Gitarre Hersteller_Tech21 Bass
Test
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30.09.2021

Fazit Gitarre
(3.5 / 5)

Der Tech 21 SansAmp Classic liefert variable Ampsimulations-Sounds mit analoger Klangerzeugung. Das Gerät basiert auf dem traditionellen Schaltkreis von 1989 und die Fans des SansAmp-Sounds kommen hier voll auf ihre Kosten. Es gibt drei Preamp-Modes, vier Regler und acht DIP-Switches zum Einstellen und Modifizieren des Klangs. Der Sound des SansAmps war Anfang der 1990er-Jahre eine Revolution, allerdings hat sich die Technologie seit dieser Zeit rasant weiterentwickelt und es gibt meines Erachtens Geräte im gleichen Preissegment, die eine bessere Klangqualität liefern. Der SansAmp klingt leicht pappig und hat besonders im Low-Gain-Bereich eine etwas kratzige Verzerrung. Auch die dynamische Ansprache und Klangauflösung ist eher Mittelmaß. Seine Spezialität sind singende Leadsounds mit viel Sustain. Für den Live-Betrieb fehlt es an Flexibilität, denn im Prinzip lässt sich nur ein Sound einstellen, eine Speicherfunktion oder ein Umschalten der drei Preamps per Fuß ist leider nicht möglich. Hier wären die Fly Rigs von Tech 21 eine Alternative. Daher sehe ich den SansAmp eher als Liebhaberstück für Gitarristen, die eben diesen typischen Sound haben möchten und das Pedal primär zu Hause zum Üben und Aufnehmen nutzen.

  • Pro
  • flexible Einstellmöglichkeiten
  • zwei Drive-Regler
  • Leadsounds mit viel Sustain
  • Klassiker mit Originalschaltung
  • geringe Stromaufnahme, Batteriebetrieb über längeren Zeitraum möglich
  • Contra
  • pappiger Sound
  • kratzige Verzerrung bei Low-Gain-Sounds
  • wackliger Schalter für Input-Mode

Fazit Bass

Kein Frage, der Sansamp Classic von Tech21 funktioniert auch mit dem E-Bass ganz wunderbar und ist aus klanglicher Sicht wirklich eine Bereicherung. Seine Röhrensounds klingen recht authentisch und das Pedal kann nicht zuletzt dank der Boxensimulation im Studio- oder Livebetrieb durchaus ein echtes mikrofoniertes Bass-Stack ersetzen. Man muss sich allerdings schon mit den nicht immer ganz selbsterklärenden Features auseinandersetzen, um zum gewünschten klanglichen Ziel zu kommen, und die Bedienung mit den kleinen Character-Switches kann dabei ehrlich gesagt mitunter etwas anstrengend werden. Von den drei Preamp-Modellen ist zudem nur der Fender-Preamp wirklich für Bass geeignet, was die Flexibilität des Pedals leider einschränkt. In meinen Augen sind einige der bassspezifischen Sansamp-Pedale, wie beispielsweise die Bass Driver DI, im Endeffekt dann doch die bessere Wahl für uns Tieftöner. Sie klingen genauso überzeugend, sind flexibler, und man kommt damit unkomplizierter zum gewünschten Sound.

  • PRO
  • überzeugende Röhrensounds in zahlreichen Variationen
  • sehr gut aufeinander abgestimmte Features
  • robust gebaut
  • CONTRA
  • Flexibilität mit Bass etwas eingeschränkt
  • Bedienung umständlich (Character-Switches)
  • Technische Spezifikationen
  • Hersteller: Tech 21
  • Modell: Sansamp Classic
  • Typ: Amp Modeling Effektpedal
  • Regler: Presence Drive, Amplifier Drive, Output, High
  • Schalter: 8 Dip Switches zum Anwählen diverser Parameter, Amp Anwahl
  • Fußschalter: Bypass (Buffered Bypass)
  • Anschlüsse: Input, Output
  • Stromaufnahme: 6 mA
  • Spannung: 9 V (Batterie oder Netzteil - Center Negativ)
  • Maße: 99 x 117 x 49 mm (B x T x H)
  • Gewicht: 0,32 kg
  • Verkaufspreis: 419,00 Euro (September 2021)
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