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03.08.2021

Vergleichstest Schlagzeughocker (2021)

Schlagzeughocker von Tama, Yamaha, Millenium, Pearl, DW u.v.a. im Vergleich

Vom günstigen Trommelstuhl bis zum Luxusmodell

Unter den Zubehörteilen am Drumset nimmt der Drumhocker immer noch eine Nischenstellung ein. Bei Einsteiger-Schlagzeugen ist der Sitz oft im Paket enthalten, und falls er doch separat erworben werden muss, entscheiden sich die meisten für das günstigste Modell, denn: „Für den Anfang wird der schon reichen“. 

Wer allerdings mehr Zeit am Drumset verbringt, wird irgendwann merken, dass ein guter Sitz nicht nur bequemer ist, sondern auch als Stabilitätsausgleich für die Fußarbeit dient. Ein Drumhocker mit hochwertiger und formgebender Sitzfläche entlastet zudem den Rücken. Ein stabil gefertigtes und leicht verstellbares Unterteil zahlt sich auf die Dauer bei häufigen Auf- und Abbauten für Livegigs aus. Gerade wer den Hocker viel beansprucht, sollte sich also nicht für das günstigste Modell entscheiden.

Genau so unterschiedlich wie die Anforderungen und Gewichtsklassen, denen das Gestühl Genüge tun muss, ist der Geldbetrag, den man für einen Drum-Hocker maximal ausgeben möchte. Damit ihr die Übersicht behaltet, haben wir die Hocker in drei Kategorien mit Verkaufspreisen (Stand 01/2021) bis 100 Euro, bis 200 Euro und über 200 Euro unterteilt. Wir haben alle Hocker einer maximalen Belastungsprobe unterzogen, deshalb können unsere Tests euch eine gute Orientierung geben. Nichtsdestotrotz solltet ihr eure Favoriten am besten im Fachgeschäft probesitzen und miteinander vergleichen.

Drummer-Sitze bis 100 Euro

Hier folgen unsere Favoriten unter den Einsteigermodellen und den Schlagzeugsitzen der unteren Mittelklasse. In der Liste findet sich mit dem K&M Piccolino auch ein speziell für Kinder konzipierter Sitz.

Pro & Contra

  • straffes, trotzdem bequemes Sitzteil
  • sehr geräuscharm
  • solider, wackelfreier Stand
  • ...

  • extrem niedrige Sitzhöhen nicht möglich

Pro & Contra

  • sicheres Sitzgefühl
  • sehr transportfreundlich (Gewicht, Packmaß)
  • gute Verarbeitung

  • keins

Pro & Contra

  • sehr guter Sitzkomfort
  • gute Verarbeitung
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

  • Feststellschraube der Spindel als Vierkantschraube ausgelegt

Pro & Contra

  • sehr guter Sitzkomfort
  • stabiler Stand
  • gute Verarbeitung
  • ...

  • Höhenverstellung kann von kleinen Kindern nicht selbst bedient werden

Gravity FD Seat 1

Mit dem rund 70 Euro günstigen Gravity FD Seat 1 stellt die deutsche Firma Adam Hall einen Schlagzeughocker vor, der zwar preislich in der Einsteigerklasse angesiedelt ist, dank seiner durchdachten Konstruktion und der sehr guten Verarbeitung aber auch hohe Ansprüche erfüllen kann. So bietet der doppelt verstrebte Rundsitz ein straffes, wackelfreies Sitzgefühl sowie eine große maximale Höhe. Dass der Hersteller volle fünf Jahre Garantie einräumt, rundet das Gesamtpaket ab.

Yamaha DS-750

Wer einen einfach konstruierten, aber dennoch stabilen Drumhocker sucht, der durch seine einstrebige Konstruktion zudem äußerst transportfreundlich ist, kommt am Yamaha DS-750 nicht vorbei. Für einen Vekaufspreis von knapp über 80 Euro bestätigt dieser Hocker den guten Ruf, den Yamaha-Hardware bereits seit vielen Jahrzehnten genießt. Freunde einer extrem großen Sitzfläche mit dicker Polsterung sollten sich aber eher woanders umsehen. 

Millenium DT-902 Pro

Mit großer und fester Sitzfläche in Sattelform empfiehlt sich der Millenium DT-902 aus dem Thomann-Programm sowohl für etwas schwerere Drummer als auch für solche, die für Gigs einen stabilen, aber gleichzeitig nicht zu schweren Drummersitz benötigen. Nicht ganz optimal gelöst ist die Verwendung einer Vierkantschraube zur Fixierung der Höhe, in Anbetracht der sonstigen Qualitäten und des günstigen Anschaffungspreises von knapp 100 Euro ist dieser Makel aber zu verschmerzen.

K&M 14010 Piccolino

Mit dem Piccolino zum Preis von rund 80 Euro bietet der in Deutschland produzierende Hersteller K&M eine gut verarbeitete Alternative auf dem spärlich bestückten Markt extra kleiner und niedriger Drum-Hocker. Wo normale Schlagzeugsitze für Kinder um fünf Jahre schon zu groß sind, ermöglicht der Sitz das bequeme Erreichen der Pedale, gleichzeitig bietet er sehr guten Halt mit einer angemessen großen und straff gepolsterten Sitzfläche.

Weitere Drummer-Sitze bis 100 Euro...

Gibraltar 9608 Drum Throne Test

Als Bestseller unter den Drum-Hockern der mittleren Preisklasse hat sich der Gibraltar 9608 etabliert. Ob der Titel verdient ist, haben wir im ausführlichen Review heraus gefunden.

Drummer-Sitze bis 200 Euro

Die gehobene Mittelklasse: Unsere Testsieger unter den Schlagzeughockern für anspruchsvolle Trommler.

Pro & Contra

  • sehr komfortable und durchdachte Polsterung bei D-1500, S und SP
  • D-1500, S, SP: Möglichkeit, die Sitzfläche frei drehen zu lassen oder zu fixieren
  • D-1500RGL und TGL: gute Transporteigenschaften (leicht und kompakt)
  • ...

  • keins

Pro & Contra

  • sehr guter Sitzkomfort
  • überdurchschnittlich stabiler Stand
  • sehr gute Verarbeitung
  • ...

  • etwas fummelige Höhenverstellung

Pro & Contra

  • guter Sitzkomfort auch bei langen Sessions
  • für schwere Trommler geeignet
  • gutes Handling
  • ...

  • keins

Pro & Contra

  • breite, komfortable Sitzfläche
  • extrem stabiles Basisteil
  • sehr solides, wackelfreies Sitzgefühl
  • ...

  • nicht besonders transportfreundlich
  • untere Flügelschraube lässt sich im zusammengelegten Zustand nicht fixie

Pearl Roadster D-1500 Series

Pearl's Roadster D-1500 Modelle bieten zum Preis ab knapp unter 200 Euro für jeden etwas: Drehspindeln beim D-1500 und D-1500S, ein Aluminiumtauchrohr mit integrierter, justierbarer Stoßdämpferfunktion beim – mit 215 Euro etwas teureren – D-1500SP und Gasdruckfedern bei den Modellen D-1500RGL und TGL. Alle Testobjekte überzeugen mit makelloser Verarbeitung, einfachem und geräuscharmem Handling und lassen sich bei Bedarf außerdem mit einer optionalen Rückenlehne aufrüsten.

K&M 14000 Gomezz

Wer einen überdurchschnittlich stabil stehenden, fest gepolsterten Profihocker mit Sattelsitz sucht, könnte beim König&Meyer 14000 „Gomezz“ fündig werden. Der Verzicht auf eine Drehspindel erweist sich in der Bedienung als etwas umständlich, reduziert aber das Gewicht und gewährleistet eine sichere Fixierung. Für 170 Euro bekommt man hier einen sehr gut verarbeiteten, in Deutschland hergestellten Drum-Hocker, der es mit den Platzhirschen der Konkurrenz locker aufnehmen kann.

Tama 1st Chair HT830R XL / HT530BC

Die Tama-Modelle HT830R XL und HT530BC zum Preis von jeweils knapp unter 200 Euro konnten beide im Test vollends überzeugen. Während der 830er ein runder Sitz mit extra stark aufgepolsterter Sitzfläche ist und sich damit auch für schwergewichtige Drummer hervorragend eignet, richtet sich der nicht minder robuste HT530BC an diejenigen, die eine Sattelform bevorzugen. Beide überzeugen durch einen guten Sitzkomfort auch bei längeren Sessions und ein einfaches Handling.

Yamaha DS-950

Der Yamaha DS-950 zum Preis von rund 190 Euro ist ein außergewöhnlich solider, großzügig ausgelegter Schlagzeughocker. Seine sehr breite, rechteckige Sitzfläche mit fester Polsterung dürfte besonders schwereren Drummern oder solchen mit größerem Gesäß entgegen kommen, wobei das Basisteil mit vier Streben die nötigen Stabilitätsreserven besitzt. Freunde des besonders leichten Reisegepäcks könnte jedoch das hohe Gewicht abschrecken.

 

Weitere Drummer-Sitze bis 200 Euro...

K&M 14030 „Grande“ Drum Hocker Test

Mit dem Grande bietet K&M, der deutsche Hersteller von Musikstativen und Sitzen, einen Drum-Hocker knapp über einhundert Euro ohne Schnörkel an. Wir haben Platz genommen.

K&M 14055 „Nick“ Drum Hocker Test

Nick heißt ein beliebter Schlagzeughocker des deutschen Traditionsherstellers K&M. Wie bequem man auf dem Sattelsitz trommeln kann, haben wir im Test gecheckt.

Ahead Spinal Glide Drum Hocker Test

Besonders rückenfreundlich sollen die Spinal Glide Drum-Hocker des amerikanischen Herstellers Ahead sein. Wie sich ihre mittig geteilten Sitzflächen in der Praxis bewähren, haben wir im Test herausgefunden.

Yamaha DS-840 Drum Hocker Test

Der Yamaha DS-840 ist ein Drumhocker mit Rundsitz und doppelstrebigem Basisteil. Wir haben gecheckt, wie es sich auf dem Gestühl aushalten lässt.

K&M 14038 und 14036 Drum Hocker Test

Mit den Drumhockern 14036 und 14038 bietet der deutsche Hersteller K&M zwei neue Oberklassemodelle mit Drehspindel und Gasdruckfeder an. Wie es sich auf ihnen sitzt, haben wir im Test herausgefunden.

Drummer-Sitze über 200 Euro

Die Profi- und Luxus-Modelle: Komfortabler geht's nicht. Dies sind unsere Drumhocker-Favoriten der oberen Preisklasse.

Pro & Contra

  • sehr guter Sitzkomfort
  • langes, ermüdungsfreies Spiel auch für schwere Drummer möglich
  • problemloses Handling
  • ...

  • relativ hohes Gewicht

Pro & Contra

  • sehr guter Sitzkomfort
  • gutes Handling
  • robuste Verarbeitung

  • der HT742B ist relativ schwer

Pro & Contra

  • komfortables Sitzen auch bei langen Sessions
  • sehr gute Verarbeitung
  • Möglichkeit, die Sitzfläche frei drehen zu lassen oder zu fixieren
  • ...

  • D-3500BR nicht gerade günstig

Pro & Contra

  • feste Sitzfläche, guter Langzeitkomfort
  • gute Verarbeitung des Unterteils
  • integrierter Stimmschlüsselhalter

  • Naht am Sitzoberteil ist schief gesetzt
  • hoher Preis
  • ...

DW 9100M / 9120AL

Sicherlich sind knappe 250, bzw. 315 Euro Verkaufspreis für einen Drumhocker nicht wenig Geld, im Falle des DW 9100M und des 9120AL sind sie allerdings gerechtfertigt. Die Hocker empfehlen sich für Drummer, die am Schlagzeug richtig gut sitzen und keine Kompromisse eingehen möchten. Zwar gibt es auch für deutlich weniger Geld Ausstattungsmerkmale wie Sattelsitze, Drehspindeln oder Gasdruckfedern. Bezüglich der Polsterqualität, Hardware-Stabilität und Haltbarkeit haben die DW-Modelle aber klar die Nase vorn.

Tama 1st Chair HT850BC / HT741B

Unsere beiden Testhocker HT850BC XL und HT741B zum Preis von 230 bzw. 300 Euro sind sehr gut verarbeitete und praxistauglich konstruierte Edelsitze für Drummer mit speziellen Ansprüchen. Neben den komfortablen Sitzoberteilen gibt es hier zwei zusätzliche Ausstattungsmerkmale in Form der Gasdruckfeder-Höhenverstellung, beziehungsweise der zum Transport anklappbaren Rückenlehne. Beide Features sind aber makellos ausgeführt und erweitern so die riesige Hockerpalette von Tama um interessante Optionen.

Pearl Roadster D-3500 Series

Pearl's Oberklasse-Drumhocker Roadster D-3500 und D-3500BR kosten im Laden derzeit 230 bzw. 350 Euro, sind exzellent verarbeitet und teilen sich die gleiche doppelstrebige Basis sowie das neu entworfene Sattelsitzteil. Dieses überzeugt mit einem zunächst eher weichen, nach längerem Sitzen angenehm straffen Gefühl und ist somit auch für lange Sessions geeignet. Die Lehne am D-3500BR stützt den Rücken effektiv ab und vermittelt ein gutes Gefühl von Stabilität, schlägt sich allerdings auch in einem deutlichen Aufpreis nieder.

Sonor DT 6000 RT

Der Sonor DT 6000 RT ist ein sehr stabiler Drumhocker, der sich auch im Langzeiteinsatz bewähren dürfte. Im Test gefielen uns vor allem die feste Sitzfläche und die gute Verarbeitung des Unterteils. Weniger schön war eine schief gesetzte Naht am Oberteil sowie eine leichte Neigung zu Quietschgeräuschen, welche bei einem Hocker für knapp 300 Euro definitiv nicht auftreten sollten. Somit reichte es am Ende nur für den vierten Platz in unserem Testmarathon.

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