Hersteller_Sony
Test
2
31.05.2018

Fazit
(4.5 / 5)

Nein, günstig sind unsere heutigen Testkandidaten nicht. Knappe Tausend Euro für ein einzelnes Kleinmembranstäbchen dürfte sich außerhalb der meisten Homerecording-Budgets bewegen, und auch professionelle Anwender gehen in dieser Preisklasse vor dem Kauf erst einmal in sich. Allerdings können sowohl das ECM-100U Nieren- als auch das ECM-100N Omni-Mikrofon mit Qualitäten überzeugen, die sie in die erlesene Riege der besten Modelle ihres Metiers katapultieren. Auch ohne über eine komplette „Sony Hi-Res Audio“-Signalkette zu verfügen, liefern die Mikros einen sehr realistischen Klang, der mit extrem natürlicher, schneller Transienten-Wiedergabe und einem sensationellen Höhenbereich überzeugt. Auch jenseits der Einsprechachse liefert das ECM-100U verfärbungsfreie Signale, Übersprechungen gestalten sich damit mix-freundlich. In Anbetracht der sonstigen Qualitäten nerven allerdings die schlecht konzipierten, schwergängigen und schlecht ablesbaren Schalter. Das sollte allerdings niemanden davon abhalten, diese tollen Mikros im eigenen Umfeld auszuchecken.

  • Pro
  • natürlicher, extrem detaillierter Klang
  • hervorragende Höhenabbildung
  • extrem schnelle Transientenwiedergabe
  • sehr gute Verarbeitung
  • Contra
  • schwergängige, wenig konkret einrastende Pad- und Low-Cut-Schalter
  • Features und Spezifikationen
  • Technische Spezifikationen
  • Hersteller: Sony
  • Bezeichnung: ECM-100U und ECM-100N
  • Wandlerprinzip: Kondensator (extern polarisiert)
  • Richtcharakteristik: Niere (ECM-100U), Kugel (ECM-100N)
  • Frequenzgang: 20-50.000 Hz
  • Finish: Messinggehäuse, mattschwarz lackiert
  • Ausgang: XLR
  • Besonderheiten: nach „Sony Hi-Res Audio“-Standard konzipiert
  • Abmessungen: 18,1 x 3,6 (mit Laser) Zentimeter
  • Gewicht: 130 Gramm
  • Zubehör: Transport-Case mit Reißverschluss, Halterung, EU-Verkleinerungsgewinde, Windschutz, Anleitung
  • Herkunftsland: Japan
  • Preis pro Stück: € 999,– (Straßenpreis am 28.05.2018)
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