Test
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29.01.2019

Praxis

Setzt man den Mixer unter Strom, ist man vielleicht im ersten Moment mitunter etwas erstaunt wegen der blauen Kanalbeleuchtung. Das ist allerdings nur ein optischer Effekt respektive als Grundbeleuchtung gedacht und nicht als visuelle Mixhilfe in Form von integrierten Pegelmetern, schade eigentlich. Was die ebenfalls blaue Power-LED und das Master-LED-Meter angeht, so empfinde ich persönlich die Intensität schon im tageslichtbeleuchteten Studio als etwas hell, in dunkler Umgebung sogar blendend, auch wenn das Pult nicht für Club-DJs konzipiert ist, sondern für Party, Event und rollende Diskothek – aber ich möchte es nicht unerwähnt lassen. Probehalber habe ich the t.mix 401-USB Play in ein gängiges Tischstativ von LD-Systems geschraubt, und auch im DJ-Rollwagen fand das gute Stück problemlos Platz.

USB-Player

Die unterstützten Dateiformate des t.mix 401-USB Players sind MP3, WMA und WAV. Der Datenträger muss FAT16 oder FAT32 formatiert sein, wobei im Handbuch eine maximal Speicherkapazität von 32 GB genannt wird. Aber keine Sorge: Auch der 64-GB-USB-3.0-Stick bereitete dem t.mix keine Kopfschmerzen. Etwas wackelig stecken die Sticks indes schon in der Buchse meines Testgeräts.

Der Audio-Player bietet Start/Pause und zwei Skip-Tasten, dazu eine Menü- und eine Aufnahmetaste. Das Display zeigt im laufenden Betrieb Dateiformat, Titelinformationen, Laufzeiten etc. und eine Visualisierung wie bei einem GEQ an. Hinsichtlich des Handlings und der Menüführung gibt es einige Besonderheiten zu vermelden.

Zunächst einmal, dass es sich hier nicht nur um eine reine Abspiellösung handelt, sondern dass zudem auch ein Mix-Recorder integriert ist und man mittels Display-Menü auf verschiedene Einstellungen zugreifen kann. Sind die System-Settings (Sprache, Display-Kontrast, Firmware, Auto-Power-Off-Einstellungen) direkt adressierbar, muss für das Player- und Recording-Menü ein USB-Stick im Schacht stecken.

Betätigt ihr die Menütaste im Pausenmodus (es spielt also kein Track ab), gelangt ihr in das „U-Disk“-Menü, wo sich Dateien durchsuchen und löschen lassen, ja sogar der ganze Inhalt des Sticks. Spielt ihr hingegen eine Musikdatei ab, könnt ihr via Menü-Taste einen Abspielmodus oder ganz nach Gusto eines der integrierten EQ-Presets festlegen. 

Auch die Aufnahmeformate lassen sich nur bei eingestecktem USB-Stick adressieren. Allerdings heißt es hier „ruhig bleiben“, da zunächst die Initialisierung (rund 10 Sekunden) stattfindet und beim Festlegen von Bitrate und Format etc. ein dauerhafter Zugriff auf den initialisierten Speicherstick stattfindet, was das Handling etwas träge macht. Die dagegen recht flotte Rücksprungzeit des Displays ist nicht sonderlich hilfreich, vielleicht ließe sich das via FW-Update verbessern.

Als Aufnahmeformate stehen PCM (128/256 kBit) und ADPCM (32 – 192 kBit) zur Verfügung. Aufgezeichnet wird das Master-Signal inklusive Moderation. Möchte man vom Recording-Menü in den Player-Modus wechseln, muss leider der Stick abgezogen und erneut eingesteckt werden. Das ist suboptimal gelöst. Eine „Auswurftaste“ wäre besser. Fürs Protokoll noch: Leichte Störgeräusche bei runtergezogenen Fadern durch den Playerzugriff und ein Hauch von Crosstalk ließ sich auf dem Kopfhörer und den Boxen ausmachen, allerdings hört man davon bei laufender Musik nichts mehr, also Schwamm drüber.

Sound und Haptik

Im Zuspielermix gibt es keine negativen Vorkommnisse zu vermelden. Da jeder Kanal über einen Dreiband-EQ verfügt, hat der DJ hier die Möglichkeit, Frequenzbänder gezielt abzusenken oder hervorzuheben und den Sound somit an die Räumlichkeit anzupassen. Allerdings trübt das wackelige Gefühl beim Griff zu den Equalizern den Gesamtendruck ein wenig, nix für Beatmixer, logo. Klanglich etwas dünn zeigt sich der Kopfhörerausgang. Doch vor dem Hintergrund, dass weder mehrere Kanäle gleichzeitig noch der Master gecuet werden können und es eigentlich rein um das Auswählen/Cuen des nächsten Tracks geht, ist dies mitunter zu verschmerzen.

Der Talkover-Schalter ist für Durchsagen äußerst nützlich, dann kann sich das Mikrofon gut gegen den Hintergrundsound durchsetzen. Dazu ein Audiobeispiel. Das Handbuch schweigt sich über die tatsächlichen Dezibel der Absenkung aus, beim 403 sind es 14 dB, könnte auch hier ungefähr passen. Ganz gleich, ob die Musik von CD, Webradio oder dem integrierten MP3-Player kommt, was aus den angeschlossenen Boxen tönt, ist solider Sound.

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