Gitarre Hersteller_Vertex
Test
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11.12.2018

Vertex Ultraphonix Test

Overdrive Effektpedal

Overdrive mit Dumble-Gen

Der Vertex Ultraphonix Overdrive widmet sich dem Dumble-Sound, genau wie der Steel String Clean Drive, der bereits deutlich unter Beweis gestellt hat, dass auch legendäre Charakterklänge auf gewisse Art und Weise in einem Pedal konserviert werden können. Beim Ultraphonix stand der klassische Dumble Overdrive Special Pate und die Aufgabenstellung war gewiss keine leichte. Es ging darum, den sustainreichen und cremigen Zerrsound mit sauberer dynamischer Ansprache und deutlicher Auflösung zu erzeugen. Das Ganze für 220 Euro! Verglichen mit einem Original-Amp ist das fast geschenkt.

Vertex hat vier Dumble Overdrive Specials aus den Jahrgängen 1970 bis 1990 zur Sichtung im Labor gehabt. Prinzipiell wurden die Amps überwiegend nach Kundenauftrag gebaut und im Voicing und der Ansprache den Vorstellungen des künftigen Besitzers angepasst. Daher kann man natürlich nicht von dem Dumble-Sound sprechen. Aber es gibt trotzdem diverse Eigenschaften, die alle Amps gemeinsam haben, und allen voran steht der bereits erwähnte cremige Zerrsound mit harmonischen Obertönen und saftigem Sustain.

Details

Gehäuse/Optik

Der Ultraphonix kommt im stabilen, schwarz lackierten Metallgehäuse, das 500 Gramm auf die Waage bringt und die Maße 79 x 123 x 59 mm (B x T x H) hat. Das Pedal benötigt lediglich 5 mA Strom und kann sowohl mit einer 9V-Batterie als auch mit einem Standardnetzteil (9V, Center Negative) betrieben werden. Für den Batteriewechsel muss die untere Pedalhälfte, die mit vier Schrauben befestigt ist, abgeschraubt werden. Vertex hat die Unterseite komplett glatt gelassen, eine Befestigung im Board mit Klettband ist unproblematisch, genau wie das Benutzen von Mounting Plates in Verbindung mit den Gehäuseschrauben.

Auf der Stirnseite sind alle Anschlüsse geparkt, neben dem Netzteil-Anschluss sind hier außerdem die Ein- und Ausgangsbuchse zu finden. Zu den Bedienelementen auf der Oberseite gehören ein Standard-Fußschalter (True Bypass) mit dazugehöriger blauer Status-LED sowie drei Regler, von denen zwei mit großen Dumble-Style-Potiknöpfen bestückt sind. Der Filter-Regler in der Mitte ist recht klein und hat leider keine Markierung, sodass seine Position vor allem bei dezentem Bühnenlicht eher schlecht zu erkennen ist.

Bedienung

Das Einstellen des Sounds erfolgt mit drei Reglern: Volume ist für die Gesamtlautstärke zuständig, Gain regelt den Zerrgrad und mit Filter wird die Anhebung des Mittenbereichs eingestellt. Letzterer liegt zwischen 800 Hz (Linksanschlag) und 1,6 kHz (Rechtsanschlag). Die klanglichen Auswirkungen werdet ihr gleich im Praxisteil hören.

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