Gitarre Hersteller_HarleyBenton
Test
1
12.10.2012

Harley Benton British TrueTone Test

Verzerrer

Brit Strat Spezi

Unter dem Namen Harley Benton bietet das Musikhaus Thomann seit über 15 Jahren eine stetig wachsende Serie von Produkten an, die inzwischen weit mehr als 600 Posten beinhaltet, von der Saite über die E-Violine bis hin zum imposanten Gitarrenverstärker-Stack. Natürlich darf darunter auch eine bemerkenswerte Auswahl an Effektpedalen nicht fehlen, und einige aus dieser Truppe konnten in der Vergangenheit trotz ihres mehr als günstigen Preises die etablierte Verwandschaft ganz schön aufmischen.

Unter diesem Aspekt haben wir uns auch den heutigen Kandidaten ins bonedo Testlabor eingeladen, zumal einige seiner Geschwister aus der True Tone Serie in vorangegangenen Tests bereits für positive Überraschungen sorgen konnten. Das Harley Benton British True Tone Pedal steht, wie der Name suggerieren soll, für den typischen Sound der legendären britischen Amps und wir wollen wissen, wie es sich in dieser Disziplin schlägt.

Details

Die Elektronik des British Overdrive aus dem Hause Harley Benton ist in einem mittelgroßen Hammondgehäuse untergebracht. Obwohl die elektronischen Bauteile sicher auch in ein kleineres gepasst hätten, macht es mit sechs Potis und einem Fußschalter durchaus Sinn, das Handling nicht durch kleinere Abmessungen zu erschweren. Apropos Regler: Wenn man mit einem Pedal unterwegs ist, verstellen sich auch schwergängige Regler gerne einmal. Wer sich das mühsame Suchen nach dem optimalen Sound vom letzten Gig ersparen möchte, fotografiert vor dem Einpacken sein Setting einfach mit dem Handy!

Aber zurück zu unserem Overdrive. Die Potis sind in zwei parallelen Dreierreihen angeordnet und bieten einen guten Überblick über die jeweilige Einstellung. Im oberern Bereich liegt die Dreibandklangregelung, bestehend aus Low, Mid und High, darunter die Zerrabteilung. Hier steuert Level den Ausgangspegel und Drive den Grad der Verzerrung, der Voiceregler ist für die Zerrstruktur zuständig. Letztes Bedienelement auf der Oberseite ist der Fußschalter und die dazugehörige Satus-LED, die bei aktivem Pedal leuchtet.

Die Anschlüsse finden wir an den Seiten, rechts den Gitarreneingang und eine 9Volt-Netzteilbuchse, links den Ausgang. Das Gerät kann auch mit einer 9Volt-Blockbatterie betrieben werden. Dazu muss man zum Glück nicht die komplette Bodenplatte abschrauben, sondern nur eine abnehmbare Kunststoffabdeckung auf der Unterseite entfernen. So erhält man nebenbei auch einen kleinen Einblick in die Innereien. Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen und den Boden einmal komplett abgeschraubt. Hier ist wie gewohnt alles sehr sauber verarbeitet, im Gegensatz zu einigen Boutique-Pedalen, bei denen man den Eindruck haben könnte, dass eine gewisse Schlampigkeit fast schon zum guten Ton gehört. Letztlich geht es aber tatsächlich in erster Linie um den „guten Ton“ des Pedals. Und weil wir auch mit seinem schreiend pink lackierten Äußeren keinen Schönheitspreis gewinnen wollen, wird das Pedal mit verschiedenen Gitarren durchgecheckt, um umherauszufinden, was es kann und wie es klingt.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare