Gitarre Hersteller_Yamaha
Test
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11.03.2019

Praxis

Sound

Die Revstar klingt trocken angespielt recht spritzig und brillant, sie hat einen schnellen Antritt und kommt rein akustisch entsprechend drahtig rüber. Die Pickups unterstreichen diesen Charakter und liefern einen sehr ausgewogenen und transparent klingenden Ton. Für den Praxistest habe ich die Gitarre an einen Sovtek MIG-50H angeschlossen, der mit einer Marshall 4x12 Box (Celestion G12M) verbunden ist. Die Box wird mit einem Neumann TLM-103 abgenommen. Hier sind alle drei Pickup-Kombinationen, zuerst im Humbucker-Mode, dann mit der Dry-Switch-Schaltung.

Das Angebot ist homogen, aber sehr vielfältig. Im Humbucker-Modus liefern die Pickups einen guten Pegel und der Sound ist klar mit einem sehr aufgeräumten Bassbereich. Die Dry-Switch-Schaltung bringt tatsächlich schlankere und knackigere Sounds, die an Singlecoils erinnern. Besonders lobenswert ist, dass der Pegel nicht stark abfällt, ein Problem, das viele Split-Schaltungen von Humbuckern haben. Mit diesen Möglichkeiten ist die RS620 sehr flexibel für die unterschiedlichsten Styles einsetzbar. Weiche Jazz-Sounds funktionieren mit Hals-Pickup und zurückgenommenem Tone-Regler, wenn es richtig drahtig für funkige Grooves werden soll, dann auf jeden Fall im Dry Switch Mode. Mein Favorit ist dabei die Kombination beider Pickups. Hier sind die Ergebnisse.

Die Tonabnehmer liefern einen sehr transparenten Ton, es kann ausgezeichnet mit der Anschlagsdynamik oder dem Volume-Poti an der Gitarre zur "Entzerrung" gearbeitet werden. In Verbindung mit einem entsprechend reagierenden Amp oder Overdrive-Pedal stehen hier eine Menge an Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung. Auch im Humbucker-Modus ist sehr viel Reserve im dynamischen Spielraum. Bei den folgenden vier Beispielen könnt ihr euch davon überzeugen.

Bei Mid-Gain-Sounds gefällt mir die Revstar eindeutig am besten, aber auch in High-Gain-Gefilden kann sie überzeugen. Sie ist keine heiße Metal-Axt, aber trotzdem in der Lage, einen stattlichen Heavy-Sound zu liefern. Auch bei Downtunings, wie in den folgenden beiden Beispielen im Drop C# Tuning, kommen die tiefen Saiten sehr klar und ohne Mulm im Bassbereich aus den Speakern.

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