Test
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19.12.2018

Praxis

Ergonomie

Gut ist, dass der Swissonic M-Control nicht allzu leicht ist. Dadurch verschiebt es sich nicht so schnell auf dem Tisch oder lässt sich sogar vom Gewicht der angeschlossenen Kabel (im Falle von vier XLR-Kabeln kann das durchaus viel sein) von selbigen gen Boden herunterziehen. Die Füßchen dürften noch gerne ein wenig größer sein. Durch seine flache Pultform lassen sich alle drei Bedienelemente gut mit auf der Tischplatte aufgestütztem Handballen bedienen. Dass der Mute-Button links ist und Mono rechts, ist für Rechtshänder auch gut gewählt, wie ich finde.   

Kein Input-Break

Was verwundert, ist die „Mischfunktion“ der beiden Eingangspärchen. Es gibt kein „Input-Break“: Wenn also am 3,5mm- und am Combobuchseneingang Signale anliegen, werden sie alle gespielt. Das geschieht allerdings mit unterschiedlichen Pegelanteilen. In manchen Situationen kann das durchaus praktisch sein, denn dann kann einfach ein 3,5mm-auf-3,5mm-Kabel auf dem Schreibtisch liegen bleiben.  

Gleichlauf und Übersprechen ok

Der Gleichlauf des Stereopotis ist in Ordnung, sodass die Pegelanteile Links und Rechts über einen weiten Weg so gut wie identisch bleiben. Lediglich im untersten Regelbereich bricht ein Kanal früher ein als der andere, allerdings ist das absolut normal. Nach Betätigen des Mono-Tasters liegt ein summiertes Signal mit identischem Pegel auf beiden Ausgangsseiten, ein Druck auf Mute stellt knackfrei den Ton ab. Dass hier auch bei hohen Verstärkungen so gut wie nichts zu hören ist, ist ein gutes Zeichen. Auch das Übersprechen zwischen den beiden Kanälen ist sehr gering.  

Klanglich in Ordnung

Auf beiden Ausspielwegen und an beiden Inputs zeigt sich ein vernünftiges Klangbild. Sicher ist jedes Bauteil im Signalweg für Puristen ein Bauteil zu viel, aber der Swissonic M-Control macht seinen Job klanglich ordentlich. Die Tiefbässe verlieren ein minimales Bisschen an Klarheit, Stereobild und -Bühne werden ein wenig kleiner. Es hat schon seinen Grund, weshalb man für richtig, richtig hochwertige Abhörcontroller viele tausend Euro ausgeben kann! Angesichts des Preises will ich aber nicht meckern. Man sollte die Kirche im Dorf lassen, denn schließlich wird wohl niemand den passiven Controller vor eine Top-Notch-Studioabhöre hängen, sondern eher Lautsprecheranlagen steuern, die in Gefilden von dreistelligen Stückpreisen liegen.

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