Gitarre Hersteller_Suhr
Test
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23.02.2018

Suhr Eclipse Test

Zweikanaliges Overdrive/Distortion-Pedal

Doppel-Cruncher

Beim Suhr Eclipse handelt es sich um ein Overdrive-Distortionpedal mit zwei identischen Kanälen. John Suhr, Mastermind und Chef des Unternehmens, baute in den 80ern gemeinsam mit Rudy Pensa bei Rudy's Music Shop in New York City Gitarren unter dem Namen Pensa Suhr. Eric Clapton, Peter Frampton, Lou Reed, Bill Connors und Steve Stevens standen damals auf der erlesenen Kundenliste.

Seine Obsession für Elektronik und Gitarrenverstärker führte ihn 1991 dann zu Robert Bradshaw, mit dem er die legendären CAA 3+ und 3+ SE Röhrenvorverstärker und den CAA OD100 entwickelte. Ein nächster Schritt war sein Job als Senior Master Builder im Fender Customshop, wo er in die Entwicklung neuer Produkte involviert war. Als er schließlich den Wunsch hatte, völlig unabhängig zu sein, eröffnete John Suhr im Jahr 1997 seine eigene kleine Manufaktur, in der er nicht nur hervorragende Gitarren und Bässe herstellt, sondern auch Pickups, Amps und Effektpedale.

Details

Konzept und Aufbau

Beim Suhr Eclipse handelt es sich, wie bereits erwähnt, um ein Overdrivepedal, das mit zwei identischen Kanälen ausgestattet ist. Die beiden Kanäle befinden sich gegenüberliegend auf der rechten- und linken Pedaloberfläche.

Mit den beiden Fußtastern lassen sich die Kanäle schalten, wobei die beiden Seite nicht gleichzeitig aktiviert werden können. Schließlich handelt es sich hier nicht um zwei separate Verzerrerschaltungen, sondern im Prinzip nur um zwei abrufbare Settings, die auf einen Schaltkreis zugreifen. Jede Seite hat ihre eigene LED-Anzeige und so leuchtet der rechte Kanal rot und die linke Seite in einem strahlenden Blau. Pro Kanal findet sich neben Gain- und Levelregler auch eine komplette Dreiband-Klangregelung, bestehend aus Bass, Middle und Treble. Nur den mittig gelegenen Voice-Regler müssen sich beide Kanäle teilen. Er dient der Anpassung an den verwendeten Gitarrenverstärker und wirkt besonders auf den Obertonbereich.

An der Stirnseite sind die beiden Ein- und Ausgänge des Pedals sowie der Anschluss für das optional erhältliche 9-Volt-DC-Netzteil angebracht. Alternativ lässt sich das Pedal auch mittels 9-Volt-Block betreiben. Neben der Netzteilbuchse wartet ein kleiner Drei-Positionen-Schiebeschalter, der festlegt, ob und welcher der beiden Kanäle automatisch aktiv ist, sobald das Pedal an die Stromversorgung angeschlossen wird. Die mittlere Position ist neutral, es sei denn, man verwendet die benachbarte FX-Link-Buchse. Bei ihr handelt es sich um eine Stereo-Miniklinkenbuchse, die an ein Switching-System angeschlossen werden kann. So lässt sich das Pedal auch problemlos in ein größeres Setup einbinden.

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