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16.10.2009

Stanton C.324 Test

Spaß macht, was Spaß macht!


Wenn DJs über technisches Equipment philosophieren und zum Thema Turntables kommen verwenden sie oft die Bezeichnung MK-2s oder 1210er statt Plattenspieler, so stark ist die Dominanz des Fabrikats in diesem Segment. Bei DJ-CD-Playern hingegen wird meistens der Terminus CDJ gewählt, obwohl auch dieser der Markenname nur eines Herstellers ist und es zahlreiche alternative Anbieter für Abspielgeräte der lieb gewonnenen Silberlinge gibt. Einer von diesen ist das in Florida ansässige Unternehmen Stanton.

 

 Das Haus blickt nicht nur auf eine fast 50-jährige Firmengeschichte zurück, sondern ist auch seit mehr als zwei Dekaden erfolgreich im traditionell eher konservativen DJ-Sektor tätig und doch seit kurzem auch ziemlich innovativ. Die kürzlich erschienenen „Next Gen“-Controller der SCS1- und vor allem der SCS3-Serie zeigen dies eindrucksvoll. Doch trotz starker Konkurrenz durch Crossmedia- und Multiformat-Player, DVS-Systeme und MIDI-Controller, rangieren DJ-CD-Player noch immer auf den oberen Rängen der Verkaufscharts. Stanton hatte bereits mit Einführung des C.304 im Jahr 2005 auf ein zukunftsträchtiges Layout mit reichlich Rundungen und großen Jog-Wheels gesetzt, allerdings brachte dieses Modell zunächst lediglich die Unterstützung für Audio CDs mit. Zum damaligen Zeitpunkt war dies durchaus marktüblich, da elektronische Vertriebswege und Downloadportale ihren Durchbruch noch nicht vollzogen hatten.

 

 Heute nutzen immer mehr Schaffende, nicht zuletzt auch dank schneller ADSL-Leitungen, die Möglichkeit bei Online-Vertrieben zu kaufen. Diesem Umstand Rechnung tragend, erschien 2006 das verbesserte MP3-fähige Nachfolgemodell C.314. Der mir heute vorliegende Testkandidat trägt die Bezeichnung C.324 und ist das Spitzenmodell der stantonschen Tabletop-Serie. Er besitzt ein CD-Laufwerk und verzichtet entgegen neuerer Markttendenzen auf Unterstützung von MIDI, USB-Speichermedien oder Flash-Karten. Dafür hat er einige Schmankerl für kreative Stunden an Bord. Neben sieben integrierten DSP-Effekten bringt er vier Cuepunktspeicher, die auch als Samplebänke verwendet werden können, und einen programmierbaren integrierten Sequenzer mit. Sein großes Jogwheel soll dem DJ zudem die nötige Kontrollsicherheit für Effekt-, Scratch- und Jugglemanöver geben.

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