarbeitung leistet sich Kala bei meinem Testbass keine gravierenden Patzer, nur die etwas scharfkantigen Bundkanten sollten durchaus überarbeitet werden, damit sich der Journeyman auch wirklich angenehm spielen lässt.

In diesem Video könnt ihr euch einen ersten Eindruck verschaffen:

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