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Test
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02.11.2021

Sire Larry Carlton T7 Test

E-Gitarre

Larrys T-Style

Mit der Sire Larry Carlton T7 wird die Serie, die der indonesische Hersteller in Zusammenarbeit mit der Fusion-Legende ins Leben gerufen hat, um ein T-Style-Modell in zwei Variationen ergänzt. Zum heutigen Test liegt dabei die klassische Variante vor, die sich in den meisten Details an ihrer Urahne orientiert, mit dem gerösteten Ahorn-Hals und abgerundeten Griffbrett-Kanten aber dennoch eigene Akzente setzt.
Auch wenn Larry Carlton meist mit einer Gibson ES-335 in Verbindung gebracht wird und den Spitznamen "Mister 335" trägt, spielte er in seiner Karriere ebenfalls eine Zeit lang eine Telecaster. Dass Larrys Expertise und die Kompetenz von Sire im Gitarren- und Bassbau sich schon in der jüngeren Vergangenheit auszahlte, konnten die Tests unserer Redaktion bestätigen. Wie die T7 abschneidet, die kürzlich neben einer Vintage-Variante der S7 vorgestellt wurde, sagt euch der folgende Test.

Details

Lieferumfang und erster Eindruck

Uns liegt die Sire Larry Carlton T7 im Fiesta Red Finish vor, das in Kombination mit dem gerösteten Ahornhals einen interessanten und definitiv auffälligen Kontrast bildet, der einem bei einem T-Style-Modell auf jeden Fall nicht alle Tage begegnet. Alternativ gibt es das Modell übrigens noch in den Farbgebungen Butterscotch Blonde, Tobacco Sunburst und Antique White. Die T7 kommt in einem einfachen Karton mit zwei Inbusschlüsseln zum Nachjustieren des Setups. Klar, über eine Tasche zum Verstauen freut man sich als Käufer immer. Bei einem Preis von aktuell knapp 550 Euro kann man dies aber nicht unbedingt voraussetzen. Bei der ersten Begutachtung macht unser Testmodell einen sehr ordentlich verarbeiteten Eindruck und bringt rund 3,6 kg auf die Waage.

Korpus und Elektronik

Wie schon einleitend erwähnt, hat man sich beim Abstimmen der T7 in vielen Punkten am Klassiker orientiert. So kommt auch Larry Carltons Vorstellung von einer guten T-Style mit einem Korpus aus Erle, der in seiner Formgebung nah am Vorbild liegt, dabei aber mit einer Konturierung der Rückseite des Cutaways für ein geschmeidigeres Spielgefühl in den hohen Lagen sorgt. Nichtsdestotrotz verzichtet die T7 auf den typischen Rippenspoiler auf der Korpusrückseite, der bei vielen modernen Modellen dieser Art zu finden ist. Für die Tonwandlung sorgt das Sire LC Super-T Pickup Set, bestehend aus zwei Single Coils, die nach bekannter Manier über einen Dreiwegschalter angewählt oder zusammen betrieben werden können. Abstimmen lässt sich das Signal dann ebenfalls wie eh und je mit einem Master-Volume- und einem Master-Tone-Poti.

Die Saiten werden von der Korpusrückseite eingefädelt und laufen über eine klassische T-Style-Bridge, die mit nur drei Saitenreitern auskommt, was das genaue Einstellen der Intonation zwar eher erschwert, viele Spieler dieser Bauweise aber noch nie wirklich gestört hat. Einen optisch harmonierenden Kontrast zum knalligen Rot des Korpus setzt das weiße Perlmutt-Schlagbrett.

Hals

Wie bei der schon von uns getesteten Sire Larry Carlton S7 FM hat man sich bei der T7 für einen kräftig gerösteten, dunkelbraunen und seidenmatt lackierten Ahornhals mit aufgeleimtem Ahorngriffbrett entschieden. Ebenso wurden die Griffbrettkanten abgerundet, was sich positiv aufs Spielgefühl auswirken dürfte. Mehr dazu gleich in der Praxis. Das Griffbrett kommt mit einem Radius von 9.5" und beherbergt 22 sauber eingesetzte, verrundete und polierte Medium-Jumbo-Bünde. Die Mensur beträgt wie gewohnt 648 mm und die Halsform ist vom Hersteller mit einem C angegeben. Zur Kopfplatte laufen die Saiten über einen Knochensattel mit einer Breite von 42 mm. Und auch bei den Stimmmechaniken wurde nicht gespart, denn hier kommen Sire Premium Locking Tuner zum Einsatz.

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