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Test
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28.06.2021

Toontrack EZKeys Cinematic Pads Test

Software-Library

Flächen für Filmmusik, Ambient oder Pop schwedisch interpretiert

Parallel zu den überaus beliebten Software-Instrumenten mit Drum- und Bass-Mustern bietet der schwedische Hersteller Toontrack nun auch eine Serie für den tragenden Keyboardpart eines Songs: EZkeys umfasst rund 15 Folgen mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten. Anvisiert werden vor allem Producer, die nicht besonders fit sind im Keyboardspiel und daher gern auf ein Playersystem aus flexiblen MIDI-Phrasen kombiniert mit Keyboard-Sounds zurückgreifen möchten. Angesprochen fühlen sollten sich aber ebenfalls Tastenvirtuosen, die sich immer mal wieder neue Ideen beim Komponieren wünschen.

Die jüngste Veröffentlichung EZkeys „Cinematic Pads“ konzentriert sich auf elektronische Ambietn-Flächen. Inhaltlich verwandt mit dieser Folge sind die bisherigen Instrumente „Cinematic Grand“ und „Dream Machine“. Zum erstgenannten Produkt findet sich ein ausführlicher Testbericht auf Bonedo. Hier wird auch die MIDI-File-Library inklusive MIDI-Packs vorgestellt. Toontrack bietet relativ kostengünstig weit mehr als 60 MIDI-Packs an, die sich mit jedem EZkeys-Instrument nutzen lassen. Die Akkorde können in einem Timeline-Arranger konstruiert und schließlich per MIDI-Noten in die DAW gezogen werden.

DEtails

EZkeys Cinematic Pads kann als Vollversion oder, falls man bereits ein EZkeys-Produkt besitzt, als deutlich preiswertere Sound Expansion erworben werden. Mit der Software „Toontrack Product Manager“ lassen sich Download, Installation und Registrierung eines Instruments schnell erledigen – so auch bei Cinematic Pads.

Cinematic Pads besteht aus mehreren Soundkomponenten

Der Entwickler Mattias Eklund hat für diese Library-Produkte mehrere analoge und modulare Synthesizer sowie auch einen historischen Konzertflügel und E-Gitarren als Quelle verwendet. Aus diesen einzelnen Bestandteilen, insgesamt 17 verschiedene Sample-Instrumente, entsteht das hybride Soundkonzept von Cinematic Pads. Sie werden unter der Haube individuell kombiniert und gemischt sowie als spiel- und mixfertige Presets angeboten. Angeboten werden sie in insgesamt sechs Soundkategorieren: „Atmospheric“, „Bells“, „Fat Pads“, „Modulated“, „Saturated“ und „Strings“.

Zur klanglichen Anpassung gibt es bei jedem dieser 70 Presets bis zu sechs Klang- und Effektparameter. Im Angebot sind meistens Attack und Release der Lautstärkenhüllkurve, Hoch- und Tiefpassfilterfrequenz sowie ein Ambience-Regler zur Dosierung des Effektanteils. Hinzu kommen Parameter wie Delay Time oder Wah- oder LFO-Geschwindigkeit. Die 70 Presets lassen sich also relativ zu ihren vorprogrammierten Werten abändern. Für das Konzept der EZkeys-Serie ist dies plausibel gelöst, beim Sounddesign stößt man aber schnell auf Grenzen.

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