Test
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13.11.2018

Praxis

Aufbau & Einrichten der Funkstrecke

Das Case des Bundles eignet sich bestens für den Transport und die Lagerung. Ösen für das Anbringen von Vorhängeschlössern und ein geriffelter Tragegriff sind kleine Extras, die erst auf den zweiten Blick auffallen. Da allein der stationäre Sender schon beinahe 1 kg wiegt, ist ein sicheres und komfortabel zu handelndes Transportbehältnis auch vonnöten. Beim Aufbau des Funksets fällt mir positiv auf, dass die Combo-Buchsen sogar über eine metallene Rückhaltesicherung verfügen. Ein Schwachpunkt ist dagegen, dass der Anschluss für das Steckernetzteil keine Zugentlastung bietet. Deshalb ist in der Praxis Obacht geboten: Denn Zug am Stromversorgungskabel kann dann durchaus mal für Stille in den In-Ears sorgen, wenn die Zuleitung versehentlich herausgezogen wird. Dass der Pocket-Receiver gerade einmal 100 g leicht ist, ist löblich. Dass dem Set die beiden benötigten Batterien für seine Stromversorgung nicht beiliegen, dagegen nicht.

Die Kabellänge der Fender DXA1 Pro IEM-In-Ears ist mit 1,20 m gut bemessen. Das Kabel lässt sich ohne viel Aufwand oder lästige „Rest-Schlaufen“ bequem und unauffällig unter der Kleidung verstauen. Das geringe Gewicht von gerade einmal 15 g mit Kabel macht den Kopfhörer zu einem unaufdringlichen Tool. Mit ihrer Kabellänge von insgesamt knapp 1,60 m übertreiben dagegen die Knopfkopfhörer the t.bone EP 3 ein wenig. Denn hier bleibt in der Praxis ein gutes Stück Kabel übrig, das beim Verlegen unter der Kleidung ungenutzt verstaut werden muss.

Positiv ist ihr Gesamtgewicht von nur 13 g inklusive Kabel. Sie sind also ein echtes Leichtgewicht. Das Einrichten der Funkverbindung gelingt mühelos. Einfach einschalten und loslegen. Die Menüführung von Sender und Empfänger sind übersichtlich und die Displays auch in dunklen Umgebungen gut ablesbar. Auf der Bühne ist es daher auch ohne Scheinwerferlicht problemlos möglich, sich bei der Einrichtung oder Justierung beider Geräte zurechtzufinden. Dank der Pegelanzeige im Display geht das Aussteuern des zu übertragenen Audiosignal leicht von der Hand. Die Funkverbindung zeigt sich im Test stabil und zuverlässig.

Klang

Beim Ein- und Ausschalten des Empfängers knarzt und knackt es laut. Wird der Sender eingeschaltet, so ist auch das zu hören. Außerdem sind ein nicht geringes Grundrauschen und ein leichtes Brummen im übertragenen Signal zu hören. Erst wenn der Eingangsregler des Empfängers heraufgeregelt wird, sinkt der Pegel der Störgeräusche auf ein nutzbares und erträgliches Maß herab. Sobald ein Signal am Sendereingang anliegt und per Funk übertragen wird, fallen diese Störgeräusche dann nicht mehr ins Gewicht. Ein weiterer kleiner Nachteil ist der fehlende Lautstärkeausgleich der Mono-Funktion. Wird sie aktiviert, steigt der Pegel merklich an. Hier wäre eine automatische Pegelreduktion wünschenswert.

Bei Verwendung der Fender In-Ears ist der Sound des Systems präsent und durchsetzungsstark. Bässe werden zwar nicht bis in den Tiefbass-Bereich hinein wiedergegeben, sind aber darüber sehr wohl wahrnehmbar. Die Mitten sind durchsetzungsstark und können vor allem Gesangssignale auch in lauteren Umgebungen gut hörbar machen. Die Höhen sind soweit vertreten, um das Monitorsignal nicht flach und dimensionslos, sondern ausreichend offen klingen zu lassen. Die gebotene Monitoring-Lautstärke des Sets geht absolut in Ordnung. Auch die Außenschallisolation der In-Ears überzeugt. Und auch wenn die Passform der the t.bone EP 3 nicht so gut ist wie die im 3D-Drucker gefertigten und an anatomische Vorgaben angepassten Fender DXA1 Pro IEM-In-Ears, so sind die Knopfkopfhörer doch eine sinnvolle Ergänzung im Bundle. Denn ihr Sound ist höhenlastiger und lässt gerade Signalanteile in den oberen Mitten nochmals deutlich präsenter auftreten. Durch ihre niedrigere Impedanz sind die the t.bone EP 3 außerdem „lauter“ als die Fender DXA1 Pro IEM. Wer also das bisschen Extra-Lautstärke auf der Bühne benötigt, kann dann zusätzliche Ausgaben zu den the t.bone-In-Ears greifen.

 

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