Test
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26.08.2015

iConnectivity iConnectAudio4+ Test

Audio-Interface

Anschlussmöglichkeit für mehrere Hosts

iConnectivity iConnectAudio4+ Test im bonedo-Test: Dieses Interface ist besonders, denn es kann mit zwei Rechnern oder iOS Geräten gleichzeitig verbunden werden, was komplexe Setups ermöglicht. Hinzu kommt ein umfangreicher MIDI-Hub, der ebenfalls extrem umfangreiche MIDI-Szenarien darstellen kann, was man eventuell bereits von den MIDI-Interfaces iConnectMIDI4+, iConnectMIDI2+ sowie iConnectMIDI1 und mio her kennt. Ein Audiointerface gab es von diesem Hersteller aber bisher nicht – Wir haben somit das erste Audiointerface von iConnectivity überhaupt zum Test geladen. Man darf gespannt sein!

Details

Zwei Interfaces in einem

Das iConnectivity iConnectAudio4+ ist ein USB2.0-Audiointerface. Nein, eigentlich ist es zwei Interfaces in einem Gerät. Da es zwei USB-Ports besitzt, kann an jeden jeweils ein Computer oder gar iPad angeschlossen werden. Kurzum: Mit diesem Audiointerface bekommt ihr die Audioströme eures iOS-Geräts in den Rechner – und das ohne Verluste! Oder ihr benutzt das iPad als Effektgerät. Oder ihr bringt zwei Rechner in einem Interface zusammen. Die Möglichkeiten sind vielfältig!

Viele Audioanschlüsse

Die Zahl im Namen unseres Testobjektes gibt Aufschluss über die Anzahl der I/Os. Also gibt es vier Preamps und vier analoge Line-Outs plus einen getrennt adressierbaren Kopfhörer-Ausgang (Ausgang 5/6) auf analoger Seite zu vermelden. 

Über jeden der beiden USB-Audioports des 24Bit/96kHz-Interfaces können ferner jeweils bis zu 20 Kanäle insgesamt übertragen werden. Das bedeutet pro Port beispielsweise entweder „2 rein und 18 raus“ oder „10 rein und 10 raus“. Zudem gibt es einen internen Mixer mit weiteren acht Kanälen. Über eine Matrix können die USB-Ströme, die analogen I/Os sowie der Mixer miteinander nach Belieben verknüpft werden.

Solides Gehäuse

Das iConnectAudio4+ wurde in einem soliden, verschraubten Metallgehäuse untergebracht. Die Eingänge befinden sich wie das Touch-Bedienfeld auf der Vorderseite. Die restlichen Anschlüsse hingegen sind auf der Rückseite zu finden. Das Interface misst dabei 37 mm x 214 mm x 140 mm (HxBxT) und bringt ungefähr 1,1 kg auf die Waage. An der Unterseite des Gerätes befinden sich Gummifüße sowie ein 1/4-Zoll-Gewinde. Seitlich ist ein Kensington-Lock gegen Langfinger untergebracht.

Die Anschlüsse der Rückseite

Rückseitig haben wir es mit vier symmetrischen analoge Ausgängen zu tun sowie einem Stereo-Kopfhörer-Ausgang direkt daneben. Alle sind mit 6,35 mm TRS/Stereo-Klinke Buchsen bestückt. Die MIDI-I/Os direkt nebenan erklären sich durchaus von selbst. 

Die folgenden beiden USB-Anschlüsse Typ B sind indes für die Verbindung mit Computer oder iPad gedacht. Nochmal, weil es so besonders ist: Es können zwei Rechner gleichzeitig angeschlossen werden! Die Host-Buchse wiederum ist für den Anschluss von weiterem MIDI-USB-Equipment reserviert und kann sogar mit einem Hub betrieben werden. Bis zu acht USB-MIDI-Geräte können so hier angeschlossen werden. Neben den vielfältigen MIDI-Routing-Optionen, welche man bereits aus der MIDI-Range von iConnectivity kennt, lassen sich hier auch umfangreiche MIDI-Filter mit diesem Interface nutzen.

Die vier Preamps der Vorderseite sind mit XLR/TRS Combo-Buchsen ausgestattet. Wie üblich sind die XLR-Anschlüsse dabei für die Verbindung mit Mikrofonen gedacht. Die Vorverstärker liefern bis zu 60 dB Gain und bieten individuelle Phantomspeisung. Die TRS-Buchsen („große Klinke“) der beiden ersten Eingänge verdauen außerdem Instrumentensignale, die Eingänge 3/4 wiederum Line-Signale. Umgeschaltet werden muss dabei nicht, das Einstecken des richtigen Kabels übernimmt diesen Job. Die Eingangskanäle können ferner im Level und Gain als Stereopärchen verlinkt werden. Eine Pad-Funktion findet sich allerdings nicht. 

Touch-Bedienfeld mit Encoder

Neben den Eingängen finden wir außerdem ein beschriftetes Bedienfeld mit LEDs. Auf den ersten Blick war mir nicht sofort klar, dass dieses auch berührungsempfindlich sind. Berührt man also eines der acht Felder (1, 2, 3, 4, 48 V, In, Out, Phones), kann man dessen entsprechende Parameter (Volume/Gain) mittels des großen Push-Encoders rechts davon modifizieren. Sogar Mehrfach-Auswahlen sind möglich, dazu aber später mehr. Insgesamt ein cleveres Bedienkonzept, was in der Praxis aber leider etwas umständlich anmutet. 

Lieferumfang

Softwareseitig wird nur die Routing-Console „iConnectivity iConfig“ mitgeliefert. Neben einem 100-240 V Netzteil ist außerdem ein USB-A/Mini-USB-Kabel sowie ein USB-B/Lightning-iOS-Anschluss Teil des Lieferumfangs. Ein gedrucktes Handbuch fand sich leider nicht im Paket, laut Vertrieb ist aber ein neues Handbuch in der Entstehung.

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