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Test
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03.09.2017

Walrus Audio Monument Test

Tremolo-Effektpedal

Monumentaltremolo

Das Walrus Audio Monument Harmonic Tap Tremolo, wie sein voller Name lautet, ist ein Tremolo-Effektpedal mit diversen Extras. Es hat unterschiedliche Wellenformen im Angebot, das Tempo kann über eine Tap-Funktion gesteuert werden und mit Harmonic und Standard gibt es außerdem zwei unterschiedliche Effektmodi. Das Ganze wird in den USA sorgfältig und mit solider Hardware gefertigt, weshalb es auch nicht unbedingt für kleines Geld zu haben ist.

Aber auch ein Preis jenseits der 250 Euro kann durchaus gerechtfertigt sein, wenn alles das an Bord ist, was man sich von einem solchen Pedal wünscht, und wenn es in der Praxis das, was man von ihm erwartet, auch in entsprechender Qualität liefert.

Details

Gehäuse/Optik

Das Monument-Pedal kommt im Querformat mit den Maßen 118 x 97 x 57 mm (B x T x H) und bringt 358 Gramm auf die Waage. In einer Grafik auf der Oberseite des stabilen Metallgehäuses heult uns der Wolf aus dem Monument Valley entgegen. Die Höhen und Tiefen des Monument Valley waren auch laut Hersteller die Inspiration für diesen Effekt, sinnbildlich für das Auf- und Ab der Lautstärke beim Tremolo-Effekt.

Auf der Oberseite haben sich fünf Regler, zwei Fußschalter und ein Mini-Switch versammelt. Zur optischen Kontrolle befindet sich neben den beiden Schaltern jeweils eine LED. Das rechte Lämpchen gibt Auskunft über den Status des Pedals (On/Off), die linke LED zeigt das Effekttempo an und blinkt in dem Tempo, das man mit dem Tap-Schalter eingetippt oder mit dem Rate-Regler eingestellt hat. Das Gerät verfügt über eine True-Bypass-Schaltung und der On/Off-Schalter lässt sich auch als Momentary-Switch nutzen. Das heißt, der Effekt erklingt nur so lange, wie der Schalter gedrückt gehalten wird. Das ist interessant, wenn man zum Beispiel einen Akkord oder Ton kurz mit einem Tremolo-Effekt spielen möchte. Mit dieser Funktion spart man sich hektisches Schalten und kann die Effektsteuerung auch punktgenau vornehmen.

Die Anschlüsse sind komplett an der Stirnseite geparkt, hier gibt es neben Ein- und Ausgang eine Klinkenbuchse zum Anschluss für ein Expression Pedal zur Steuerung der Effektgeschwindigkeit (Rate). Dazu kommt eine weitere Buchse, in die man einen Fußschalter für die Tap-Funktion einsteckt. Das ist sinnvoll, wenn das Pedal zum Beispiel in einem Rack montiert ist, das am Bühnenrand geparkt wird. Der Status wird dabei meist über einen Effekt-Looper gesteuert und das Effekt-Tempo mit einem separaten Schalter vom Gitarristen auf der Bühne. Der Anschluss für ein 9-Volt-Netzteil (Center Negative) befindet sich an der linken Seite, Batteriebetrieb ist für dieses Pedal nicht vorgesehen. Wer das Monument mit einer Mehrfach-Stromversorgung betreibt, sollte darauf beachten, dass 100 mA Strom benötigt werden.

Das Pedal macht einen sehr robusten Eindruck, die Bauteile sind von guter Qualität und werden mit Sicherheit auch lange Zeit im harten Bühnenalltag ihren Dienst verrichten. Die Bodenplatte ist mit vier Schrauben befestigt, sodass auch problemlos Mounting-Plates zum Verschrauben im Pedalboard zum Einsatz kommen können. Wer seine Effektpedale lieber mit Klettband im Board befestigt, dem steht eine komplett glatte Unterseite zur Verfügung.

Bedienung

Mit dem kleinen Kippschalter kann beim Monument die Grundfunktionen ausgewählt werden. "Std" aktiviert den Standardeffekt, hierbei handelt es sich um den typischen Tremolo-Sound, der mit Lautstärkemodulation arbeitet. Schaltet man um auf "har", ist der sogenannte "Fender Brownface Mode" aktiviert. Inspiriert vom Vibrato-Sound der alten Fender-Amps handelt es sich dabei um einen Tremolo-Effekt mit einer Modulation, bei der die tiefen und hohen Frequenzen phasenverschoben gegeneinander moduliert werden. Mit dem Rate-Regler wird die Effektgeschwindigkeit bestimmt und Depth regelt die Stärke des Tremolo-Effekts. Das Tempo kann aber auch per Tap-Funktion eingegeben werden. Sobald man zweimal auf den Tap-Schalter tritt, wird das eingestellte Tempo des Rate-Reglers deaktiviert und das eingetippte Tempo übernommen. Der Fuß tippt die Viertelnoten ein, die kleineren Notenwerte der Modulation werden über den Div-(Division) Regler eingestellt, hier stehen Viertel, Vierteltriolen, Achtel und Sechzehntel zur Auswahl. Ganz rechts in der oberen Reihe findet man den Regler Shape, der die Wellenform bestimmt. Davon stehen fünf zur Auswahl, und wie das alles klingt, werdet ihr im Praxisteil gleich zu hören bekommen. Der Volume-Regler in der zweiten Reihe stellt übrigens die Gesamtlautstärke des Signals ein.

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