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01.10.2019

Hercules DJStarter Kit Test

DJ-Set

Let´s get the Party started!

Wer von DJing und Technik (noch) keine Ahnung hat und sich bei der Zusammenstellung des ersten Setups überfordert fühlt, der scheint mit dem DJStarter Kit von Hercules gut beraten zu sein. Denn für schlappe 170,– Euro ist man auf Anhieb für die ersten Gehversuche im Bedroom offensichtlich gut gewappnet. Das Rüstzeug setzt sich aus dem kompakten DJ-Controller DJControl Starlight, den Aktiv-Lausprecherboxen DJSpeaker 32, die beide bereits ausführlich in einem Bonedo-Test vorgestellt worden sind, und dem neuen Kopfhörer HDP DJ M40.2 zusammen.

Obendrein gibt es frei Haus Serato DJ Lite als DJ-Software, die sich dem Controller Plug-and-play unterwirft. Bis auf den Kopfhörer, der separat momentan nur in einer älteren Version erhältlich ist, kann man alle Komponenten auch einzeln beziehen. Sollte man sich dieses Paket als Newbie zulegen? 

Details

Das DJStarter Kit preist sich als Einstiegspaket für den Anfänger-DJ an. Um damit aufzulegen, bedarf es lediglich eines Laptops als Wirt für die beigelegte DJ-Software samt Musik. Auf welchem Niveau letztlich das Auflegen bleibt, hängt natürlich auch von den Möglichkeiten ab, die dieses Rundum-Sorglos-Paket bietet:

Der DJControl Starlight

Auf seiner 400 mal 100 Millimeter kompakten Fläche ist nicht gerade viel Platz für Features. Somit konzentriert sich der knapp 500 Gramm leichte Controller auf das Wesentliche: Die Transport-Sektion besteht aus Buttons für Cue, Play/Pause und Sync. Das Jog-Wheel mit seinem mit 450 Millimetern winzigen Durchmesser dient zum Suchen, Pitch-Bending und Scratching (Vinyl-Modus). Manuelles Pitching läuft über den gerade einmal 450 Millimeter kurzen Pitch-Control.

Die vier Performance-Pads bedienen im ersten Layer die Hot-Cues und Loops, im zweiten die Effekte und den Sampler. Die Mischeinheit ist minimiert auf zwei platzsparende Line-Lautstärke-Regler plus den 450 Millimeter langen Crossfader, einen Bassregler, der auch auf Knopfdruck als Filter greift und einen Master-Regler. Beide Kanäle und auch der Master sowie Cue+Mix können über den per Miniklinkenbuchse angesteckten Kopfhörer HDP DJ M40.2 vorgehört werden.

Der Controller schickt das Mastersignal über eine verbaute Soundkarte mit 44,1 kHz und 24 Bit an die via Miniklinke angeschlossenen DJSpeaker 32 heraus. Den Saft saugt der Controller vom Laptop über das Mini-USB-Kabel. Das schwarze unauffällige Plastegehäuse zieht noch ein Ass aus dem Ärmel: Die Unterseite ist transparent, damit RGB-LEDs im Takt zur Musik aufblitzen.

Die DJSpeaker 32

Die 295 x 135 x 155 Millimeter kleinen, aus einer 6 Millimeter dicken Faserplatte gefertigten Aktivmonitore beschallen auf zwei Wegen. Der 3-Zoll-Tieftontreiber mit seiner auffälligen gelben Membran drückt den Bass aus zwei Bassreflexschächten. Die Höhen werden von einer Hochton-Kalotte erzeugt. Da die Lautsprecher keine Klang-, sondern nur eine Levelregelung besitzen, muss man sich mit dem Sound der 2x15 Watt lautstarken Boxen arrangieren. Nur die aktive Lautsprecher-Box ist per beigelegtem Miniklinken-Cinch-Kabel mit dem Master-Ausgang des DJControl Starlight zu verbinden. Die andere verknüpft man mit dem Verbindungskabel über die Clip-Push-Anschlüsse beider Boxen.

Der HDP DJ M40.2

Dass sich der geschlossene DJ-Kopfhörer HDP DJ M40.2 von seinem Vorgänger unterscheidet, kann man schon anhand des neuen auffälligen Hercules-Logos auf den ohrumschließenden Muscheln erkennen. Farblich bleibt er dem schicken Mattschwarz treu.

Die Bügelkonstruktion hebt sich nur im Detail von Version 40.1 ab: An dem mit Kunstleder überzogenen Bügel fehlt die Marken-Prägung. Die Kopfband-Unterseite ist recht wenig gegen Druck gepolstert. 

In acht einrastenden Stufen lässt sich die Bügelverlängerung der individuellen Kopfgröße anpassen. Mit dem anschließenden Kombi-Gelenk klappt man einerseits die ohrumschließenden Kapseln nach innen, damit der Headphone „zusammengefaltet“ Platz in der Tasche spart. Andererseits können sich die Kapseln auch 90 Grad um die Y-Achse drehen.

Dank der um 180 Grad beweglichen Aufhängung passen sich die Muscheln mit den auswechselbaren, sehr weich mit Schaumstoff gepolsterten und mit Kunstleder überzogenen Earpads auch der Position am Ohr an. Einseitiges Hören ist möglich, indem ich eine Kapsel in der Hand halte. Dagegen erlaubt die Gelenk-Kombi seitliches Wegdrehen der Kapsel vom Ohr wie beim Sennheiser HD25 nicht.

An der linken Kapsel läuft das recht robust anmutende, zwei Meter lange Spiralkabel aus, das auf einen Miniklinkenstecker plus Adapter mit 6,3-Millimeter-Klinkenstecker endet. Zu den Specs findet man nur in der Gebrauchsanleitung genaue Angaben, im Web dagegen hält man sich bedeckt. Es handelt sich wie beim Vorgängermodell um einen 50 Millimeter großen dynamischen Treiber mit einem Frequenzgang von 50 Hz bis 20 Kilohertz, gegenüber dem Vorgängermodell büßt er damit 30 Hz in den Tiefen ein. Dagegen liegt seine Impedanz auf niedrigen 32 Ohm (beim HDP DJ M40.1 sind es dagegen 60 Ohm) und seine Sensitivität steigt von 95 Dezibel (HDP DJ M40.1) auf 105 Dezibel.

Zum Lieferumfang des DJStarter Kit gehören neben den einzelnen Komponenten und dem downloadbaren Serato DJ Lite ein USB-Kabel für den Controller, das Netzkabel für die Aktivlautsprecher, ein Cinch-Miniklinken- und ein Lautsprecherverbindungskabel. Der beiliegende Schnellstart-Guide zeigt kurz und knapp, wie alles anzuschließen ist.

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